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Dienstag, 18. Juni 2013
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A45 bis in die Nacht gesperrt 30 Verletzte bei Massenkarambolage mit 100 Autos

 ·  Schlechte Sicht, spiegelglatte Autobahn: Mehr als 100 Autos sind bei einer Massenkarambolage in der Wetterau zusammengestoßen sein. 30 Menschen sind verletzt. Die Autobahn 45 bleibt bis in die Nacht hinein gesperrt.

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Dutzende von demolierten und ineinander verkeilte Lastwagen und Autos, aufgeplatzte Airbags und auf mehreren Kilometern unzählige Glasscherben: Nach einer Massenkarambolage sah es am Nachmittag auf der Autobahn 45 in der Wetterau wie auf einem Trümmerfeld aus. Bei starkem Schneetreiben waren auf der spiegelglatten Autobahn zwischen den Anschlussstellen Wölfersheim und Florstadt mehr als 100 Fahrzeuge zusammengeprallt, 80 Autos, 20  Lastwagen und drei Kleintransporter. Menschen kamen bei der Massenkarambolage aber nicht ums Leben.

Nach vorläufigen Angaben der Wetterauer Kreisverwaltung wurden jedoch etwa zwei Dutzend Menschen verletzt, fünf davon schwer. Die Polizei korrigierte die Zahl auf 30. Die Verletzten wurden in Wetterauer Krankenhäuser sowie in Kliniken nach Gießen und Bad Homburg gebracht. . In Mittelhessen wurde der sogenannte „Ü-100-Alarm“ ausgelöst, weil zunächst mit mehr als 100 Verletzten gerechnet wurde.

Zehn Notärzte, 25 Rettungswagen

Die Unfälle ereigneten sich nach Angaben der Polizei am Mittag kurz nach 12 Uhr in Fahrtrichtung Hanau. Die Autobahn wurde in beiden Richtungen zwischen dem Gambacher Kreuz und Florstadt für mehrere Stunden lang für den Verkehr gesperrt und bleibt es bis auf weiteres. Im Einsatz waren rund 100 Polizeibeamte, 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr, zehn Notärzte sowie die Besatzungen von 25 Rettungswagen.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft zog die Polizei Sachverständige hinzu, um den genauen Hergang und die Ursache der Unfälle zu klären.

Nach der Unfallserie wurde am Mittag nach Angaben einer Sprecherin der Wetterauer Kreisverwaltung Großalarm ausgelöst. Die Wetterauer Kreiskrankenhäuser in Bad Nauheim, Friedberg und Schotten waren nach Angaben von Prokurist Stefan Keller gut auf die Notfallsituation vorbereitet. Nachdem die Meldung von der Leitstelle eingegangen sei, sei in allen drei Kreiskliniken das Personal der Frühschicht nicht nach Hause gegangen. Die Notaufnahmen seien durch die Verlegung von anwesenden Patienten soweit wie dies möglich war geräumt. In Bad Nauheim wurden geplante Routineoperationen verschoben, um für eventuelle Notoperationen von Unfallopfern zwei Operationssäle freizuhalten.

Brüche und Bauchverletzungen

Die Ärzte mussten sich nach Angaben Kellers um offene Sprunggelenksfrakturen, Oberarmbrüche oder Bauchverletzungen kümmern. Alle Unfallopfer seien vor der medizinischen Behandlung gründlich untersucht worden, um nichts zu übersehen.

Wegen des höheren Personaleinsatzes sei die medizinische Versorgung der Unfallopfer zusätzlich zum üblichen Routinebetrieb an allen drei Standorten ohne Schwierigkeiten verlaufen.

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