17.12.2001 · Die Schweiz ist kulinarisch gesehen sehr vielfältig, ebenso aber auch die sprachlichen Ausdrücke für ihre Spezialitäten. Abhilfe schaffen übersichtliche Gastro-Guides, die neben der Übersetzung auch viel Lob und Kritik liefern.
Von Heidi SiefertSeit nunmehr 25 Jahren führt der "guide-bleu.ch" durch die kulinarische Schweiz. Es ist ein handliches Büchlein, das, nach Kantonen geordnet, die eidgenössischen Gastgeber und ihre Küche bewertet. Wer sich in die französisch- oder italienischsprachige Schweiz begibt, braucht auch für den guide-bleu entsprechende Sprachkenntnisse, denn der hält sich an die örtlichen Gepflogenheiten. Übersetzungen gibt es hingegen für regionaltypische Gerichte wie etwa Schwynigs mit Cheschtenä - Speck mit Kastanien - aus dem Kanton Uri oder Chloschterfraue - Pfannkuchen mit Apfelmus. Leser werden animiert, ihre Vorschläge bezüglich Neuaufnahmen abzugeben.
Ebenfalls ein Klassiker der eidgenössischen Gastro-Szene und etwa im selben Alter ist der Gault Millau. Etwas ausführlicher geht er auf die einzelnen Restaurants ein. Doch es gibt durchaus auch kritische Kommentare, wenn Küche, Service oder Ambiente nicht stimmig sind.