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Sonntag, 19. Februar 2012
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La Palma Die Isla Bonita

19.03.2001 ·  Die grüneInsel La Palma lädt zum Wandern ein.

Von Monika Zeller
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"La Isla bonita" und "La Isla verde" sind die schmückenden Beinamen von La Palma. Ohne nennenswerte Strände ist die grüne Insel vor allem ein Wanderrevier.

Vulkane, Krater und Schluchten, aussichtsreiche Bergkämme und grüne Abhänge mit duftenden Kiefernwäldern bietet die Insel; Weinreben in dunkler Lavaasche, Terrassen mit Bananen, Avocados und Zitrusfrüchten, almenartiges Weideland und ein urzeitlicher Lorbeerwald. Strände gehören nicht zu La Palmas Stärken. Und das ist gut so, denn dadurch bleibt die Insel vom verschärften Massentourismus verschont.

Dampfende Vulkane

Die Besonderheiten liegen in der wilden und abwechslungsreichen Landschaft. Vulkane aller Altersklassen beherrschen die Szenerie - der jüngste hat gerade 30 Jährchen auf seinem runden Buckel und dampft noch ein wenig vor sich hin.

Der Riesenkrater der "Caldera de Taburiente" blickt dagegen schon auf etliche Jahrmillionen zurück. Zu beiden führen eindrucksstarke Wanderungen, die gute Kondition erfordern. Auf der rund 20 Kilometer langen "Ruta de los Vulcános" geht es erst 650 Höhenmeter bergauf, dann gut das doppelte hinab über eine unwirkliche, fast vegetationslose Mondlandschaft aus erloschenen Kratern. An der Südspitze endet die Kratertour beim Youngster, dem Teneguia, der 1971 die Insel ein wenig verlängerte. Großartige Ausblicke bis hinüber nach Teneriffa und La Gomera belohnen die Anstrengungen.

Bizarres im Kessel

Spektakulär sind die Ganztages-Touren in den Kessel der "Caldera de Taburiente". Dieser Riesenkrater mit einem Durchmesser von sieben Kilometern bestimmt die Form der tropfenförmigen Insel. Der Vulkankegelstumpf steigt auf über 2.400 Meter Höhe an und bildet Schwindel erregende Schluchten und bizarre Felsformationen. Im vegetationsreichen Inneren der Caldera waren die heiligen Plätze der Altkanaren, wie etwa der 200 Meter hohe Monolith Roque Idafe. Falls die Füße heiß laufen sollten - die häufigen Bachdurchquerungen sorgen immer wieder für erfrischende Abkühlung. Auch kleinere, weniger anstrengende Wanderungen am Rand der Caldera geben gute Einblicke in diese Ur-Landschaft.

Zeichen im Fels

Lohnende Wanderrouten finden sich an jeder Inselseite: Im Nordosten lockt zum Beispiel der kühle Lorbeerwald, von der Unesco als schützenswerte Biosphäre eingestuft. Bis zu 30 Meter hohe Baumveteranen stehen hier, meterhohe Farne und Schlingpflanzen. Im Nordwesten wachsen die eindrucksvolle Drachenbäume, führen verwunschene Wege zu den Wohnhöhlen der Ureinwohner, den Guanchen, und ihren geheimnisvollen Petroglyphen - prähistorischen Felszeichnungen. Den landwirtschaftlich genutzten Westen bestimmen endlose Bananenplantagen.

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