24.11.2011 · Sucht man in Oslo nach Spuren von Edvard Munch, wird es einem nicht leichtgemacht. Doch langsam beginnt die Stadt, sich ihres berühmten Sohnes zu erinnern.
Von Ursula ScheerUm Viertel nach zwölf riecht es im Munch-Saal nach Sahneschnitzel, es ist Zeit fürs Mittagessen. Wie in jeder Kantine klirrt auch im Speisesaal der Freja-Schokoladenfabrik in Oslo das Geschirr, Stimmengewirr schwebt über den Köpfen, irgendwo faucht ein Kaffeeautomat. Doch wer den Blick vom Teller hebt, schaut auf ein Wandbild von Edvard Munch. Kein „Schrei“ und keine düsteren Seelenlandschaften - zwölf heitere Gemälde sind in die dunkle Holzvertäfelung eingelassen. Sie zeigen das Leben in einem norwegischen Fischerdorf: Ausfahrt zur See, Tanz am Strand, Kinder, ein altes Paar bei der Gartenarbeit, Menschen, die aufs Meer hinausblicken. Die Küste von Åsgårdstrand, an der Munch ein Sommerhaus besaß, stand für die Landschaft Pate.
Die Motive sind nicht neu, viele von ihnen hatte der Künstler schon früher in Varianten gemalt. Doch im Freja-Fries mit seinen luftigen Farben sind alle Seelenqualen endgültig einer ruhigen Gelassenheit gewichen. Munch war Ende fünfzig, als er 1922 diesen Zyklus für die Frauenkantine im sechsten Stock des Gebäudes malte; 1933 wanderten die Bilder in den neu geschaffenen, gemeinsamen Speisesaal für Männer und Frauen im Erdgeschoss. Flügeltüren öffnen sich in einen Skulpturengarten. Der damalige Direktor der Fabrik glaubte an das Recht des Arbeiters auf Schönheit. Munch soll sehr zufrieden mit der neuen Anordnung gewesen sein.
Um unbekannte Seiten Edvard Munchs zu entdecken, kann man ins Museum gehen. Die Kunsthalle in Bremen zeigt gerade eine Ausstellung, in deren Zentrum ein bislang unbekanntes Bild des Malers steht. Wer aber etwas über Munchs Lebenswelt erfahren will, muss nach Oslo reisen. In seiner Heimatstadt kann man Bilder sehen, die man dem Künstler nicht zugetraut hätte - und viel lernen über die komplizierte Geschichte, die ihn und diese Stadt verbindet.
„Janteloven“ nennen die Skandinavier die Haltung, wichtigen Leuten und ihren Werken nicht viel Beachtung zu schenken. In Oslo scheint man dieses Jante-Gesetz seit fast einhundertfünfzig Jahren auf Edvard Munch angewandt zu haben. Doch 2014 soll im Bjørvika-Hafen am Oslofjord, wo schon das Opernhaus in Form einer Eisscholle für Glanz sorgt, das neue Munch-Museum entstehen. Oben kühn geknickt, soll sich das Hochhaus in den Himmel strecken. „Lambada“ ist der irritierende Name des Projekts. Sollte es tatsächlich gebaut werden - noch streiten die Politiker über das Wann und Wie -, wäre das eine Revolution. Denn bis jetzt führt Munch in Oslo eine geradezu versteckte Existenz.
Ein Blick auf den Stadtplan verrät: Es gibt ein Munchs gate, eine Munch-Straße, am Rand des Regierungsviertels. Das Namensschild hängt wenig feierlich zwischen einem Parkverbotshinweis und einer Überwachungskamera am Parkhaus. Es ist nur ein halber Trost, zu wissen, dass diese Gasse nichts mit Edvard Munch zu tun hat. Sie wurde nach seinem Onkel Peter Andreas benannt, einem Historiker, und das schon 1864. Damals war der Onkel kaum ein Jahr tot, Edvard kaum ein Jahr alt, und seine Eltern zogen mit ihm und seiner älteren Schwester aus Løten an der Küste nach Christiania, wie Oslo damals hieß. Eine Edvard-Munch-Straße gibt es bis heute nicht, auch kein Denkmal, nur der Onkel steht in Bronze vor der Universität. Das einzige Ehrenmal für Edvard Munch, der 1944 starb, ist sein Grab auf dem Vår Frelsers Gravlund. Seit den neunziger Jahren ziert es eine bronzene Büste, immerhin.
