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Skiurlaub Die größte Seilbahn der Welt schwebt in Frankreich

 ·  Die Skigebiete Les Arcs und La Plagne in den französischen Hochalpen sind um eine Attraktion reicher: Der Vanoise-Express, mit Gondeln für 200 Personen, erschließt ein riesiges Skigebiet mit 238 Pisten.

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Die Skigebiete in den französischen Hochalpen sind um eine schwindelerregende Attraktion reicher - den Vanoise-Express, die größte frei schwebende Seilbahn der Welt. Mit der Gondel der Superlative, in der die Wintersportler über einen 380 Meter tiefen Abgrund schweben und zugleich das Mont-Blanc-Massiv bewundern können, entsteht ein Skigebiet mit 238 Pisten. Das macht bis zu 425 Kilometer in allen Kategorien, vom Idiotenhügel bis zu den 29 halsbrecherischen schwarzen Pisten. Die Stationen La Plagne und Les Arcs, die je einzeln schon weiten Auslauf bieten, schließen sich mit dem Vanoise-Express zusammen. „Paradiski“, der Name der Neukreation, ist für sie Programm.

Die beiden Stationen, zwischen denen der Vanoise-Express hin- und hergondelt, liegen 1830 Meter auseinander. Dazwischen gähnt die Ponturin-Schlucht. Ohne Stützpfeiler schwebt die Gondel von einer Seite zur anderen. Die Fahrt dauert vier Minuten, einmal in Schwung gekommen erreicht die zweigeschossige Gondel ein Tempo von 12,5 Metern in der Sekunde. „Wenn ein Fünftel aller Skisportler aus La Plagne und Les Arcs die Seilbahn benutzt, bekommen wir unsere Kosten wieder rein“, sagt der Manager Pierre Gonthier. Die wenigsten Nutzer werden ein Einzelticket lösen, denn die Fahrt mit dem Vanoise-Express lohnt sich vor allem für Abfahrtsläufer, die möglichst viele Pisten hinuntersausen wollen. Sie müssen für das Kombi-Ticket eines der beiden Skigebiete inklusive der neuen Seilbahn rund 220 Euro in der Woche berappen.

Eines der größten Skigebiete der Welt

Großen Zulauf haben die Ski-Gebiete in den französischen Hochalpen mit ihren Bettenburgen und dem Charme der High-Tech-Welt traditionell vor allem aus Frankreich selbst, dann folgen Besucher aus Großbritannien, Holland und Belgien. Nur ein Zehntel der ausländischen Besucher sind bislang Deutsche. Aber gerade für die Wintersportler, die eine etwas weitere Anfahrt haben, soll die neue Seilbahn die Attraktivität steigern. „Wenn jemand aus Australien oder Japan zum Skifahren nach Europa kommt, dann sucht er sich doch ein Gebiet mit besonders vielen Möglichkeiten aus“, erklärt das Fremdenverkehrsbüro in La Plagne. „Wir bieten nun eines der größten Skigebiete der Welt.“ Soweit das bei den heutigen Klima-Veränderungen überhaupt noch gesagt werden könne, sei „Paradiski“ zwischen Mitte Dezember und Ende April schneesicher.

La Plagne hat eine Kapazität von 50.000 Betten, Les Arcs mehr als 30.000. Hinzu kommt noch Peissey-Nancroix, das sich auf halber Strecke über das Ponturin-Tal erhebt, mit weiteren 10.000 Bettten. Wenn alles reibungslos klappt, können mit den beiden Gondeln des Vanoise-Express' pro Stunde 4.000 Menschen über das Tal gehievt werden. Von Sicherheitsproblemen will Bernard Chanel, der Chef der Planungsgesellschaft in La Plagne, nichts wissen. Selbst wenn Seilbahnen auf Seitenwind reagierten, so hätten die Techniker der Firma Poma hier doch alle Risiken vorab gecheckt. „Die Seilbahn steht in einem Bereich, in dem es nur selten starken Wind gibt“, sagt Chanel. In kurzen Abständen werden die Tragseile genauestens kontrolliert, auch auf Schäden durch Blitzeinschläge. „Und Flugzeuge sind in diesem Bereich überhaupt nicht unterwegs.“

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