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Restaurantführer Spanien: Mehr als nur Paella und Sangria

17.12.2001 ·  Die Einheimischen wissen genau: Die spanische Küche ist besser als ihr Ruf. Jenseits vom Einheits-Hotelbuffet auf Mallorca locken feine und gutbürgerliche Spezialitäten in Tapas-Bars und Landgasthöfen.

Von Heidi Siefert
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Einfallslos, derb und langweilig: Obwohl Spanien als Reiseland in der Gunst deutscher Urlauber ganz oben steht, genießt die Küche auf der iberischen Halbinsel bei vielen kein allzu gutes Ansehen. Zu Unrecht, wie man schnell merken wird, wenn man das international nivellierte Hotelbuffet verlässt und sich dorthin auf kulinarische Entdeckungsreise begibt, wo auch die Spanier anzutreffen sind: in Tapas-Bars, Berggasthäuser, feine Restaurants oder rustikale Landgaststätten.

Die sicherste Methode, das richtige für seinen Geschmack zu finden, ist auch in Spanien der Klassiker: Zwischen roten Buchdeckeln listet der Guide Michelin all das auf, was aus kulinarischer Sicht einen Besuch wert ist. Wer Lektürestoff zum Schmökern sucht, der wird hier enttäuscht. Doch wer die Symbole zu Lesen weiß - und das geht schnell und ist unkompliziert - dem läuft selbst bei einer so formellen Auflistung das Wasser im Munde zusammen.

Entdeckungen in den Paradores

Eine spanische Institution sind die Paradores. Die rund 90 staatseigenen Hotels in historischen Gebäuden und an exponierten Plätzen Spaniens sind normalerweise der Tipp, um in außergewöhnlichem Ambiente zu Übernachten. Aber jedes dieser Häuser hat auch ein Restaurant. Im Oase-Taschenbuch "Spaniens Paradores" widmet sich Wolfgang Abel nicht nur der Unterkunft, sondern auch der Gastronomie. Außerdem gibt er zahlreiche Empfehlungen zu kulinarischen Besonderheiten der Regionen und weitere Einkehr-Tipps.

Wer Mallorca kennt, der weiß, dass es dort mehr als nur Paella und Sangria aus Eimern gibt. Der kulinarischen Seite der beliebtesten Baleareninsel widmet sich DuMont in seinem "Reisen für Genießer". Neben ausgewählten Hotel- und Einkaufstipps nennt das Taschenbuch die besten Plätze, um Inselköstlichkeiten zu genießen. Dazu gibt es eine übersichtliche Landkarte, mit der man sicher zu jeder kulinarischen Adresse findet.

Auf das Urteil der Gäste setzt "Marcellino's" mit seinem Restaurantreport Mallorca. Sie vergeben Noten von eins (dürftig) bis zehn (exzellent) in den Kategorien Essen, Trinken, Service und Ambiente. Die Tipps sind durchaus verlässlich und gut.

Gourmet-Sprachführer

Mit Spanischkenntnissen hat man eine weitere Alternative: Der Führer Gourmettour empfiehlt - nach Provinzen geordnet - typische Restaurants und Bars, die nach einem Punktesystem klassifiziert werden. Dazu gibt es Kurzbeschreibungen zu Hotels und gastronomischen Geschäften.

Eine schmackhafte Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse aufzupolieren, bietet der Gourmet-Sprachführer aus dem Max-Hueber-Verlag. In dem dicken Taschenbuch gibt es weit mehr als Restauranttipps für Reisende. Die gastronomischen Streifzüge werden ergänzt durch ein Lexikon, mit dessen Hilfe man sicher die Spezialitäten jeder Region herausfinden und bestellen kann.

Weitere Informationen:

Der Rote Michelin-Führer, Michelin Reise-Verlag, 52 Mark.

Wolfgang Abel: Spaniens Paradores, Oase Verlag, 38 Mark.

DuMont, Reisen für Genießer: Mallorca, 24,90 Mark.

Marcellino`s, Restaurantreport Mallorca, Heyne Verlag, 19,90 Mark.

Gourmettour, Grupo Editorial Club de Gourmets, Madrid (Tel. 0034/91/5770418), 40 Mark.

Gourmet Sprachführer Spanisch, Max-Hueber-Verlag, Ismaning, 39,90.

Quelle: srt
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