http://www.faz.net/-gxh-7wrrl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 28.11.2014, 11:11 Uhr

Indonesien Drachen sind noch immer die schlimmsten Kannibalen

Komodowarane sehen nicht nur furchteinflößend aus, sie sind auch zum Fürchten. Denn sie scheren sich nicht darum, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist. Eine Reise in die Urzeit Indonesiens zu den größten Echsen der Erde.

von
© mauritius images Ich bin hier der Chef: Wenn ein Komodowaran im Anmarsch ist, sollte man besser den Weg frei machen.

Sie kommen aus dem Nichts und kennen nur ein Ziel. Plötzlich sind sie da wie Geistererscheinungen im Gestrüpp: ein halbes Dutzend monströser Echsen mit schuppiger Haut und gespaltener Zunge, diesem Urbild biblischer Bösartigkeit, halb Krokodil, halb Schlange, ganz und gar Leviathan, Irrläufer der Evolution aus Dinosaurierzeiten, Fabelwesen in Drachengestalt aus fernen Mythenwelten, Überlebende einer vierzig Millionen Jahre alten Prähistorie mit schwankendem Gang wie ein betrunkener Brontosaurus. Auf acht Kilometer Entfernung wittern sie, was wir erst im letzten Augenblick bemerken - den Gestank eines verwesenden Wasserbüffels, den die Komodowarane vor ein paar Tagen ins Bein gebissen haben, um dann geduldig auf seinen Tod und ihren Lohn zu warten. Jetzt liegt das Tier mit aufgerissenen Augen auf der Seite als kläglicher Rest seines eigenen Kadavers, dessen Bauch nurmehr ein klaffendes Loch ist und an dessen Knochen kaum mehr ein Fetzen Fleisch hängt. Ein junger Waran kriecht in die Öffnung, verschwindet fast in ihr, nagt an den letzten Eingeweiden, missmutig beäugt von einer alten Riesenechse, der die karge Kost des Wasserbüffelgerippes die Laune zu verderben scheint. Dann hebt sie kaum merklich den Kopf, dreht ihn minimal in unsere Richtung, als taxiere sie uns, als prüfe sie unseren Nährwert und überlege, ob sich die Anstrengung einer Attacke in der Hitze lohne, wohlwissend, dass sie über das notwendige Waffenarsenal verfügt, um uns zu töten. Doch das Schicksal meint es heute noch einmal gut mit uns.

***

Jakob Strobel y Serra Folgen:

Der Grusel vor den Komodowaranen ist ein glänzendes Geschäft. An einem einzigen Ort leben die größten Echsen der Erde noch, strengstens geschützt auf den Inseln des Komodo-Nationalparks im Osten Indonesiens. Und Labuan Bajo, das Städtchen vor den Toren des Schutzgebiets, lebt von fast nichts anderem als den Waranen. Es ist eine verwegene Mischung aus Piratennest und Urlaubsort mit Freibeuterspelunken, Backpackerabsteigen, einem pompös überdimensionierten Flughafen und einem Hafen voller Touristenboote zwischen halb abgesoffenen Seelenverkäufern. Sie bringen jedes Jahr fünfzigtausend Besucher auf die Inseln, die allermeisten von ihnen Ausländer, weil schon ein Tagesausflug die Einheimischen einen Monatslohn kosten würde. Deswegen hat kaum ein Bewohner Labuan Bajos jemals einen Waran zu Gesicht bekommen. Und doch wissen sie alle, dass der Tourismus ein Segen ist - nicht nur für sie, sondern auch für die Echsen selbst. Denn dank der vielen Besucher sind die letzten fünftausend Komodowarane zu einer Weltattraktion geworden, deren Rettung und Bewahrung längst Menschheitskonsens ist.

