08.10.2008 · Wenn ein obszönes Röhren durch den Canyon dröhnt, man die Wiesen riechen kann und auch den frischgepressten Teer, dann reist man richtig. Einmal im Leben, so will es das unerbittliche Gesetz des Lebens, muss man auf einer Harley-Davidson durch Colorado fahren.
Von Oliver Maria SchmittEinmal im Leben, so will es das unerbittliche Gesetz des Lebens, einmal im Leben muss ein echter Mann in eine enge Stahlröhre steigen, den alten Kontinent hinter sich lassen und dort landen, wo die Freiheit nach Asphalt und Benzin schmeckt, wo sie grenzenlos ist und praktisch erfahrbar. Einmal im Leben muss ein echter Mann eine Harley-Davidson satteln, den Motor anwerfen und einfach losfahren. Allein loszufahren wäre aber viel zu riskant - die Vereinigten Staaten von Amerika sind riesengroß, wie schnell hat man sich da verfahren - deshalb tat ich mich mit anderen echten Männern zu einer Fahrgemeinschaft zusammen. Wir konzentrierten uns auf den rechteckigen Reißbrettstaat Colorado, denn der, sagten die Männer, sei der schönste von allen.
Wir waren ein Haufen wilder Kerle, eine verschworene Gemeinde, verbunden durch ein gemeinsames Schicksal: Wir alle waren Brillenträger, wir kamen aus Deutschland, und wir waren verheiratet. Wir, das waren der Cowboy aus München, der Chef unserer Gang, der niemals mit Helm, immer nur mit Lederschlapphut fuhr; das war der schwäbische Techniker, der alle Motorräder dieser Welt mit verbundenen Augen zerlegen und wieder zusammensetzen kann; das war der Lebemann aus Hamburg, der genau wusste, wie man cool durchs Dasein kommt; und das war ich, der fette Junge aus Frankfurt.
Sein Name war „Fat Boy“
So war mein Name, denn meine Harley hieß "Fat Boy". Der Cowboy und der Techniker fuhren prächtige "Electra Glides", tonnenschwere Kreuzer auf zwei Rädern, mit Windshield und Stereoanlage, der Lebemann ritt eine "Road King", was auch sonst, und ich den "Fat Boy", ein Kraftrad, das den Namen verdient: Gabelholme wie Laternenpfosten, massive Scheibenräder, kürbisgroßer Scheinwerfer und ein Hinterrad in Lkw-Dimension. Getrieben von sechzehnhundert Kubik, von zwei polternden Maßkrügen, die wild um die Wette krachten, wenn man den Gasgriff aufzog. Ein rollender Koloss. Die Füße stehen auf Trittbrettern, den Lenker führt man wie einen Pflug. Kein Wunder, dass Schwarzenegger in "Terminator II" einen fetten Jungen fuhr.
Wir starteten in Denver, der Hauptstadt Colorados, die man Mile High City nennt, weil sie eine Meile hoch liegt, auf 1608 Metern. Der tiefste Punkt unserer Reise. Zuvor stärkten wir uns mit zitronengegerbtem Büffelfleisch, geräucherten Jakobsmuscheln und Guacamole, die so frisch war, dass sie noch zuckte. Am Tisch saßen Einheimische, sie warnten uns: "Never go east of Denver!" Rechts der Hauptstadt gebe es nur Farmer und Flachland, die Sensationen lauerten ausschließlich links, im Westen, droben in den Rocky Mountains, wo der Himmel die Berge küsst. Und wo immer wir auch haltmachten, sagten sie, keinesfalls sollten wir uns in politische Diskussionen verwickeln lassen. Obama oder McCain oder diese wildgewordene Alaska-Mutti, egal - eines dürften wir nie vergessen: "These people carry weapons!"
