http://www.faz.net/-gxh-sgjn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 22.06.2006, 11:27 Uhr

Terminal www.maut

Was haben Moldau, Andorra, der Vatikan und Deutschland gemeinsam? Richtig: In all diesen Ländern sind die freien Bürger vom Joch der Autobahngebühr befreit. Fast überall sonst in Europa wird die Hand aufgehalten.

von
© picture-alliance/ dpa/dpaweb Alle wollen unser Geld

Was haben Moldau, Weißrußland, Andorra, der Vatikan, San Marino und Deutschland gemeinsam? Richtig: In all diesen Ländern sind die freien Bürger vom Joch der Autobahngebühr befreit. Fast überall sonst in Europa wird die Hand aufgehalten, was die Einwohner Deutschlands freilich mehr bekümmert als die des Vatikans.

Jakob Strobel y Serra Folgen:

Mit welchen Löchern in der Urlaubskasse die Autourlauber rechnen müssen, sagt ihnen das Internet. Manche Seiten wie www.das-kfz-portal.de/autobahngebuehren geben nur einen groben Überblick über mautpflichtige Straßen und Tunnels, Jahres- und Wochenvignetten. Manchmal ist er etwas zu grob. Über Spanien zum Beispiel heißt es, sämtliche Autobahnstrecken seien dort gebührenpflichtig. Das stimmt so nicht oder ist zumindest verwirrend. Denn in der Regel kosten nur die privat betriebenen Autobahnen Geld, während das hervorragend ausgebaute staatliche Schnellstraßennetz kostenlos benutzt werden kann. Solche Finessen sind der Website www.focus.msn.de/PF1D/PF1 DN/PF1DNA/pf1dna.htm?id=1558 nicht fremd, die vollkommen richtig in Spanien zwischen "Autopista" und "Autovia" unterscheidet. Auch sonst kennt sie alle Usancen beim Kassieren auf Europas Straßen, allerdings vermißt man hier einen Gebührenrechner. Eine ausführliche Darstellung der Mautgebühren in den europäischen Ländern samt einer Tabelle mit den Kosten für Alpenüberquerung findet man bei www.sellpage.de/autobg.htm; die weiterführenden Links sehen hier indes verlockender aus, als sie sind, denn oft führen sie ins Nichts.

Mehr zum Thema

Ein Schnäppchen für 86,80 Euro

Wer ganz genau wissen will, wieviel Geld ihn die Fahrt in die Ferien kostet, hat es im Internet schwerer. Das französische Fremdenverkehrsamt (www.frankreich-info.de/reisen/infos/autobahn.htm) ist zwar mit einem Gebührenrechner verlinkt, doch kann man hier nur vorgegebene Strecken kombinieren und sich etwa die Kosten einer Frankreich-Durchquerung von Mulhouse nach Narbonne nicht anzeigen lassen. Die kennt nur einer: der Routenplaner von Michelin (www.viamichelin.de), der neben Entfernung, Zeit und Benzinkosten auch die anfallenden Autobahngebühren für ganz Europa berechnet. Wir empfehlen die Route Lissabon-Moskau als Schnäppchen mit dem günstigsten Verhältnis von Distanz und Kosten: 4598 Kilometer, 86,80 Euro Gebühren. Gute Fahrt.

Frankfurter Allgemeine Reise auf Facebook
Zur Homepage