Home
http://www.faz.net/-gzg-74wmx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

4:1 gegen Bremen Die Eintracht kann doch noch gewinnen

Eintracht Frankfurt kehrt in die Erfolgsspur zurück. Nach dem Sieg gegen Werder Bremen sind die Hessen Vierter. Das Spiel nimmt aber erst in Halbzeit zwei Fahrt auf.

© Wonge Bergmann Vergrößern Die Eintracht jubelt! Alex Meier (2.v.r.) hat das 1:0 erzielt

Der Negativtrend ist gestoppt: Eintracht Frankfurt hat seine Krise beendet und rückte mit einem 4:1 über Werder Bremen in der Tabelle wieder  auf den vierten Platz vor. Dank einer beachtlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hielt der Aufsteiger einen direkten Mitbewerber um einen Platz im internationalen Fußballgeschäft am Ende eindrucksvoll auf Abstand.

Marc Heinrich Folgen:  

Der Eintracht, deren Profis in den vergangenen sechs Wochen oftmals die nötige körperliche und geistige Frische für Erfolge in der Bundesliga gefehlt hatten, zeigte sich an diesem eisig kalten Samstag wieder von ihrer besseren Seite: Lauffreudig, aufmerksam im Duell um den Ball und immer wieder mit vernünftigen Ideen, mit denen sie die Abwehr der Hanseaten unter Druck setzten. Vor allem ihr Flügelspiel funktionierte diesmal wieder besser, Stefan Aigner und Takashi  Inui stießen wiederholt mit flotten Schritten in den Rücken der  Werder-Defensive vor und sorgten so stets für Unruhe.

Zunächst Bremer Vorteile

Werder erarbeitete sich  dagegen zunächst immer dann einen optischen Vorteil, wenn es schnell und direkt  nach vorne ging. Kevin de Bruyne, ihr belgischer Dauerläufer und Ideengeber im  Mittelfeld, versuchte bei den Kontern mehrfach seine Vordermänner Nils Petersen  (6. Minute) und Marko Arnautovic (23.) in Szene zu setzen, und versuchte es,  als es nicht geklappt hatte, auch einmal auf eigene Faust (35.) - jedoch  ebenfalls ohne Glück.  Den größten Teil seines Unterhaltungswerts bezog die ausgeglichene Partie vor  der Pause aus dem Kampfgeist, mit dem sich beide Mannschaften beharkten.

Die  Eintracht haderte dabei dreimal mit dem Unparteiischen Deniz Aytekin, weil er  in ihren Augen unfaire Attacken auf ihre Leute im gegnerischen Strafraum nicht  mit einem Strafstoß geahndet hatte, während sich die Bremer über den Referee aufregten, als er ihrem vermeintlichen Führungstreffer durch Petersen (37.)  wegen eines Fouls an Torwart Kevin Trapp die Anerkennung verweigerte.

1. Fußball-Bundesliga - Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. © Wonge Bergmann Vergrößern Sieger im Kopfballduell: Meier setzt sich gegen Prödl durch und köpft ein

In der  Hektik des Geschehens zeigte Aytekin vor dem Seitenwechsel nicht weniger als  fünfmal die Gelbe Karte für die hüben wie drüben robust zu Werke gehenden  Akteure.

Besserer Start für Eintracht

Im zweiten Abschnitt waren es die Hessen, die den besseren Start erwischten -  und damit die Grundlage schufen für ein gelungenes letztes Heimspiel in diesem  Jahr. Ihr 1:0 entsprang dabei einer Kette Bremer Missgeschicke: Bastian Oczipka  konnte nach einem Einwurf unbedrängt von links ins Strafraumzentrum flanken, wo  Sebastian Prödl nur zuschaute, wie Alexander Meier aus sechs Metern zentraler  Position einköpfte (47.).

Ein weiterer Spieltag für die Bayern © dapd Bilderstrecke 

Die Freude der Frankfurter und die ihrer Anhänger  unter den 51.500 Zuschauern über den Vorsprung erhielt kurz darauf einen  Dämpfer: Petersen nutzte den Freiraum, der ihm von den Frankfurter Verteidigern  zugestanden wurde, um nach einer Hereingabe von Arnautovic mit dem Kopf  sehenswert auszugleichen (54.). Damit nicht genug. Nun drehte die Eintracht  endgültig auf: Zunächst schlug ihr Kapitän Pirmin Schwegler mit einem 20-Meter-Fernschuss eiskalt zu (62.), ehe Aigner keine sechzig Sekunden später mit dem 3:1 letzte Zweifel an diesem Abend beseitigte.

Mehr zum Thema

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 4:1 (0:0)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Butscher, Oczipka - Rode, Schwegler - Aigner (84. Celozzi), Meier, Inui (90.+1 Lanig) - Occean
Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Junuzovic (67. Ignjovski) - Arnautovic, Fritz (80. Akpala), de Bruyne, Elia (69. Füllkrug) - Petersen
Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Meier (47.), 1:1 Petersen (54.), 2:1 Schwegler (62.), 3:1 Aigner (63.), 4:1 Inui (90.)
Gelbe Karten: Aigner (2), Inui (3), Rode (3), Zambrano (6) / Prödl (2), Schmitz (2)

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eintracht Frankfurt Wir sind blöd!

Schlechte Stimmung bei der Eintracht: Die ständig gleichen Fehler haben das Selbstvertrauen des Teams erschüttert. Trainer Schaaf hat viel zu tun – aber weniger Spieler als sonst zur Verfügung. Der Test gegen Kosovo endet 0:0. Mehr Von Marc Heinrich und Jörg Daniels, Frankfurt

25.03.2015, 08:14 Uhr | Rhein-Main
Eintracht Frankfurt Kapitän Trapp bleibt bis 2019

Eintracht Frankfurt gelingt eine wichtige Vertragsverlängerung: Torhüter Kevin Trapp bindet sich bis 2019. Dafür beraumt der Klub sogar wenige Stunden vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Pressekonferenz an. Mehr

03.02.2015, 15:44 Uhr | Sport
EM-Qualifikation Spielabbruch in Montenegro

Im Spiel zwischen Montenegro und Russland trifft ein Feuerwerkskörper den russischen Torhüter Igor Akinfejew am Kopf. Später wird die Partie vorzeitig beendet. England, Spanien und Österreich gelingen Favoritensiege. Mehr

27.03.2015, 23:18 Uhr | Sport
Gewaltbereite Islamisten Terroralarm in Bremen

Die Bremer Polizei hat vor gewaltbereiten Islamisten in der Stadt gewarnt. Es würden Hinweise auf Aktivitäten potenzieller islamistischer Gefährder für die Stadtgemeinde Bremen vorliegen, teilte die Polizei mit. Mehr

01.03.2015, 11:49 Uhr | Politik
3:1 gegen Frankfurt Stuttgart kämpft furios ums Überleben

Was für eine Erleichterung beim VfB! Stuttgart dreht das Spiel gegen Frankfurt und schöpft nach dem 3:1-Sieg neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg. Die Eintracht verspielt wieder eine Führung leichtfertig. Mehr Von Ralf Weitbrecht, Stuttgart

21.03.2015, 17:33 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.12.2012, 20:24 Uhr

Kurze Wege, schnelle Strafe

Von Christian Palm

In Frankfurt ist ein weiteres Haus des Jugendrechts eröffnet worden. Das macht schnelles und effektives Arbeiten in Sachen Jugendkriminalität möglich. Eigentlich erstaunlich, dass es bisher so wenige davon gibt. Mehr