Formlose Zeremonien
Dann wurde es ernst. Wir bekamen die Maschinen ausgehändigt. Nach einer sekundenlangen Einführung in die Technik und in die wichtigsten Grußregeln (Harley-Fahrer grüßen sich durch Heben der linken Hand, sie grüßen niemals japanische oder einspurige Fahrzeuge unter fünfhundert Kubik, denn das sind keine Bikes, sondern Fahrräder mit Hilfsmotor) wurde uns in einer betont formlosen Zeremonie das Deutsch-Coloradische Freundschaftsabzeichen verliehen. Der Techniker fragte noch nach Wischläppchen, um die chromblitzenden Maschinen im Notfall von Staubanhaftungen befreien zu können. Denn noch mehr als alles andere kommt es beim Harleyfahren auf das korrekte Aussehen an.
Das führte auch schon zur ersten wirklich kritischen Situation der Reise, zur Bewährungsprobe für unsere Gang. Der Lebemann war nämlich, wie sich herausstellte, nicht beschriftet. Harley-Fahren ist aber nicht irgendeine leichte Nebentätigkeit, sondern eine Lebenseinstellung. Das muss man mitteilen, und daher sind alle Harley-Fahrer dieser Welt über und über mit dem Namen ihres Bikeherstellers beschriftet: auf Jacke, Hose, Hemd und T-Shirt, und, wo nötig, auch als Tattoo. Wir mussten handeln. Nach stundenlanger Suche konnte schließlich bei einem Original-Dealer eine Original-Jacke für neunhundert Dollar erstanden werden.
Das Meer kann nicht mithalten
Knatternd fuhren wir los in den wilden Westen. Von Denver führt die Interstate 70 hinauf in die Berge, sie wurde in den fünfziger Jahren erbaut, um das Land harleygerecht zu erschließen. Der erste Farbakkord aus stahlblauem Himmel, granitgrauen Felsen und grünem Nadelgehölz wird angeschlagen, Schilder warnen vor Steinschlag und perlt frische Luft wie aus der Champagnerflasche gegossen.
Der gewaltige Eisenhower-Tunnel auf 3400 Metern liegt höher als jeder Pass in den Alpen. Nach der Durchquerung der Röhre und damit der kontinentalen Wasserscheide kamen die ersten mächtigen Berge in den Blick. Sie waren tatsächlich blau. Mehr als fünfzig Viertausender hält Colorado bereit, die Auswahl ist also riesig. Je länger man den höchstgelegenen Bundesstaat erfährt, desto mehr wirken die Rockys und ihre Ausläufer wie ein einziger großer Modellkatalog für die Erschaffung der Erde. Täler und Berge, Hoch- und Tiefebenen, Wüsten und Weiden, alles in bestechender, oft nicht enden wollender Schönheit. Nur ein Meer gibt es nicht. Aber bei über zweitausend Seen vermisst man die See nicht wirklich, außerdem ist der gigantische Blue Mesa Lake, den wir am vierten Tag passierten, von einer derart tiefgründigen Bläue, dass ein Meer da sowieso nicht mithalten kann.
Ewiger Ausritt in trockener Luft
Immer wenn man meinte, nun aber schon wirklich alle Möglichkeiten der Landschaftsgestaltung gesehen zu haben, kam der nächste Pass, die nächste Biegung, und wieder brüllte ich unwillkürlich "Wow!" unterm Helm. Colorado - das farbenfrohe Land. Rot die Felsen, grün die Bukolik, blau die Berge mit ihren schneeweißen Kappen, grau die phantastischen Straßen, auf denen der gelbe Mittelstreifen das farbliche I-Tüpfelchen ist. Ewiger Ausritt in trockener Luft. Keine Kunst bei dreihundert Sonnentagen im Jahr.
Irgendwann muss der Staub der Straße weggespült werden, am besten mit Fat-Tire-Bier. Vor der Auffahrt hoch nach Aspen bogen wir ab ins kleine Tal des Roaring Fork River und machten Durststopp an der Woody Creek Tavern. Eine legendäre Tränke inmitten einer Althippiesiedlung. Um besonders cool zu wirken, bestellte der Lebemann geschüttelte Milch. "Milkshake?", fragte die Barlady. "Erdbeere, Schoko oder Vanille gefällig? Mit oder ohne Sahne? Mit Eis oder mit Sirup? Willst du mich verarschen? Darauf hab ich keinen Bock. Ihr trinkt alle Bier, basta."
