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Sicherheit Vereinigte Staaten verlangen Fingerabdruck bei Einreise

03.04.2004 ·  Amerika-Besucher aus Deutschland - wie aus vielen anderen Staaten - müssen ab 30. September bei der Einreise ihre Fingerabdrücke abgeben. Bisher unterlagen nur Einreisende mit Visa diesen strikten Bestimmungen.

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Amerika-Besucher aus Deutschland - wie aus vielen anderen Staaten - müssen ab 30. September bei der Einreise Fingerabdrücke abgeben. Zudem werden Fotos der Einreisenden gemacht. Dies teilte das Ministerium für Heimatschutz am Freitag in Washington mit. Bisher unterlagen nur Einreisende mit Visa diesen strikten Sicherheitsbestimmungen.

Die verschärfte Regelung für Reisende ohne Visumspflicht, ausgenommen Diplomaten, soll an den 115 Flug- und 14 Seehäfen der Vereinigten Staaten ab September gelten, an den 50 meistbesuchten Grenzübergängen erst ab Ende des Jahres. Besuchern aus Ländern mit Visumspflicht wird schon seit dem 5. Januar der Fingerabdruck genommen.

Einsatz der biometrischen Merkmale verzögert sich

Die amerikanische Regierung begründet die neue Regelung mit dem Fehlen von Pässen mit biometrischen Erkennungsmerkmalen - Daten zur Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke - begründet. Einem bereits verabschiedeten Gesetz zufolge dürften ab Ende Oktober Besucher der Vereinigten Staaten in der Regel nur mit solchen fälschungssicheren Pässen einreisen.

Dies aber erwies sich für die meisten Staaten - so auch für Deutschland - als undurchführbar. Deshalb werde die Regierung dem Kongreß vorschlagen, die Pflicht zu diesen Pässen um zwei Jahre zu verschieben, so das Ministerium.

Derzeit dürfen Touristen aus insgesamt 27 Ländern ohne Visa für drei Monate in die Vereinigten Staaten einreisen. Unter diesen Staaten befinden sich neben Deutschland und Österreich auch besonders enge Verbündete Washingtons wie Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Italien, Australien oder Japan. Aus den 27 Ländern kamen 2003 insgesamt 13 Millionen Touristen in die Vereinigten Staaten, so das Ministerium für Heimatschutz.

Deutsche Touristen reisen weiter ohne Visum ein

Touristen aus Deutschland - wie auch aus den anderen vergleichsweise bevorzugten Staaten - benötigen auch künftig kein Visum für die Vereinigten Staaten. Die Einreise-Regularien bedeuteten ein „schnelles und einfaches Verfahren, bei dem zur Überprüfung der Identität digital zwei Fingerabdrücke genommen werden und ein Foto gemacht wird“, betonte der Außenministeriums-Sprecher Adam Ereli. Die Prozedur dauere pro Person nur 23 Sekunden, sagte Asa Hutchinson, Staatssekretär im Heimatschutzministerium.

Der amerikanische Kongreß hatte verschärfte Einreisebestimmungen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschlossen.

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