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Freitag, 17. Februar 2012
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Verkehr Billiger mit der Bahn bei Lidl

06.05.2005 ·  Die Deutsche Bahn will beim Ticketverkauf mit dem Discounter Lidl zusammenarbeiten. Dort sollen mit Sonderangeboten neue Kunden gelockt werden - allerdings nur zehn Tage lang.

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Die Deutsche Bahn verkauft in einer Sonderaktion erstmals über einen Einzelhändler Tickets und hofft, so neue Kundengruppen zu gewinnen. Vom 19. bis 28. Mai können in den 2600 Filialen der Lebensmittelkette Lidl zwei Fahrkarten zum Preis von 49,90 Euro für eine beliebig weite Bahnreise in Deutschland gekauft werden, wie das Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte.

Kunden müßten in die Tickets nur Namen, Strecke und Datum eintragen. Laut Bahn rechnet sich das Angebot für eine Fahrt ab etwa 160 Kilometer, etwa von Hamburg nach Berlin.

Solange der Vorrat reicht

Die Fahrkarten würden verkauft, solange der Vorrat reicht, erklärte die Bahn. Sie sind demnach in allen Lidl-Filialen direkt an der Kasse erhältlich. Die beiden Fahrkarten gelten bis zum 3. Oktober 2005 jeweils für eine einfache Fahrt in der zweiten Klasse in allen Zügen der Deutschen Bahn. Für ICE-Sprinter und die Züge von DB NachtZug sowie CityNightLine muß allerdings ein Aufpreis gezahlt werden. Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos mit. Umtausch und Erstattung sind nicht möglich.

„Wir wollen mit diesem Angebot neue Kunden gewinnen“, erklärte Jürgen Büchy, Vertriebschef der Bahn für den Personenverkehr. Der „Preishit“ werde deshalb bewußt außerhalb der Bahn angeboten, um Menschen zu erreichen, „für die Bahnfahren bisher noch nicht in Frage kam“.

„Legitimer Vertriebsweg“

Die Bahn erwartet nach Angaben eines Sprechers eine „starke Resonanz“. Vor einer Wiederholung oder Ausweitung ihres Sonderangebotes will das Unternehmen aber zunächst das Ergebnis der ersten Aktion abwarten. Der Kartenverkauf über Einzelhändler könne eine „sinnvolle Ergänzung“ sein. Schalter, Automaten, Reisebüro und Internet blieben jedoch die wichtigen Vertriebswege.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) zeigte sich dem Angebot gegenüber aufgeschlossen: „Wir halten das für einen interessanten und legitimen Vertriebsweg“, sagte Sprecher Christian Fronczak. Einschränkend fügte er hinzu, daß die Suche nach neuen Verkaufsmöglichkeiten Stammkunden der Bahn wie Bahncard-Besitzer preislich nicht benachteiligen dürfe. Auch der Service am Fahrkartenschalter dürfe darunter nicht leiden.

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