http://www.faz.net/-gzg-76cbr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 06.02.2013, 13:36 Uhr

850 Stellen sollen gestrichen werden HP-Belegschaft demonstriert gegen Standortschließung

Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

© dpa Marke unter Sparzwang: Hewlett Peckard.

Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig, die Menschen sind empört über das Vorgehen der Geschäftsführung“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

Nach dem Protestzug durch Rüsselsheim informierte das Management die Belegschaft erstmals direkt über die bisher nur per E-Mail und Video-Konferenz vorgestellten Pläne, den hessischen Standort mit gut 1100 Mitarbeitern zum 1. November zu schließen. 850 Stellen sollen ganz gestrichen werden, etwa 250 IT-Spezialisten können zu Opel zurückkehren. Der Autobauer würde damit die Ausgründung seiner IT-Abteilung rückgängig machen.

Globales Sparprogramm

Statt das Verständnis der Mitarbeiter zu gewinnen, habe das Management Öl ins Feuer gegossen, sagte Sperber-Tertsunen: „Es entstand der Eindruck, dass die Geschäftsführung die Entscheidung nicht durchdacht hat.“ Am Standort Rüsselsheim arbeiteten IT-Spezialisten im Kundendienst für Unternehmen in weltweit vernetzten Teams, sagte Sperber-Tertsunen: „Man zerschlägt funktionierende Strukturen. Hochspezialisierte Experten sollen durch irgendwelche Mitarbeiter ersetzt werden.“

Mit der Schließung von Rüsselsheim will HP den deutschen Beitrag zum globalen Sparprogramm abschließen: Weltweit will der Konzern rund 29 000 Stellen kappen. Hintergrund für den Sparkurs ist die Flaute im PC-Geschäft wegen der steigenden Beliebtheit von Tablet-Computern und Smartphones.

Kein wirklich schweres Erbe

Von Michael Hierholzer

Unter Max Hollein sind Städel, Liebieghaus und Schirn an die Grenzen ihres Wachstums gelangt. Kann sein Nachfolger den Gedanken einer „Kultur für alle“ fortführen? Mehr 0

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen

Zur Homepage