Das Relegations-Hinspiel um den letzten freien Platz in der zweiten Fußball-Bundesliga zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem Karlsruher SC fand am Freitagabend keinen Sieger. Vor 10.724 Zuschauern trennten sich die beiden Konkurrenten 1:1 (0:0)-Unentschieden.
Selcuk Alibaz, bester Jahn-Akteur auf dem Platz, brachte die Gastgeber mit einem unberechtigten Foulelfmeter nach 57 Minuten in Führung. Pascal Groß gelang in der 76. Minute der Ausgleich für die Badener, die nun für das Rückspiel am Montag im heimischen Wildpark eine gute Chance auf den Klassenverbleib haben.
„Beide Mannschaften haben am Montag die gleiche Ausgangsposition wie heute. Man muss abwarten, was passiert“, meinte KSC-Trainer Markus Kauczinski, dessen Team am Montagabend mit Auswärtstor und Heimbonus die bessere Ausgangssituation haben dürfte. Sein Kollege Markus Weinzierl meinte: „Wir wissen, dass wir auswärtsstark sind und fahren nicht ohne Hoffnungen nach Karlsruhe“.
Der KSC übernahm von Anpfiff weg das Kommando, konnte aber die Nervosität der Regensburger nicht nutzen. Die Gastgeber kamen mit dem aggressiven, frühen Stören der Badener zunächst nicht klar, fabrizierten zudem bereits im Spielaufbau aus der eigenen Abwehr Fehler.
Erst nach einer Viertelstunde fing sich das Team von SSV-Trainer Weinzierl, dessen Weggang nach der Relegation zum FC Augsburg immer wahrscheinlicher wird. Mit den selbstsicherer werdenden Oberpfälzern gewann die Partie an Qualität. Auf klare Chancen mussten die Zuschauer im ausverkauften Jahnstadion jedoch verzichten.
Der Strafstoß zur Führung der Regensburger kam dann mehr als glücklich zustande, denn Stefan Binder wurde von Sebastrian Schieck nicht getroffen. Danach drückte der KSC auf den Ausgleich: Groß scheiterte zunächst noch mit einem Gewaltschuss an Hofmann (63.), 13 Minuten später machte er es besser und traf ins untere Eck.
Obwohl sich in den vergangenen Jahren immer die Drittligaklubs in den Entscheidungsspielen durchsetzten, glaubt der Karlsruher Traditionsclub an seine Chance, in der Liga zu bleiben. „Ich rechne mit 25.000 Karlsruhern, die uns nach vorne peitschen“, prophezeite Kauczinski.
