17.12.2001 · Pizza und Pasta werden in Italien fantasievoll variiert, aber auch jenseits von diesen weltbekannten Spezialitäten haben die italienischen Restaurants viel zu bieten. Tipps zu Vokabular und Tischsitten finden Sie in den Gastro-Führern ebenso wie ausgesuchte Adressen zum Schlemmen.
Von Heidi SiefertUnbestritten gehört die italienische Küche zu den beliebtesten unserer Zeit. Doch nicht nur die mediterranen Gerichte locken Feinschmecker. Auch in den Bergen hat das "Land, wo die Zitronen blühen" etliche Spezialitäten auf Lager.
Seit Jahren der Klassiker, wenn es ums Essen in Italien geht, ist der Gambero Rosso. Die Stärke des "Roten Krebs", so die wörtliche Übersetzung, ist seine Vielfalt: Von der Pizzeria bis zum luxuriösen Gourmettempel ist hier alles aufgeführt, was eine kulinarische Stippvisite lohnt. Über die Qualität der Küche gibt ein Tacho mit Gabel auf den ersten Blick Auskunft. Ein kurzer Text beschreibt Lokal und Spezialitäten.
Im Zeichen der Schnecke
Slow Food heißt die Bewegung, die 1986 als Antwort auf das erste Schnell-Restaurant in Rom gegründet wurde. Unter dem Zeichen der Schnecke haben sich Anhänger genussvoller Esskultur zusammengeschlossen, für die Essen mehr als schnelle Nahrungsaufnahme bedeutet. Wo ihre kulinarischen Tempel zu finden sind, steht unter anderem im gewichtigen "Osterie d'Italia". Knapp 900 Seiten mit recht ausführlichen Beschreibungen zu mehr als 1600 Gasthäusern sämtlicher italienischer Provinzen, in denen Essen auch in hektischen Zeiten noch nach alter Sitte zelebriert wird. Statt Hauben oder Sternen werden hier Slow-Food-Schnecken an Betriebe verliehen, in denen die Philosophie der Bewegung besonders hoch gehalten wird. Gute Mama-Küche ist Slow Food wichtiger als französisch inspirierte Finesse. Manch regionale Spezialität hat der Verein vor dem Verbot durch europäische Lebensmittelrichtlinien gerettet. Im Anhang gibt es ein Glossar mit den wichtigsten kulinarischen Vokabeln.
Wer tiefer ins kulinarische Vokabular eintauchen möchte, sollte den "Gourmet-Sprachführer Italien" im Gepäck haben. Von Tischsitten bis zu ausgefallenen Spezialitäten ist der belesene Gast damit immer auf der sicheren Seite.
Und was ist Törggelen?
Einer der besten Gründe, nach Südtirol zu fahren, ist das Törggelen. Was es mit dem jungen Wein und den passenden Gaumengenüssen auf sich hat, wo man die Köstlichkeiten am schönsten genießt und was man rund ums Essen und Trinken im Südtiroler Herbst noch unternehmen kann, ist nachzulesen im Südwest-Führer "Törggelen".
Ein weiteres kleines, feines Büchlein über das kulinarische Südtirol kommt aus dem Folio-Verlag und verbindet lohnenswerte gastronomische Ziele mit Wandervorschlägen in der Umgebung. Der Führer ist informativ, optisch sehr gefällig und so handlich, dass er in jede Rucksacktasche passt.
Übernachten, Einkaufen und natürlich Essen - diesen drei Aspekten widmet sich der Toskana-Band aus der Reihe Reisen für Genießer von DuMont - ein Büchlein zum Schmökern und ausprobieren mit praktischer Landkarte, um keinen der kulinarischen Tipps zu verfehlen.