Edvards Vater war Regimentsarzt, er arbeitete in der Festung Akershus. Ganz in der Nähe bezog die Familie eine Wohnung, in der Nedre Slottgsgatte 9, eine schlichte, bürgerliche Straße, damals wie heute. Doch die Spuren Munchs sind hier längst verwischt. Das Haus, in dem er wohnte, wurde durch einen Neubau ersetzt. Im Erdgschoss bietet ein Florist Orchideen zu Sonderpreisen feil, aus dem Friseursalon daneben dringt der Geruch von Dauerwellenschaum. Also weiter durch die Straßen Oslos. Man kann die Häuser, in denen Familie Munch logierte, der Reihe nach aufsuchen: Hier also wohnten die Munchs, als die Mutter an Tuberkulose starb. Edvard war damals fünf Jahre alt. Hier, als Edvards ältere Schwester starb, ebenfalls an Tuberkulose. Hier, als eine weitere Schwester psychisch krank wurde. Die Orte lassen nichts von dieser düsteren Kindheit ahnen, Oslo ist eine aufgeräumte, helle Stadt. Hinweise auf die früheren Bewohner fehlen durchweg. Nur am roten Eckhaus am Stortings plass weist eine Bronzetafel darauf hin, dass oben unterm Dach der junge Edvard Munch im Atelier Christian Krohgs lernte. Dreht man sich um, sitzt er da: der dicke Krohg natürlich, in Bronze.
Die nächste Kuriosität erwartet einen in der Karl Johans gate, die so etwas wie Oslos Champs-Élysées ist. Man muss nur in die wenig einladende Einkaufspassage Paléet Royal hineingehen, erst geradeaus, dann links, um die Ecke herum und an der Rolltreppe vorbei. Neben dem Geldautomaten hängt in einer der Vitrinen ein kleines Bild, eine impressionistische Straßenansicht der Karl Johan - und ein echter, früher Munch, man glaubt es kaum. So brav sollte seine Kunst nicht bleiben.
Der junge Maler schloss sich der Christiania-Bohème an. Man redete sich die Köpfe heiß über radikale Selbstbestimmung bis zum Selbstmord, die Befreiung der Kunst und die Bedrohlichkeit des Weibes. Treffpunkt des Künstlerzirkels war das Café des Grand Hotels. Noch heute sieht es genauso aus, wie man sich ein historisches Hotelcafé vorstellt, mit Bronzelüstern, poliertem Holz, Nippes und Plüsch. Das Haus hält viel auf sich, denn Jahr für Jahr steigt hier der Friedensnobelpreisträger ab. Köche mit hohen Mützen stehen hinter der Theke, Kellnerinnen decken ein. Es ist noch keine Kaffeehauszeit, und eigentlich stört man gerade, wie einem diskret zu verstehen gegeben wird. Doch an der Stirnseite des Raums drückt sich ein schmalgesichtiger Edvard Munch in die Fensternische. Per Krohg, der Sohn von Munchs Lehrer, hat auf einem Gemälde die Bohème von Christiania verewigt. Es füllt die gesamte Wandfläche. Munch ist nur eine Nebenfigur im bunten Getümmel, ein Milchgesicht, ein Einzelgänger. Richtig eingetaucht in die Bohème-Gesellschaft ist er nie.
Stattdessen ging er ins Ausland. Stipendien brachten ihn nach Paris und Berlin. Einmal fort aus dem kleinen Christiania, wurde er rasch zum Wegbereiter des Expressionismus. Noch vor der Jahrhundertwende entstanden seine bekanntesten Bilder. Mit dem Zyklus „Lebensfries“, der von Tod, Eifersucht und Melancholie erzählt, feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Rechnungen bezahlen konnte er davon noch lange nicht. Mitunter drückte er Kellnern statt Geldscheinen ein Bild in die Hand, zum Beispiel im Wiener Café des Hotel Continental. Dort, schräg gegenüber dem Nationaltheater, traf sich seinerzeit Christianias Theaterszene. Noch heute prostet sich in der Nobelpreiswoche im Jugendstil-Interieur die internationale Hautevolee zu, wie die unvermeidlichen signierten Fotos und Karikaturen an den Wänden zeigen. Wirklich interessant ist aber nicht das historische Café, sondern der kleine Speiseraum für Übernachtungsgäste auf der anderen Seite des Ganges. Dort, zwischen Hotelschick aus Polstern und Palmwedeln, hängen die Bilder an den Wänden, mit denen Munch bezahlte. Es sind vor allem Drucke, das berühmte „Selbstporträt mit Knochenarm“, die „Melancholie“, der „Vampir“ und experimentelle Holzschnitte, die man sonst selten zu Gesicht bekommt. Darunter stechen Hotelgäste ungerührt Gabeln in Törtchen.
