http://www.faz.net/-gzg-8zism

29 Jahre nach Tod : Leiche von kleinem Jungen ausgegraben

  • Aktualisiert am

Ausgegraben: Auf dem Friedhof von Kesselstadt ist die Leiche des 1988 zu Tode gekommen Jungen exhumiert worden Bild: Rainer Wohlfahrt

Am 17. August 1988 starb ein kleiner Junge in Hanau - nun ist seine Leiche wieder ausgegraben worden. Rechtsmediziner sollen untersuchen, wie er zu Tode kam.

          29 Jahre nach dem Tod eines kleinen Jungen in Hanau ist die Leiche eines Kindes wieder ausgegraben und der Rechtsmedizin überstellt worden. Die Ermittler haben den Verdacht, dass der Vierjährige am 17. August 1988 ermordet wurde und nicht - wie damals angenommen - ohne Fremdeinwirkung starb. Wie die Staatsanwaltschaft Hanau bestätigte, wurde das Grab des Kindes auf dem Friedhof im Stadtteil Kesselstadt geöffnet. Es seien sterbliche Überreste entnommen und in die Gerichtsmedizin nach Frankfurt gebracht worden. Davon erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Todesursache.

          Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Paar aus dem Main-Kinzig-Kreis, das in den achtziger Jahren Pflegekinder aufgenommen haben soll. Der als Pastor tätige Mann sollte wegen radikaler Ansichten aus dem Kirchendienst entlassen werden. Er kam diesem Schritt aber zuvor und schied auf eigenen Wunsch aus.

          Das Paar soll eine Sekte gegründet haben. Ein Ermittler sagte der „Bild“-Zeitung, dass dort kaum zu ertragende Zustände geherrscht hätten. Der Junge soll extrem unterernährt gewesen und misshandelt worden sein. Daran sei er gestorben. Die Exhumierung der Kinderleiche war den Ermittlern zufolge aufwendig, weil über dem vierjährigen Jungen in der Zwischenzeit ein anderes Kind bestattet worden war. Dieser Leichnam sei mit Einverständnis der Eltern bewegt worden, berichtete die Staatsanwaltschaft.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Misshandelter Elfjähriger gestorben

          Neuss : Misshandelter Elfjähriger gestorben

          Von seinen Eltern konnte ein schwer verletzter Junge in Neuss noch wiederbelebt werden, nun ist der Elfjährige im Krankenhaus gestorben. In dem zunächst mysteriösen Fall gibt es jetzt einen Verdächtigen.

          Topmeldungen

          Er hat sicher seinen eigenen. Kim Jong-un, wie ihn die „Human Rights Watch Foundation“ bei einem Hackertreffen Ende Juli in Las Vergas dargestellt hat.

          Nordkoreas Cyberarmee : Global einsatzbereit

          Wer dem Kim-Regime keine komplexen Hackerangriffe zutraut, täuscht sich gewaltig. Der Krieg im Netz bietet Pjöngjang, was es braucht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.