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850 Stellen sollen gestrichen werden : HP-Belegschaft demonstriert gegen Standortschließung

  • Aktualisiert am

Marke unter Sparzwang: Hewlett Peckard. Bild: dpa

Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

          Gut 700 IT-Spezialisten des US-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch gegen die Schließung des Standorts Rüsselsheim demonstriert. „Die Stimmung war hitzig, die Menschen sind empört über das Vorgehen der Geschäftsführung“, sagte Gewerkschaftssekretär Martin Sperber-Tertsunen.

          Nach dem Protestzug durch Rüsselsheim informierte das Management die Belegschaft erstmals direkt über die bisher nur per E-Mail und Video-Konferenz vorgestellten Pläne, den hessischen Standort mit gut 1100 Mitarbeitern zum 1. November zu schließen. 850 Stellen sollen ganz gestrichen werden, etwa 250 IT-Spezialisten können zu Opel zurückkehren. Der Autobauer würde damit die Ausgründung seiner IT-Abteilung rückgängig machen.

          Globales Sparprogramm

          Statt das Verständnis der Mitarbeiter zu gewinnen, habe das Management Öl ins Feuer gegossen, sagte Sperber-Tertsunen: „Es entstand der Eindruck, dass die Geschäftsführung die Entscheidung nicht durchdacht hat.“ Am Standort Rüsselsheim arbeiteten IT-Spezialisten im Kundendienst für Unternehmen in weltweit vernetzten Teams, sagte Sperber-Tertsunen: „Man zerschlägt funktionierende Strukturen. Hochspezialisierte Experten sollen durch irgendwelche Mitarbeiter ersetzt werden.“

          Mit der Schließung von Rüsselsheim will HP den deutschen Beitrag zum globalen Sparprogramm abschließen: Weltweit will der Konzern rund 29 000 Stellen kappen. Hintergrund für den Sparkurs ist die Flaute im PC-Geschäft wegen der steigenden Beliebtheit von Tablet-Computern und Smartphones.

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