Aber auch die Museen interessierten sich früh für Munchs Werke. Die Nationalgalerie kaufte schon zu Lebzeiten des Künstlers die besten Werke seines frühen Schaffens. Heute sind sie im Munch-Saal versammelt, er allein ist die Reise nach Oslo wert. Natürlich hängen hier eine Version des „Schreis“ und der „Madonna“. Das eigentliche Wunder im Saal aber ist „Das kranke Kind“ von 1885/86. Als Munch es zum ersten Mal ausstellte, löste es einen Skandal aus. „Unfertiger Kram!“, rief das Publikum und lachte. Die Farbe klebt hier dick auf der Leinwand, dort ist sie zerkratzt, an anderen Stellen wiederum wasserdünn zerflossen. Wie eine Aureole rahmt das Kissen den Kopf des sterbenden Mädchens. Je länger man ihn anschaut, desto stärker ähnelt er einem Totenschädel. Vor dem „Kranken Kind“ begreift man, dass man Munchs Gemälde im Original anschauen muss, ausgiebig und in aller Ruhe. Und dazu hat man auf einem der roten Sofas im Munch-Saal alle Zeit. Keine Besuchermassen versperren den Blick auf den „Lebenstanz“, das „Selbstbildnis mit Zigarette“, die Porträts von Hans Jæager und Inger Munch.
Wäre Munch gestorben, nachdem er diese frühen Bilder gemalt hatte, er wäre immer noch einer der ganz Großen. Viel gefehlt hat nicht zu einem Ende vor der Zeit, sein Liebesleben war dramatisch und gefährlich. Einmal war beim Streit mit einer Lebensgefährtin ein Revolver im Spiel, es fiel ein Schuss, seitdem fehlte dem Künstler ein Fingerglied der linken Hand. Munch verfiel dem Suff, zeitweise war er dem Wahnsinn nahe. 1908 - er war damals Mitte vierzig - kurierte er sich in einer Kopenhagener Nervenklinik aus und beschloss, sein Leben und seine Kunst zu ändern. Munch wandte sich der Sonne zu. In Oslos Universitätsaula kommt sie einem wie ein Fanfarenstoß entgegen. Kaum über den Horizont des Fjords erhoben, füllt sie schon den ganzen Himmel mit ihren Strahlenbündeln. Grell leuchten sie in allen Primärfarben. Das Hauptgemälde der Aula-Dekoration wirft einen um.
Nach Jahren, in denen die Universität Wettbewerb um Wettbewerb ausgeschrieben hatte, erhielt Munch 1914 endlich den Auftrag, monumentale Wanddekorationen für die Aula des klassizistischen Gebäudes an der Karl Johans gate zu malen. Der Zuschlag war die Bestätigung, dass er endlich auch in seiner Heimat anerkannt war. Munch arbeite wie ein Besessener an den Entwürfen, schon 1916 konnten die fertigen Gemälde montiert werden. Eine Feier des Lebens und der Wissenschaft sollten sie sein. An der linken Wandseite eine Allegorie der Geschichte: Unter einer knorrigen Eiche sitzt ein alter Fischer, blind wie Homer, und erzählt einem Jungen aus seinem Leben. Aus der gegenüberliegenden Wand starrt einen eine rotbackige Alma Mater an, die ihre Kinder nährt. In diesem Monumentalformat wirken die narrativen Bilder, die noch die Flicken auf der Hose bunt ausbuchstabieren, befremdlich, zumindest, wenn man an Edvard Munch denkt.
Munch, so viel ist klar, war nach seiner Genesung ein anderer. Über Jahrzehnte hatte er seine Heimatstadt, die er häufig „die Stadt der Feinde“ nannte, gemieden und lieber Häuser in anderen norwegischen Orten gekauft. 1927 kehrte der schwierige Sohn endgültig heim. Im ländlichen Stadtteil Skøyen, ziemlich weit draußen im Westen, ließ er sich in der ehemaligen Gärtnerei Ekely nieder. Es war seine erste Osloer Adresse seit siebenundzwanzig Jahren. Hier, umgeben von Obstbäumen und mit Blick auf den Fjord, malte er an seinem Spätwerk.
Allzu viel geblieben ist nicht von Munchs Alterssitz. Neue Wohnhäuser klettern in der Nachbarschaft den Hang hinauf. Dort, wo einst das Schweizer Chalet des Künstlers stand, ist jetzt ein Parkplatz. Nur das Winteratelier steht noch. Das seitlich angebaute Außenatelier ist eine Rekonstruktion, gibt aber immerhin einen Eindruck, wie die dachlosen hölzernen Verschläge aussahen, in denen Munch so gerne bei vollem Tageslicht arbeitete und seine Bilder bewusst Wind und Wetter, Schnee und Vogeldreck aussetzte. „Ein echtes Bild muss ein Loch haben“, war seine Devise.
