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„Pizza & Pasta Factory“ Alt-Sachsenhausen, ganz reell

27.09.2007 ·  Die Betreiber der „Pizza & Pasta Factory“ scheinen alles richtig zu machen. So viele Neuerungen auch geboren werden in der Gastronomie - Pizza geht immer. Der rundum verglaste Raum ist fast immer voll.

Von Jacqueline Vogt
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Konzept ist alles, und auch an Standorten, in denen der Wurm zu stecken schien, lassen sich gute Geschäfte machen, wenn einer die richtige Idee hat. Zwei Betreiber, die nicht reüssieren konnten, versuchten sich von 2003 bis 2006 an der „Affentor Brasserie“ am Eingang zu Alt-Sachsenhausen. Das war keine Freude für die Binding-Brauerei, die das Haus zuvor für viel Geld hatte sanieren lassen. Heute ist das Geschichte, denn seit gut 14 Monaten ist in dem zuvor glücklosen Lokal die „Pizza & Pasta Factory“ untergebracht. Augenscheinlich mit Erfolg, jedenfalls ist der rundum verglaste Raum fast immer voll, und an warmen Tagen ist es auch die Bürgersteig-Terrasse.

Rote Ledermöbel, dunkle Theke, braunes Parkett, an den Wänden Schiefertafeln und Italienszenen: Mit Dekor und Einrichtung – sie stammt zum großen Teil noch aus dem Vorgängerlokal – sind die neuen Inhaber auf Nummer Sicher gegangen. Mit dem kulinarischen Konzept ebenfalls. Ein paar Häuser weiter, an der Kleinen Rittergasse, betreiben Martin Bisicky, Nir Rosenfeld und Lior Ehrlich die „Sam’s Sportsbar“ mit Steaks und Burgern, in der „Pizza & Pasta Factory“ lassen sie ausschließlich Fastfood italienischer Art servieren. Und so viele Neuerungen auch geboren werden in der Gastronomie – Pizza geht immer.

Pizza von drei Euro an

Auf den Tischen in der „Factory“ liegen dicke, langformatige Abreißblöcke, sie sind die Speisekarten. Auf den Blättern wird angekreuzt, womit die Pizza belegt sein und welche Soße über die Nudeln gegossen werden soll. Die Zettel sammelt die Bedienung ein, man kann aber auch einfach sagen, was man haben möchte. Die Zusatzangebote variieren: Zwei, drei Gerichte stehen immer noch auf einer Tageskarte, Aufläufe, Salate und ähnliches. Die Qualität des Essens ist, am Preis gemessen, durchweg anständig, die wenigen Weine sind einfache, aber reelle Begleiter dazu – bei den Weißen sollte man den sizilianischen Regaleali wählen.

Wer nicht Wein trinken möchte, kann sich für Bier entscheiden oder unter den gängigsten Longdrinks wählen (Campari Orange, Gin Tonic). Und wenn mal einer etwas zu feiern hat und eine Flasche Champagner springen lässt, zahlt er mit 59 Euro für den Moët & Chandon Brut zwar immer noch eine Menge Geld, aber nicht unangemessen viel dafür, dass er in einem Lokal sitzt.

Die „Pizza & Pasta Factory“ ist nicht der richtige Ort für ein ruhiges Schau-mir-in-die-Augen-Treffen, doch gut geeignet, um mit mehreren hinzugehen, tagsüber auch mal mit Kindern. Man kann dort ein paar nette Stunden verbringen, ohne große Ansprüche, aber in der Gewissheit, nichts falsch zu machen und gut bedient zu werden. (Pizza von drei Euro an, Softdrinks von 2,30 Euro an, alle Gerichte auch zum Mitnehmen).

„Pizza & Pasta Factory“, Paradiesgasse 67, Sachsenhausen. Telefon 61 99 50 04, Internet www.pizzapastafactory.de. Geöffnet sonntags bis donnerstags von 9 bis 1 Uhr, freitags und samstags bis 2 Uhr.

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1962, Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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