Mit bis zu 50.000 Euro Prämie sollen in Hessen Ärzte auf das Land gelockt werden - also etwa in den Vogelsberg oder den Odenwald. Um diese Fördersumme für eine Praxis zu erhalten, müssen die Mediziner aber mindestens fünf Jahre in einem unterversorgten Gebiet praktizieren.
Dies ist Inhalt einer Vereinbarung, die Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) und Vertreter der Krankenkassen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Wiesbaden unterzeichneten.
Zwei Drittel über 50
Die Initiative soll dem Mangel an Ärzten in ländlichen Gebieten entgegenwirken. In dem Programm stellen das Land, die Kassen und die KV von 2012 bis 2014 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt geht es damit in den drei Jahren um einen Betrag von 1,8 Millionen Euro. Das Geld für den Kauf einer Praxis oder deren Einrichtung muss nicht zurückgezahlt werden.
Grüttner verwies darauf, dass zwei Drittel der rund 4000 Hausärzte in Hessen 50 Jahre und älter seien. Es sei im ländlichen Raum schwierig, solche Praxen wiederzubesetzen. Da Ärzte sich ihren Sitz frei wählen könnten, gingen sie am liebsten in die Ballungszentren. Im Odenwaldkreis gebe es beispielsweise keinen Augenarzt mehr, ergänzte Zimmeck.
50T€ "Buschprämie"
holger milde (housedoc)
- 15.08.2012, 13:24 Uhr
Bessere Background Info?
Marcel Marquardt (fischkoeppe)
- 14.08.2012, 14:29 Uhr