© Jakob Strobel y Serra So laufen Komodowarane

Das Gros der Touristen begnügt sich mit einem Tagesausflug auf die Insel Rinca in Sichtweite von Labuan Bajo und wird dort von Rangern wie Lothar Matthäus in Empfang genommen. So jedenfalls nennt sich seinen deutschen Gästen gegenüber der Mann, der aussieht wie ein Greis, obwohl er noch keine sechzig und offensichtlich nicht mehr ganz auf dem Stand der Fußballdinge ist. Aber er hat ja auch Wichtigeres zu tun: Er muss uns vor den Drachenbestien beschützen, wofür er sich allerdings nicht mit einem Schwert von Sankt-Georgs-Kaliber, sondern mit einem hölzernen Gabelstöckchen bewaffnet hat, das unserer Meinung nach bestenfalls zum Blindschleichenverscheuchen taugt. Doch das ficht ihn nicht an. Seit vier Jahrzehnten arbeite er im Nationalpark und habe dabei sehr viel Glück gehabt, sagt Lothar Matthäus mit verschämtem Stolz. Denn sein Leben lang sei ihm nichts passiert, was aber ganz gewiss nicht bedeute, dass nichts passiere.

Warten auf den qualvollen Tod des Opfers

Und dann beginnt er zu erzählen - von seinen beiden Kollegen, die vor zwei Jahren gebissen, mit dem Rettungshubschrauber nach Bali ausgeflogen und mit knappster Not gerettet wurden; von jenem armen Jungen, der 2007 beim Fußballspielen zum Austreten ins Gebüsch ging und nie wieder zurückkam, weil er von einem Waran aufgefressen wurde; von dem berühmten Schweizer Forscher, den es in den siebziger Jahren erwischt hat, nichts weiter als eine blutige Brille fand man von ihm; oder von der Gruppe Taucher, deren Boot vor Rinca in Seenot geriet. Sie schwammen an den Strand, wurden dort von einer Horde zähnefletschender Warane angegriffen, konnten sie sich nur mit einem Dauerbeschuss aus Gesteinsbrocken vom Leib halten und wurden in letzter Sekunde von ihrem schrecklichen Schicksal erlöst.

© Jakob Strobel y Serra Der Komodowaran ist ein Aasfresser

Dir trauen wir jede Schandtat zu, und vielleicht warst du ja selbst an der Attacke auf die Taucher beteiligt, denken wir uns, als wir der ersten Riesenechse auf Rinca leibhaftig gegenüberstehen, die sich dösend oder auch lauernd in der Morgensonne aufwärmt. Denn sympathisch sieht dieses Tier wirklich nicht aus und schon gar nicht vertrauenserweckend, sondern hinterhältig und arglistig, wie es den Kopf so hochmütig in die Höhe reckt und mit seiner ganzen Körperhaltung signalisiert, wer hier der Chef im Ring ist. Wir ziehen unsere Krone der Schöpfung kleinlaut ganz tief ins Gesicht, weil der Waran zweifelsfrei recht hat: Seine Zähne sind so scharf, dass er uns mühelos das Herz aus dem Leib reißen könnte. Sein Gift ist so stark, dass wir früher oder später zwangsläufig zum wehrlosen Opfer werden würden. Und die Dutzenden von Bakterien im Maul dieses Aasfressers sind so mörderisch, dass nicht einmal der kräftigste Wasserbüffel, geschweige denn ein Menschlein den Drachenbiss ohne medizinische Soforthilfe überlebt. Wenn das keine Heimtücke ist: Die Echse schnappt zu, legt sich dann auf die faule Haut, wartet den qualvollen Tod ihres Opfers ab und spürt es dann mit seiner feinen Nase auf.

Vorsicht vor Speikobras und Schwarzen Vipern

Lothar Matthäus weiß, dass die Warane vor ein paar Tagen einen Wasserbüffel verletzt haben, und macht sich jetzt mit uns auf die Suche nach ihm. Wir wandern durch ein leeres, kahles, wüstes Land, aus dem allein haushohe Palmyrapalmen mit ihren kerzengeraden Stämmen wie die Gründungspfeiler einer noch zu gründenden Welt ragen. So still und einsam ist diese Insel, so jenseits aller Zeit und Zivilisation, so menschenleer, nein: menschenlos, dass wir unwillkürlich an Galápagos denken müssen, Rincas und Komodos urzeitliche Schwester am anderen Ende des Pazifiks. Genauso unberührt wie Darwins Archipel sind die Dracheninseln, auch sie evolutionäre Urmasse mit Tieren, die genauso zutraulich sind, weil sie ihre Instinkte in einer Zeit lange vor dem Erscheinen des Homo erectus entwickelt haben.

