Home
http://www.faz.net/-gxi-sgjn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Terminal www.maut

Was haben Moldau, Andorra, der Vatikan und Deutschland gemeinsam? Richtig: In all diesen Ländern sind die freien Bürger vom Joch der Autobahngebühr befreit. Fast überall sonst in Europa wird die Hand aufgehalten.

© picture-alliance/ dpa/dpaweb Vergrößern Alle wollen unser Geld

Was haben Moldau, Weißrußland, Andorra, der Vatikan, San Marino und Deutschland gemeinsam? Richtig: In all diesen Ländern sind die freien Bürger vom Joch der Autobahngebühr befreit. Fast überall sonst in Europa wird die Hand aufgehalten, was die Einwohner Deutschlands freilich mehr bekümmert als die des Vatikans.

Jakob Strobel y Serra Folgen:  

Mit welchen Löchern in der Urlaubskasse die Autourlauber rechnen müssen, sagt ihnen das Internet. Manche Seiten wie www.das-kfz-portal.de/autobahngebuehren geben nur einen groben Überblick über mautpflichtige Straßen und Tunnels, Jahres- und Wochenvignetten. Manchmal ist er etwas zu grob. Über Spanien zum Beispiel heißt es, sämtliche Autobahnstrecken seien dort gebührenpflichtig. Das stimmt so nicht oder ist zumindest verwirrend. Denn in der Regel kosten nur die privat betriebenen Autobahnen Geld, während das hervorragend ausgebaute staatliche Schnellstraßennetz kostenlos benutzt werden kann. Solche Finessen sind der Website www.focus.msn.de/PF1D/PF1 DN/PF1DNA/pf1dna.htm?id=1558 nicht fremd, die vollkommen richtig in Spanien zwischen "Autopista" und "Autovia" unterscheidet. Auch sonst kennt sie alle Usancen beim Kassieren auf Europas Straßen, allerdings vermißt man hier einen Gebührenrechner. Eine ausführliche Darstellung der Mautgebühren in den europäischen Ländern samt einer Tabelle mit den Kosten für Alpenüberquerung findet man bei www.sellpage.de/autobg.htm; die weiterführenden Links sehen hier indes verlockender aus, als sie sind, denn oft führen sie ins Nichts.

Mehr zum Thema

Ein Schnäppchen für 86,80 Euro

Wer ganz genau wissen will, wieviel Geld ihn die Fahrt in die Ferien kostet, hat es im Internet schwerer. Das französische Fremdenverkehrsamt (www.frankreich-info.de/reisen/infos/autobahn.htm) ist zwar mit einem Gebührenrechner verlinkt, doch kann man hier nur vorgegebene Strecken kombinieren und sich etwa die Kosten einer Frankreich-Durchquerung von Mulhouse nach Narbonne nicht anzeigen lassen. Die kennt nur einer: der Routenplaner von Michelin (www.viamichelin.de), der neben Entfernung, Zeit und Benzinkosten auch die anfallenden Autobahngebühren für ganz Europa berechnet. Wir empfehlen die Route Lissabon-Moskau als Schnäppchen mit dem günstigsten Verhältnis von Distanz und Kosten: 4598 Kilometer, 86,80 Euro Gebühren. Gute Fahrt.

Quelle: F.A.Z., 22.06.2006, Nr. 142 / Seite R4

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wein neu entdeckt Die Rückkehr des Rheinweins

Lange hatte die Weinregion zwischen Bingen und Bonn nicht mehr viel zu bieten. Jetzt arbeitet sie wieder am Mythos. Der Klimawandel hilft. Neues Selbstbewusstsein auch. Mehr Von Daniel Deckers

28.10.2014, 16:37 Uhr | Stil
Mehr Unabhängigkeit von Russland

Europa will die hohe Abhängigkeit von russischen Energielieferungen reduzieren. Auf mittlere Sicht wäre das auch möglich, allerdings zu hohen Kosten. Alternativen sind teuer und in Deutschland politisch umstritten. Mehr

14.05.2014, 13:00 Uhr | Wirtschaft
Lukaschenka kritisiert Putin Anschluss der Krim nicht richtig

Der weißrussische Präsident Aleksandr Lukaschenka hat die Besetzung der Krim durch Russland kritisiert. Dass nach der Ukraine auch sein Land ins Visier von Wladimir Putin geraten könnte, fürchtet er nicht. Mehr Von Reinhard Veser, Moskau

17.10.2014, 14:57 Uhr | Politik
Brasiliens Präsidentin verteidigt Kosten

Die WM in Brasilien ist die teuerste in der Geschichte des Wettkampfes. Die FIFA wies Kritik zurück, wonach die Kosten vor allem von den Bürgern getragen werden. Mehr

11.06.2014, 11:31 Uhr | Sport
Entscheider über Asylverfahren Du darfst bleiben, du musst gehen!

Herr K. ist Entscheider. Von ihm hängt ab, ob Asylbewerber, die hier Schutz suchen, wieder abgeschoben werden. Das sorgt zwangsläufig für Trauer und Wut. In seinem Büro liegen daher immer Taschentücher bereit. Mehr Von Katrin Hummel

24.10.2014, 13:34 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.06.2006, 11:27 Uhr