10.06.2012 · Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth erlebt zum Ende ihrer Amtszeit unruhige Tage. Vor ihrem Haus demonstrieren Fluglärmgegner, auf dem Römerberg versammeln sich vor der offiziellen Verabschiedung die Reste der Blockupy-Bewegung.
Von Matthias Alexander, FrankfurtRichtlinien für Lesermeinungen
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Das ist aber geistreich. Es ist geradezu ein Skandal dass Politker,
Manager und Vorstände für ihre offensichtlichen und oft in
vollem Bewustsein gemachten Fehler nicht zur Rechenschaft gezogen
werden. Wie Könige eben! Wenn jemand in diesen Rollen den Eindruck
hat übervordert oder unter Druck zu sein, dann sollte er abtreten.
Wenn Sie halbblind Auto fahren, werden Sie ja auch zur Rechenschaft
gezogen wenn sie jemand überfahren.
Der Fehler von Frau Roth bei der Frage des Flughafenausbaus war dass Sie
sich über alle Bedenken hinweggesetzt hat. Sie wollen uns doch wohl
nicht erklären dass es nicht möglich war die nach dem Ausbau
des Flughafens absolut katastrofale Lärmsituation für
große Teile des Stadt zu erkennen. Das hat Frau Roth ja
bestätigt mit der Bemerkung: "dann können sie ja
wegziehen". Das heißt sie hat gewußt was sie da anrichtete.
Ich kann meinen Körper leider nicht aufteilen. Ich muss mit 80dB
leben, Frau Roth nicht.
Geht es den Demonstranten wirklich nur um eine Aeusserun der OBin?
Gesehen zu werden las Demonstrant, moeglichst im "Kampf" mit
einem oder meheren Olizisten. Denn den meisten Dauerdemonstranten, ob in
Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart, spielt keiene Rollen, hauptsache
gesehenwerden um in der eigenen Organisation nach oben zu klettern.
Ich bin nur gespannt ob der SPD-Nachfolger von der CDU-Vorreiterin den
Laerm am Flughafen eindemme wird, oder wenigstens einen Versuch macht.
Matthias Alexander Jahrgang 1968, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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