05.04.2007 · Im Urlaub guten und teuren Wein kaufen und ihn dann mit nach Hause bringen - das ist nicht so einfach. Denn dazwischen liegt der Zoll und bei dem ist es mit dem Zahlen einer einfachen Gebühr nicht getan. Ein Import-Drama in zehn Akten von Christian Eichler.
Von Christian EichlerEine sonnige Terrasse in Südafrika. Daheim in Europa ist es grau und nass, hier aber ist Sommer. Wind im Haar, Sonne auf der Haut, Wein auf der Zunge. Die Weinprobe ist beschwingt, der Gast hat schon den halben Tag lang gegurgelt und gekaut und Weinreste in silberne Kübel gespuckt. Aber der hier, der ist es. Den will er mit nach Hause nehmen, ein Schlückchen Sommer für den Winter zu Hause. Er kauft die Kiste.
Die Lieferung ist nicht billig. Doch der Mußezustand eines Weintrinkers am Frühnachmittag lässt es kaum zu, kleinlich nachzurechnen. Zumal man von der netten Dame des Weingutes erfährt, dass auch die Königin von England zu den Trinkern dieses Tropfens zählt. Was sie nicht verrät: Dass die Queen ihn bestimmt nicht selber durch den Zoll bringen muss.
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