Home
http://www.faz.net/-gzg-76cbr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

850 Stellen sollen gestrichen werden HP-Belegschaft demonstriert gegen Standortschließung

Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

© dpa Vergrößern Marke unter Sparzwang: Hewlett Peckard.

Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig, die Menschen sind empört über das Vorgehen der Geschäftsführung“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

Nach dem Protestzug durch Rüsselsheim informierte das Management die Belegschaft erstmals direkt über die bisher nur per E-Mail und Video-Konferenz vorgestellten Pläne, den hessischen Standort mit gut 1100 Mitarbeitern zum 1. November zu schließen. 850 Stellen sollen ganz gestrichen werden, etwa 250 IT-Spezialisten können zu Opel zurückkehren. Der Autobauer würde damit die Ausgründung seiner IT-Abteilung rückgängig machen.

Globales Sparprogramm

Statt das Verständnis der Mitarbeiter zu gewinnen, habe das Management Öl ins Feuer gegossen, sagte Sperber-Tertsunen: „Es entstand der Eindruck, dass die Geschäftsführung die Entscheidung nicht durchdacht hat.“ Am Standort Rüsselsheim arbeiteten IT-Spezialisten im Kundendienst für Unternehmen in weltweit vernetzten Teams, sagte Sperber-Tertsunen: „Man zerschlägt funktionierende Strukturen. Hochspezialisierte Experten sollen durch irgendwelche Mitarbeiter ersetzt werden.“

Mit der Schließung von Rüsselsheim will HP den deutschen Beitrag zum globalen Sparprogramm abschließen: Weltweit will der Konzern rund 29 000 Stellen kappen. Hintergrund für den Sparkurs ist die Flaute im PC-Geschäft wegen der steigenden Beliebtheit von Tablet-Computern und Smartphones.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Anleger verklagen Creditreform wegen Mox-Telecom-Rating

Das Rating der Immobilienentwickler Stern und Hahn sinkt auf BBB-. Steilmann-Boecker begibt eine neue Anleihe. Mehr

16.03.2015, 13:16 Uhr | Finanzen
Elfenbeinküste Angst vor dem Ende des Goldrausches

Im Norden der Elfenbeinküste beutet der südafrikanische Konzern Randgold eine Goldader aus. Davon profitieren die umliegenden Gemeinden, die nun mit Trinkwasser und Strom versorgt werden. Doch in einigen Jahren könnte Randgold die Mine schließen, und die Menschen ärmer als je zuvor zurücklassen. Mehr

06.03.2015, 17:07 Uhr | Finanzen
China auf der Cebit World Wide Chinaweb

Expansion nach außen und verschließen nach innen. Peking spielt im Internet nach seinen eigenen Regeln - und alle sollen mitmachen Mehr Von Hendrik Ankenbrand

16.03.2015, 18:31 Uhr | Wirtschaft
Eingefrorene Eizellen Den Kinderwunsch auf Eis legen

Frauen in den USA werden immer später Mütter - und dabei könnte das Einfrieren von Eizellen eine zunehmend große Rolle spielen. US-Konzerne wie Facebook und Apple unterstützen ihre Mitarbeiterinnen finanziell dabei, den Kinderwunsch sozusagen auf Eis zu legen. Ob die biologische Uhr damit wirkungsvoll angehalten wird, ist umstritten: Eine Baby-Garantie gibt es nicht. Mehr

03.02.2015, 09:40 Uhr | Gesellschaft
Kernkraftwerksbauer Areva Drei neue Säulen sind noch zu schwach

Auf dem Weg in die politisch gewollte Energiewende bleiben auch namhafte Unternehmen zurück. Beim Kernkraftwerksbauer Areva in Offenbach stehen abermals Arbeitsplätze auf dem Spiel. Vielleicht ist sogar der Standort gefährdet. Mehr Von Thorsten Winter, Offenbach

18.03.2015, 12:09 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.02.2013, 13:36 Uhr

Kurze Wege, schnelle Strafe

Von Christian Palm

In Frankfurt ist ein weiteres Haus des Jugendrechts eröffnet worden. Das macht schnelles und effektives Arbeiten in Sachen Jugendkriminalität möglich. Eigentlich erstaunlich, dass es bisher so wenige davon gibt. Mehr