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Internet www.museen

24.11.2006 ·  Das Internet bietet eine ganze Reihe von Museumsverzeichnissen. Damit kann der Nutzer so manchen Regentag im Museum verbringen, ganz ohne schwere Füße, trockene Luft und kleinliche Museumwärter.

Von Jakob Strobel y Serra
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Es gibt unseres Wissens in der ganzen weiten Welt kein Steckrübenmuseum und auch kein Albtraummuseum. Es gibt aber ein Meerrettichmuseum und ein Schnarchmuseum, und zwar gar nicht so weit weg, nämlich in Baiersdorf beziehungsweise in Alfeld. Das lernen wir auf der Website www.historisches-centrum.de, die zum großen Online-Museums-Verzeichnis des International Council of Museums gehört. Kaum eine Sammlung auf dem Globusrund entgeht dieser rührigen Organisation, die neben Meerrettich und Schnarchen auch mit einem Salvador-Allende-Solidaritätsmuseum in Santiago oder einem Feuer- und Feuerwehrmann-Museum in Pontevedra aufwarten kann.

Hervorragend gemacht ist die Seite www.deutsche-museen.de, die jede auch nur einigermaßen bedeutende Sammlung in Deutschland kennt und kurz beschreibt. Dank interaktiver Karten ist die Navigation ein Kinderspiel. Gratis dazu gibt es viele Informationen über Veranstaltungen, aktuelle Ausstellungen, Museumspässe sowie Links zu Burgen, Schlössern, Nationaldenkmälern und Tropfsteinhöhlen. Etwas weniger opulent und apart gestaltet ist die Seite www.kunst-und-kultur.de, die gleichfalls die Museen kurz beschreibt und weiß, was gerade gezeigt wird. Nur die Adressen der Museen nennt die Website www.webmuseen.de.

Original „Scotland Yard Alarmpfeife“

Angeblich 40.000 Museen in aller Welt kennt die Seite www.museum.com. Viel mehr als die Adresse und manchmal einen Link zur Homepage hat sie aber nicht zu bieten. Außerdem hat ihre Weltkarte allerhand weiße Flecken, darunter so kunstsinnige Gegenden wie die Komoren oder Ost-Timor. Das Deutsche Scharchmuseum ist der Seite übrigens auch unbekannt. Eher asketisch präsentiert sich die Linkliste des Deutschen Historischen Museums in Berlin, die ungeheuer viele Häuser in der Hauptstadt und in Deutschland und auch ein paar in ferneren Weltgegenden kennt.

Wem das alles jetzt zuviel ist, der kann sich den Besuch der Museen sparen, ohne auf ein Souvenir verzichten zu müssen - und im virtuellen Museums-Shop www.museumsart.de den schicken Brieföffner "Pharao auf der Lotusblüte" oder eine original "Scotland Yard Alarmpfeife" erstehen. Noch einfacher ist es indes, auf dem Markt einen Meerrettich zu kaufen.

Quelle: F.A.Z., 23.11.2006, Nr. 273 / Seite R4
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Jahrgang 1966, Redakteur im „Reiseblatt“.

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