© Jakob Strobel y Serra Der Kampf der Komodowarane

Die Hirsche grasen seelenruhig weiter, als wir an ihnen in keinen zwei Metern Entfernung vorübergehen. Die Makaken in den Baumkronen turnen so dicht über unseren Köpfen, als wollten sie gleich auf sie springen. Und eine Natter macht sich mit solch aufreizender Langsamkeit aus dem Staub, dass uns angst und bange wird. Keine Sorge, sie sei ungefährlich, beruhigt uns Lothar Matthäus, was uns allerdings keinesfalls beruhigt. Denn wir können uns leicht ausmalen, dass all die Schwarzen Vipern und Grünen Baumschlangen, all die Speikobras und Bambusottern ein ebenso großes Selbstbewusstsein haben wie die harmlose Natter.

Tierische Bösewichte aus Science-Fiction-Filmen

Dann stehen wir vor dem Kadaver des Wasserbüffels, umzingelt von hungrigen Waranen, und begreifen erst jetzt, da wir sie in Massen sehen, die Ungeheuerlichkeit ihrer Größe. Drei Meter lang und hundert Kilo schwer werden diese Ungetüme, doch nicht die absoluten Zahlen machen sie so gespenstisch. Es ist ihre maßlose Überdimensioniertheit. Wie Eidechsen, die auf das Hundertfache ihrer ursprünglichen Größe gewachsen sind, wirken sie; wie die tierischen Bösewichte in Science-Fiction-Filmen, in denen Spinnen oder Skorpione durch Nuklearkatastrophen zu gigantischen Monstren aufgebläht werden; wie Wesen aus einer fernen Vergangenheit, als die Evolution noch mit prähistorischer Elle maß und Mammuts im Vergleich zu anderen Lebewesen Mäuse waren.

31995087 © AFP Vergrößern Idyllische Inselwelt mit mordlustigen Bewohnern: der Komodo-Nationalpark im Osten Indonesiens.

Vielleicht blieb den Menschen im Osten Indonesiens angesichts der grotesken Größe der Komodowarane gar nichts anderes übrig, als sie sich wenigstens in ihren Legenden sympathisch zu reden. Und so erzählen sie seit Urzeiten die Geschichte vom Prinz und der Prinzessin, die als Zwillinge auf die Welt kamen, er als Mensch, sie als Waran. Der Prinz blieb am Hof, die Prinzessin ging in den Wald, und als der Prinz eines Tages auf der Jagd einen Waran töten wollte, hielt ihn seine Mutter im letzten Augenblick zurück: Tu es nicht, denn es ist deine Schwester, sagte sie. Der Prinz gehorchte, und bis heute lassen die Menschen auf den Sunda-Inseln ein Stück vom Hirsch oder Wildschwein für den Waran im Wald zurück, wenn sie auf die Jagd gehen, aus Respekt, Verehrung und Geschwisterliebe.

Seeungeheuer am Ende der Welt

Lothar Matthäus allerdings scheint seinen schuppigen Stiefschwestern nicht über den Weg zu trauen. Ihm ist die Lage am Kadaver ganz und gar nicht geheuer. Keine Sekunde lang lässt er die Echsen aus dem Blick, pfeift uns sofort zurück, wenn wir ihnen in schauderndem Übermut zu nahe kommen, drängt schließlich zum Aufbruch, bevor es sich die Warane anders überlegen und sich einen Wasserbüffelnachschlag holen. Seine Nervosität macht uns Angst. Und so drehen wir uns auf dem Rückweg immer wieder um, die Taucher am Strand im Kopf, das Kribbeln unserer Furcht im Bauch, den Schrecken dieser Schreckenswesen in den Gliedern und die beklemmende Gewissheit, dass es auch ganz anders hätte kommen können, in der Brust.

