http://www.faz.net/-gzg-8eb9g

„Partei hat Fratze entblößt“ : AfD-Mitglieder dürfen nicht bei Awo arbeiten

Hier dürfen AfD-Mitglieder nicht mehr arbeiten: das Jugendhaus Gallus der Awo Bild: Frank Röth

Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt dürfen nicht bei der AfD oder ähnlichen Parteien sein. Von einem Mitglied hat sich der Verband schon getrennt. Er sieht sich auf der rechtlich sicheren Seite.

          Mitarbeiter und Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt (Awo) dürfen nicht Mitglied der AfD und ähnlicher Parteien sein. Der Kreisvorstand hat beschlossen, eine Doppelmitgliedschaft sei unvereinbar mit den Statuten des Wohlfahrtsverbands. Die AfD habe in den vergangenen Wochen ihre hässliche Fratze entblößt, sagte der Awo-Vorsitzende Ansgar Dittmar. Nun sollte jedem klar sein, dass es sich bei ihr nicht nur um eine Protestpartei handele. Dasselbe gelte für die Liste „Bürger für Frankfurt“ (BFF). Diese Parteien versuchten, Menschen gegeneinander auszuspielen, Ängste zu schüren und Menschenverachtung zu säen. Solches Gedankengut stehe in krassem Widerspruch zu den Statuten und der Geschichte der Awo.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Frankfurter Awo beschäftigt nach Angaben eines Sprechers 1150 Mitarbeiter. Vor kurzem habe man sich von einem Mitglied der BFF getrennt. Laut dem Sprecher sieht sich die Awo rechtlich auf der sicheren Seite. In den bundeseinheitlichen Statuten des Verbands sei festgelegt, dass die Mitgliedschaft sowie eine ehren- wie hauptamtliche Tätigkeit mit der Mitgliedschaft in rechtsextremen Parteien und Organisationen unvereinbar seien. Als Tendenzbetrieb habe man ähnlich wie die Kirchen dabei einen relativ weiten Spielraum.

          Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, hatte kürzlich geäußert, Kirchenmitglieder, die sich in der AfD engagierten, sollten fragen, ob diese Positionen vertrete, die mit dem christlichen Menschenbild in Einklang stünden. Eine pauschale Unvereinbarkeit von kirchlichen Ämtern und AfD-Mitgliedschaft sehe er jedoch bisher nicht.

          Weitere Themen

          Frankfurt bejubelt den DFB-Pokal am Römer Video-Seite öffnen

          Der Pott ist da : Frankfurt bejubelt den DFB-Pokal am Römer

          Nach genau 30 Jahren können die Fans der Eintracht wieder den DFB-Pokal bejubeln. Das Team mit dem Adler auf der Brust ließ sich rund um Niko Kovac entsprechend feiern. Auch Vertreter aus der Politik feierten mit Eintracht Frankfurt.

          Mit dem Wassertaxi durch Paris Video-Seite öffnen

          Prototyp getestet : Mit dem Wassertaxi durch Paris

          Das Gefährt ist eine Mischung aus Auto, Flugzeug und Schiff. Für den Antrieb sorgen Elektromotoren. Paris aber auch andere Städte haben Interesse. Demnächst sollen die ersten Passagiere einsteigen dürfen.

          Topmeldungen

          Gab sich nicht geschlagen: Thomas Gottschalk.

          Gottschalk gegen „Spiegel“ : Gegendarstellung muss sein

          Als der „Spiegel“ über Schleichwerbung bei „Wetten, dass ..?“ berichtete, wollte sich Thomas Gottschalk nicht äußern. Eine Gegendarstellung durfte er nachher aber verlangen, sagt das Bundesverfassungsgericht.

          Abermaliger Kurswechsel : Trump: Nordkorea-Gipfel könnte doch stattfinden

          Am Donnerstag hat Donald Trump den geplanten Gipfel mit Kim Jong-un wegen der „offenen Feindseligkeit“ Nordkoreas abgesagt – jetzt hält er ein Treffen am 12. Juni plötzlich doch wieder für möglich. Seine Wendung begründet er vor Reportern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.