Die fast 200 Privatschulen in Hessen können mit erheblich mehr Geld rechnen. Das Land will ihnen in den kommenden fünf Jahren insgesamt mehr als 80 Millionen Euro zusätzlich zahlen, wie Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) ankündigte. Grund ist die Neuberechnung der Schüler-Lehrer-Relation, die nach Angaben Henzlers die tatsächlichen Kosten der Schulen viel besser erfasst. In diesem Jahr erhalten die 164 öffentlich geförderten Privatschulen rund 228 Millionen Euro. Von 2017 an sollen die sogenannten Ersatzschulen dann jährlich 33 Millionen Euro mehr erhalten.
Das neue Berechnungsmodell wurde von einem Runden Tisch in Kooperation mit den Privatschulen erarbeitet. Private Förderschulen erhalten vom Land 90 Prozent ihrer Kosten pro Schüler, bei allgemeinen Schulen sind 85 Prozent. Henzler bezeichnete die Privatschulen als unverzichtbare Bereicherung des Schulsystems. In Hessen hatten die Privatschulen 2010/11 einen Anteil von 5,7 Prozent. Bundesweit sind es sogar rund acht Prozent.
Ein vom Kultusministerium erarbeiteter Gesetzentwurf zur Neufinanzierung der Privatschulen soll im September in den Landtag eingebracht werden. Henzler hofft, dass das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet wird.
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Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 25.04.2012, 18:31 Uhr