Das Atelier gehört heute einer Stiftung, die es an junge Künstler vermietet. Vom Inventar des ursprünglichen Besitzers ist nichts mehr dort. Als Munch mit achtzig Jahren an einer Lungenentzündung starb, hinterließ er seinen gesamten künstlerischen Nachlass der Stadt Oslo: mehr als hundert Gemälde, Hunderte Zeichnungen und abertausend Grafiken, dazu zahlreiche Druckplatten und eine Handvoll Skulpturen. Er hatte keine Nachkommen, hat nie geheiratet und fürchtete um seine Kunst, die den deutschen Besatzern als „entartet“ galt. Die Stadt wusste auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs lange nichts mit dem Erbe anzufangen, also blieb es, wo es war, bis 1963 endlich ein eigenes Munch-Museum eröffnet wurde.
Um dorthin zu kommen, muss man mit der U-Bahn, die in Oslo T-Bahn heißt, einmal quer durch die Stadt nach Tøyen fahren. Das Munch museet sieht ein bisschen aus wie der freundliche kleine Bruder der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Ganz bescheiden wird hier die größte Munch-Sammlung der Welt aufbewahrt, von der immer nur ein Bruchteil gezeigt werden kann. Es steckt viel skandinavisches Understatement in diesem Bau, aber auch die schwierige wirtschaftliche Situation der sechziger Jahre, bevor Norwegen Öl vor seinen Küsten fand und zum reichsten Land Europas wurde.
Wer jetzt ins Osloer Munch-Museum geht, um die bekannten Klassiker zu sehen, wird enttäuscht. Denn die lagern gerade im Depot. Bis zum 8. Januar zeigt das Museum die monumentalen Entwürfe für die Aula-Dekoration - und daneben Entwürfe der Konkurrenten um die Ausschreibung. Da sieht man die Drachenkämpfer-Phantasien von Emanuel Vigeland, Munchs schärfstem Gegenspieler, die völlig der Historienmalerei des neunzehnten Jahrhunderts verhaftet sind. Und muss zugeben: Was Munch malte, war Avantgarde.
Ob ihm der geplante Neubau des Munch-Museum gefallen würde? Das jetzige geriet spätestens in Verruf, als Diebe im Jahr 2004 am hellen Tag mit zwei Hauptwerken aus dem Haus spazierten. Die Gemälde sind längst wieder da. Die Diskussion darüber, wie man Edvard Munchs besser, sicherer und prominenter präsentieren kann, ist dagegen nicht verstummt. Nur eines steht fest: Seine Tage als Osloer Außenseiter gemäß dem Janteloven sind gezählt. Und wer weiß, vielleicht passt der spiegelnde Prunkbau besser in Munchs Landschaft, als man denkt. Immerhin wird er am Abend all die Violettöne reflektieren, in denen sich hier der Himmel und der Oslofjord verfärben, bevor es dunkel wird, genau wie im berühmten „Schrei“.
Ausstellungen: In Bremen zeigt die Kunsthalle bis zum 26. Februar 2012 die Ausstellung „Edvard Munch. Rätsel hinter der Leinwand“ (www.kunsthalle-bremen.de). Die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ ist bis zum 9. Januar 2012 im Pariser Centre Pompidou zu sehen, vom 9. Februar bis zum 13. Mai 2012 in der Frankfurter Schirn Kunsthalle und vom 28. Juni bis 14. Oktober 2012 in der Tate Modern in London.
Museen in Oslo: Das Munch-Museum in Oslo zeigt bis zum 8. Januar 2012 in der Ausstellung „Munchs Laboratory“ Munchs Entwürfe für die Aula-Dekoration. Informationen im Internet unter www.munch-museum.no. Bedeutende Werke des Künstlers zeigt die Osloer Nationalgalerie in ihrer Dauerausstellung. Internet: www.nasjonalmuseet.no.
Munch in Oslo: Die Universitätsaula in der Karl Johans gate 47 ist nur selten für Besucher geöffnet. Öffnungstermine können telefonisch erfragt werden unter 0047/22/859555. Besichtigungstermine für Munchs Atelier Ekely (Jarlsborgveien 14) können vereinbart werden bei der Geschäftsführerin der Stiftelsen Edvard Munchs Atelier, Kristine Fresvig, E-Mail: kristinefesvig@yahoo.com. Die Kantine der Schokoladenfabrik Freja (Johan Throne Holsts plass 1) kann nur im Rahmen einer Fabrikführung besucht werden. Anmeldung und Information unter 0047/ 22/044192. Alle Adressen zu Munch in Oslo listet auch der Führer „Munch in Oslo“ von Frank Høifødt auf (Verlag N. W. Damm & Son). Er ist in den Osloer Museumsshops auf Deutsch und Englisch erhältlich.
Munch-Führung: Eine deutschsprachige Stadtführung auf den Spuren Edvard Munchs bietet die städtische Tourismusagentur Visitoslo an. Anfragen sind zu richten an Hilde Stoklasa, E-Mail: hilde@osloguide.no, Internet: www.osloguide.no.