Auf der Überfahrt nach Komodo, der Hauptinsel des Nationalparks, stehen wir am Bug unseres Bootes, eines rustikalen Holzdampfers mit drei Kabinen, Kombüse, Korsarenbesatzung, und müssen an die spanischen und portugiesischen Entdecker des fünfzehnten Jahrhunderts denken. Niemals würden sie lebend von ihren Abenteuern zurückkommen, prophezeite man ihnen, weil es am Rand der Ozeane vor Ungeheuern wimmele, allen voran vor den schrecklichsten aller menschenfressenden Drachentiere. Wie wäre es einem Kolumbus, einem Vasco da Gama, einem Magellan ergangen, wenn sie nach Komodo gekommen wären und die Warane erblickt hätten? Wahrscheinlich wären sie alle in Panik umgekehrt, hätten zu Hause erzählt, dass noch die fürchterlichsten Geschichten über die Bestien am Ende der Welt untertrieben seien, und so hätte die Geschichte einen anderen Lauf genommen.

Piratenstrand mit einem Fässchen Rum

Stattdessen sind wir jetzt hier und segeln an dieser kargen Küste entlang, vorbei an einer Handvoll Häuser, die ausnahmslos auf Stelzen stehen, weil sich ihre Bewohner so sehr vor den Waranen fürchten; vorbei an unberührten Stränden mit Sanduhrensand, die aber keine Paradiesvorstellungen wecken, sondern uns eher an Piraten denken lassen, die hier gut ihre Kumpane mit einem Fässchen Rum aussetzen könnten; vorbei an Bergen, auf denen nichts wächst als ein bisschen Gestrüpp und die so trostlos graubraunbleich sind, als seien all ihre Farben von tropischen Unwettern ins Meer gespült worden - was tatsächlich so ist. Denn dass die Natur perfide das Schönste unter Wasser versteckt, offenbart sich uns beim Schnorcheln zwischen kunterbunten Korallenbänken und Wimmelbildern voller exotischer Fische - ein Anblick so sprachlos schön, dass wir nach dem Auftauchen am liebsten unverzüglich sämtlichen Meeresschutzorganisationen beitreten wollen.

Es trifft sich übrigens ganz gut, dass wir der Schlange an der Kaimauer von Komodo nach und nicht vor unserem Schnorchelgang begegnen. Sie ist mehr ein schwarzweiß geringeltes Würmchen als eine veritable Wasserschlange, ein Baby, das die Orientierung verloren hat, die Stufen der Kaimauertreppe ziellos hinauf und hinunter kriecht und schließlich von einem Besatzungsmitglied vorsichtig mit einem Stock ins Wasser zurückgeschubst wird - nicht ohne den Hinweis, dass wir uns vor den Eltern des Schlängelchens besser in Acht nehmen, denn die seien ebenso bissig wie giftig.

Spaziergang zwischen Drei-Meter-Monstrositäten

Die Mole von Komodo ist so überdimensioniert wie die Warane selbst: ein fünfhundert Meter langes Ungetüm mit Flutlichtlaternen, gebaut für Kreuzfahrtschiffe mit ein paar hundert Passagieren an Bord, die sich in der Hochsaison um eine Handvoll Warane balgen. Manchmal sehen sie auch nichts weiter von ihnen als das verlassene Nest am Ende der Mole, eine Art Trichter auf einem kleinen Hügel. Bis zu zehn solcher Nester bauen die Warane und lassen neun davon leer, um die wilden Eber zu verwirren, die gerne Echseneier naschen. Monatelang bewachen sie ihren Nachwuchs, bis er nach neun Monaten schlüpft, so wie ein Mensch. Doch fürsorglich wie Menschenmütter sind die Warane keineswegs, ganz im Gegenteil: Sie begrüßen die neuen Erdenbewohner selten liebevoll, sondern fressen sie oft samt und sonders auf - weshalb sich Jungwarane in ihren ersten drei, vier Lebensjahren in die Baumkronen flüchten und von Geckos oder Vogeleiern ernähren, um sich nur im äußersten Notfall aus ihrem Versteck auf den Boden zu wagen. Und wir als biologische Laien denken uns, dass die Warane wahrscheinlich nur deswegen nicht die Weltherrschaft im Tierreich an sich gerissen haben, weil sie so konsequente Kannibalen sind.

