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0:0 gegen Nürnberg Frankfurt wie festgefroren

 ·  Ein Spiel, das nicht lange in Erinnerung bleibt: Beim torlosen Remis gegen den „Club“ leistet sich das Überraschungsteam der Liga einen schlechten Tag. Die Nürnberger zeigen sich dagegen kämpferisch.

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© REUTERS Vergrößern Maß genommen, nicht getroffen: Rode (l.) schießt und Pinola dreht sich weg

Wenn am Saisonende die Frankfurter und Nürnberger ihr Fazit ziehen und sich noch einmal die wichtigen und einprägsamen Bundesligaspiele in Erinnerung rufen, dann wird ihre Rückrunden-Begegnung am 21. Spieltag sicher  nicht darunter sein. Das 0:0 zwischen der Eintracht und dem „Club“ vor 45.500  Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena war weder prickelnd und aufregend,  noch  richtungsweisend.

Das Beste aus Frankfurter Sicht an diesem eiskalten Nachmittag war, dass ihre schwächste Heimleistung noch mit dem Gewinn eines Punktes belohnt wurde und ihre Hoffnungen, den vierten Tabellenplatz zu  verteidigen, nicht geringer geworden sind. Wenn ein Team den Sieg verdient hatte, dann das Nürnberger. Es spielte  konzentrierter - mit einer Fehlerquote nahe null - und erspielte sich zudem ein paar gute Torchancen. Mitte der ersten Halbzeit schien es nur eine Frage der  Zeit bis zum Nürnberger Führungstor. Mike Frantz und zweimal Pekhart eröffneten sich Riesenmöglichkeiten. Doch Eintracht-Torwart Kevin Trapp reagierte jeweils großartig, obwohl die Schützen frei vor ihm zu Schuss kamen.

Zum Frankfurter Glück kam noch hinzu, dass Schiedsrichter Dingert ein Handspiel von Rode im  Strafraum nicht bemerkte. In der zweiten Halbzeit vermochte die Eintracht die Begegnung immerhin ausgeglichen zu gestalten. Aber vom erfrischenden Angriffsschwung, mit dem die  Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf das Publikum zu begeistern vermochte,  war auch in diesen 45 Minuten kaum etwas zu sehen.

Zu statisch, zu  uninspiriert, zu unpräzise: Die Frankfurter schienen wie festgefroren. Vor  allem die Jungstars Sebastian Jung und Sebastian Rode, von vielen Klubs  umworben, hatten einen richtig schlechten Tag. Wenn sich die letzten drei der Tabelle, Hoffenheim, Augsburg und Fürth  wirklich noch der Hoffnung hingeben, womöglich noch ein Team vor ihnen zu  überholen, dann sollten sie nicht auf die Nürnberger zählen.

Die Franken sind  durch den erzwungenen Trainerwechsel von Hecking (ging nach Wolfsburg) zu  Wiesinger keinen Deut schwächer geworden. Fein aufeinander abgestimmt,  läuferisch und kämpferisch top, taktisch diszipliniert, werden sie noch so  manchem Gegner das Leben schwer machen und Punkte abnehmen. Absteiger sehen  ganz anders aus.

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 0:0

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner (89. Kittel), Meier, Inui (71. Matmour) - Lakic
1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Kiyotake, Feulner, Balitsch (86. Ildiz), Frantz (75. Mak) - Pekhart (78. Polter)
Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 45.400
Gelbe Karten: Anderson (2), Lakic (1) / Balitsch (6), Nilsson (3), Pekhart (4)

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