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Carsharing Bei Anruf Ford

 ·  Sie nennen es One-Way-Carsharing und locken Autofahrer mit dem Versprechen, in Großstädten jederzeit mobil zu sein. Doch das spontane Mieten von Autos hat auch seine Tücken. Eine Testfahrt.

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Matthias Schneider

Car Sharing - echter Fortschritt in der Mobilität

Car Sharing als One-Way Option, d.h. man kann jederzeit die Miete beenden ist einer der größten Fortschritte in der Mobilität. Zudem ist dieser Service hocheffizient, da rund 40 Nutzer ein Auto nutzen und entsprechend wenig Parkfläche und totes Kapital gebunden wird. Für den einzelnen bedeutet Car Sharing der neuen Art ein Ersparnis von gut 50% gegenüber dem Besitz eines Autos. Einzige Voraussetzung ist, dass man im Geschäftsgebiet eines solchen Anbieters wie drive-now oder car2go wohnt. Genial wird dieser Service durch die Kopplung mit Smartphones auf denen man jederzeit sein nächstes Auto finden kann (meistens nicht weiter als 300 Meter entfernt).

Die Rechnung ist ganz einfach. Selbst bei 29 Cent pro Minute handelt es sich um variable Kosten, die übers Jahr gesehen immer günstiger sind als die fixen Kapitalkosten plus Versicherung, Sprit, Werkstatt für den Besitz eines Autos.

Der Fortschritt ist sogar größer als die Umstellung der benzingetriebenen Autos durch E-Autos.

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André Mengel
André Mengel (andre-m) - 12.11.2012 07:59 Uhr

Übungssache, nicht auf Apps verlassen. Mietzustand wird am Wagen angezeigt

Ich nutze selbst car2go und hatte selbst bisher nur einmal das Problem, dass der Bordcomputer abgestürtzt ist. Wie auch bei dem Fall der nicht schließenden Heckklappe sollte man sich bei Problemen immer sofort mit dem Service in Verbindung setzten, solange man noch am Fahrzeug ist
Der car2go-Service kann dann anscheinend direkt den Status des Fahrzeuges erkennen und man ist auf der sicheren Seite. Sollte wegen eines technischen Defekts das Beenden der Miete nicht möglich sein, kann man man vor Ort klären, ob die Miete beendet wurde und somit später keine Überraschungen auf in der Rechnung auftauchen.
Das Lesegerät am Fahrzeug und eine Blinkende LED zeigen den Mietzustand an, sich auf etwas anderes zu verlassen ist leichtsinnig. Zumal es auch Apps von Drittanbietern gibt, für deren Funktion car2go nicht verantwortlich sein kann.
Also zunächst das Benutzerhandbuch lesen, entsprechend handlen und erst dann über vermeintliche Nachteile einen Artikel schreiben...

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Jens Dono
Jens Dono (jensdono) - 12.11.2012 07:05 Uhr

Bitte mehr solche Artikel!

Dann findet man leichter ein freies Fahrzeug. ;-)

Meine Erfahrungen mit dem Angebot von Sixt&BMW in Berlin sind allerdings durchwegs positiv - bei der normalen Stadtfahrt im Berliner Zentrum deutlich günstiger als ein Taxi und durch die hochwertigen Fahrzeuge (z.B. Mini Cabrio im Sommer) zumeist ein Vergnügen. Der eigene PKW wird eigentlich nur noch für Langstrecken genutzt und steht recht viel in der Tiefgarage. Technische Probleme gab es bisher auch noch nicht.

Gerade nach schlechten Erfahrungen mit dem Carsharing der Bahn - ich mietete ein Fahrzeug mit defekten Bremsen, die einzige Lösung der Kundenhotline war es, das Fahrzeug auf meine Kosten & eigenem Risiko wieder an den Ausleihpunkt zurückzubringen - bin ich sehr positiv überrascht.

Mittlerweile bin ich Kunde bei beiden großen Anbietern, da sie sich z.B. in Bezug auf die Geschäftsgebiete unterscheiden. So erreiche ich meine bevorzugte Motorrad-Werkstatt nur mit Fahrzeugen von Car2Go.

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Horst Schmidt

Elektronik spinnt

Mal davon abgesehen, dass Carsharing durchaus Potenzial haben könnte, zeigt der Artikel sehr schön, wie sich Fahrzeughersteller im Gestrüpp der Elektronik verfangen haben. Denn unter dem Problemen abstürzender Bordcomputer oder fehlerhafter Schließkontakte dürfte heutzutage fast jeder Autofahrer leiden. Von der an Masochismus grenzenden Benutzerführung integrierter Radio- und Naviagation- und Bordcomputersysteme einmal abgesehen.
Aber vielleicht ist meine Generation auch einfach nur zu alt und zu unwillig, die beim Kunden reifenden Spielzeuge zu ertragen.

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Marco von Garrel

Das ist die Zukunft

Technische Fehler sind meiner Meinung nach in einer solch frühen und unausgereiften Phase noch verzeihlich. Aber der Grundgedanke des Carsharings ist auf jeden Fall zukunftsweisend: Praktisch, bezahlbar und vor allem umweltfreundlich, besonders wenn verbrauchsarme Modelle wie Smart oder Elektroautos eingesetzt werden.

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11.11.2012, 11:42 Uhr

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