Home
http://www.faz.net/-gxj-uth9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wissenswertes im Web www.osterinsel

08.04.2007 ·  Jakob Roggeveen entdeckte die einsame Osterinsel am Osterfest des Jahres 1722 und taufte sie entsprechend. Was er dort fand, was die Insel sonst noch so faszinierend macht und noch ein wenig mehr, zeigt sich im World Wide Web.

Von Jakob Strobel y Serra
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Im Grunde hat die Osterinsel noch Glück gehabt. Ihr niederländischer Entdecker Jakob Roggeveen hätte ja auch am Totensonntag oder am Aschermittwoch oder an Fronleichnam auf dem einsamen Eiland im Südpazifik landen können. Doch er fand es am Osterfest des Jahres 1722 und hatte so gleich den passenden Namen zur Hand.

Was er dort fand und was bis heute die Phantasie jedes Besuchers auf Hochtouren bringt, erfährt man auf der handgestrickten, aber überaus hilfreichen Website www.osterinsel-freunde.de, dem „Portal der Osterinsel-Freunde“. Sie ist ein virtueller Reiseführer mit viel Geschichte und noch mehr Fotos, jeder Menge praktischer Ratschläge (“Diplomatische Vertretungen: nicht vorhanden“) und einer langen Literaturliste.

Fan-Website eines „ästhetischen Feldforschers“

Einen guten, etwas nüchternen Überblick findet man auch bei www.osterinsel-info.de. Die Fan-Website eines „ästhetischen Feldforschers“ (www.osterinsel.de) hingegen ist graphisch mit viel Liebe zum Detail gestaltet und weiß ganz genau über Geschichte und Geologie, Rituale und Sprache, Legenden und Literatur Bescheid.

Außerdem findet man hier einen ausführlichen Bericht australischer Forscher und „Klänge von der Osterinsel“. Kaum Nutzwert haben die Seiten www.alpha64.de und www.mysticnet.de, während es bei www.joerghertel.de vor allem Fotografien von den weitverbreiteten, kolossalen Osterinsel-Steinköpfen gibt.

Fabelhafter Webkatalog mit Links zu Geheimnissen

Alles über diese eigenartigen Statuen und über die Felszeichnungen auf Rapa Nui - so heißt die Insel bei den Einheimischen - hat die Bradshaw Foundation zusammengetragen (www.bradshawfoundation.com). Ein fabelhafter Webkatalog mit Links zur Geschichte und den Geheimnissen der Osterinseln, aber auch zu touristischen Anbietern, ist www.netaxs.com.

Hilfreiche Links gibt es gleichfalls bei www.rapanui.co.cl und www.visitrapanui.cl, der Website der örtlichen Touristeninformation, die neben vielem anderen einen Sprachführer im Angebot hat. Und siehe da, Osterinselisch ist gar nicht schwer. Wer zum Beispiel zehn Ostereier im Körbchen hat, kann so zählen: „Ka tahi, Ka rua, Ka toru, Ka ha, Ka rima, Ka ono, Ka hitu, Ka vaíu, Ka iva, Ka ho'e ahuru.“

Quelle: F.A.Z., 05.04.2007, Nr. 81 / Seite R4
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1966, Redakteur im „Reiseblatt“.

Jüngste Beiträge