Auch Kannibalen sind faul und begnügen sich gerne einmal mit Essensresten statt ihresgleichen. Und so hat sich rund um die Küchenhütte der Rangerstation von Komodo gleich ein ganzes Rudel Schuppenschnorrer versammelt. Im Dutzend lungern hier Drei-Meter-Monstrositäten herum, meist reglos, manchmal auch träge ein paar Schritte in die Sonne oder den Schatten trottend und immer den Kopf gierig hebend, wenn in der Hütte die Töpfe klappern. Die Ranger bewegen sich zwischen den Waranen so arglos und achtlos, so selbstverständlich und gelassen, als seien es ihre Hofhunde - und lassen bei uns die Zweifel wachsen, ob sich die Angst vor den Urzeitechsen nicht allein aus der Lust am eigenen Grusel speist, so wie man sich bei Haien auch vor der Möglichkeit der Gefahr viel mehr fürchtet als vor der wirklichen Bedrohung. Vielleicht sind die Warane nur die Metaphern für unsere Urangst vor der mörderischen, prähistorischen Kreatur, die in der Lage und manchmal auch willens ist, einen Menschen zu töten, und dabei - anders als Löwe oder Tiger - nicht den Bonus der Schönheit, Kraft und Eleganz besitzt. Vielleicht sollten wir als Probe aufs Exempel eines der Tierchen einmal über den Drachenkopf streicheln oder ihm das Apportieren beibringen.

Kopfnüsse und Bisse in kannibalischer Gier

Wir sind noch ganz in Gedanken versunken, als es plötzlich kracht. Zwei offensichtlich sehr missmutige Warane geraten aneinander, stellen sich auf die Hinterbeine wie Grizzly-Bären, werfen sich mit voller Wucht gegen die Brust des anderen und fauchen dabei wie Godzilla im Duett. Der Schwächere fällt als Erster um, der Stärkere stürzt sich auf ihn, drückt ihn in den Staub, reibt seine schuppige Haut knirschend am Rücken seines Widersachers, verpasst ihm ein paar Kopfnüsse und versucht in kannibalischer Gier, seinem Gegenspieler in den Hals zu beißen. Der Unterlegene erkennt den Ernst der Lage, befreit sich in höchster Not und rast mit einem Tempo davon, das wir diesen trägen Echsen niemals zugetraut hätten und bei dem wir niemals eine Fluchtchance besäßen. Dann legt sich der Staub, und es herrscht wieder trügerischer Frieden in der Drachenwelt.

Wir haben unsere Lektion gelernt, kehren zügigen Schrittes auf unser Boot zurück, brauchen erst mal ein Beruhigungsbier, atmen beim Ablegen tief durch und sind froh, dass diese indonesischen Leviathane im Gegensatz zu ihren biblischen Geschwistern weder fliegen noch besonders gut schwimmen können.

Die größten Echsen der Erde

Anreise: Thai Airways fliegt täglich von Frankfurt und München über Bangkok nach Denpasar auf Bali. Von dort geht es mit Garuda weiter nach Labuan Bajo. Die Flüge kosten ab 1000 Euro. Weitere Informationen unter www.thaiair.de und www.garuda-indonesia.com. Ein Touristenvisum wird bei der Einreise gegen eine Gebühr von 35 Dollar ausgestellt.

Arrangements: Der Münchner Reiseveranstalter Lotus (Telefon: 089/20208990, www.lotus-travel.com) bietet verschiedene Bausteine für den Besuch der Komodowarane an. Man kann mit einem Boot von Insel zu Insel fahren, dabei auch schnorcheln und nachts in geschützten Buchten des Nationalparks ankern (vier Tage, ab 470 Euro pro Person in der Doppelkabine mit Vollpension). Oder man verbindet den Besuch bei den Waranen mit einer Tour durch Flores (acht Tage, ab 1070 Euro pro Person im Doppelzimmer).

Informationen: Visit Indonesia Tourism, Hanauer Landstraße 184, 60314 Frankfurt, Telefon: 069/175371052, www.tourismus-indonesien.de. Die Reise wurde von Lotus Travel und Thai Airways unterstützt.

Frankfurter Allgemeine Reise auf Facebook
Zur Homepage