Der wahnsinnigste Amerika-Roman
An der Bar stand ein bärtiger Riese und trank Wild Turkey. Hank sei sein Name, er lebe ein paar tausend Meilen weiter östlich, in Boston, und sei gerade bei seinen Eltern in Denver. "Jedesmal, wenn ich zu Besuch bin, nehme ich mir den einen Tag, um zur Woody Creek Tavern hochzufahren. Eine Tortillasuppe, ein Wild Turkey auf Hunters Wohl, das ist meine Pilgerreise." Hunter kann leider nicht mehr kommen. Hunter S. Thompson erfand in den Siebzigern die Gonzo-Literatur und schrieb mit "Angst und Schrecken in Las Vegas" den wahnsinnigsten aller Amerika-Romane. Die Woody Creek Tavern war seine Stammkneipe, bis er sich am 20. Februar 2005 auf seiner nahe gelegenen Owl Ranch eine Gewehrkugel in den Kopf jagte. Auf Hunters Wohl jagten wir uns noch ein Breitreifenbier in den Kopf.
Wir ritten easy weiter, durch staubige Prärien, die Berge im Rückspiegel. Cruisten bei Grand Junction durch eine Westernkulisse bizarrer roter Sandsteinskulpturen, blickten bei Montrose senkrecht hinunter in die tausend Meter tiefen Schluchten des Black Canyon und verpassten im touristischen Rummelplatz Canon City leider die Supershow mit "Daily shootings and hangings". Schade. Dafür knatterten wir dort über die Holzbalken der Royal Gorge Bridge, der höchsten Brücke der Welt. Schaute man durch die Ritzen zwischen den klappernden Holzlatten auf dieser kriminell filigranen Hängebrücke, sah man dreihundertfünfzig Meter tiefer den reißenden Arkansas River als lautloses Rinnsal durch den Canyon fließen, eskortiert von mächtigen Lokomotiven, die wie Spielzeugeisenbahnen wirkten.
Kaufe dir noch ein Bier
Colorado hat auch eine reichhaltige Tierwelt zu bieten, die dem Biker, der ja nicht direkt ins Unterholz vordringen kann, dezent am Straßenrand serviert wird. Wir sahen eine tonnenschwere Hirschkuh im Straßengraben verbluten, interessant gemaserte, plattgefahrene Schlangen, wir sahen Schakale als Keks am Fahrbahnrand, Waschbären, Murmel- und Stinktiere in verschiedenen Phasen der Verwesung und waren jedesmal heilfroh, dass sie nicht uns vor die Räder geraten waren.
Die Menschenwelt ist nicht so reichhaltig. Auf einer Staatsfläche größer als die Großbritanniens fallen die knapp fünf Millionen Einwohner kaum auf. Dem Biker begegnen sie durchweg freundlich. "Nice bikes" riefen alte Männer, wenn wir vom Hobel stiegen - in Deutschland hätten sie sofort die Polizei wegen Ruhestörung verständigt. Und als ich abends mit einer Flasche Fat Tire vor unserem heruntergekommenen Hotel in Canon City stand, in dem schon John Wayne, Charles Bronson und John Belushi geschlafen hatten, kam ein Mann vorbei, deutete auf meine Pulle und sagte: "Gutes Bier." Ich hielt die Luft an. Wollte er mich in eine politische Diskussion verwickeln? Ich sagte, dass das Bier leider leer sei. Er antwortete: "Du solltest dir noch eines kaufen."
Schallgedämpfte Brülltüten
Ständig hatten wir das Gefühl, durch einen Ferienprospekt des Bundesstaates Colorado zu fahren. Lag das am Land? Oder an meinem Gefährt? Die Harley-Davidson ist das einzige Motorrad, das Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot jemals besungen haben. Dabei klingt schon die Harley wie Musik, wenn der V2-Motor sein charakteristisches potato-potato knattert. Seit hundertfünf Jahren produziert man in Milwaukee klingenden, reitbaren Stahl. Der "Evolution"-Motor ist seit 2007 nur noch als Benzineinspritzer mit übertechnisiertem Sechsganggetriebe erhältlich, vermittelt dennoch den Urzustand aller motorisierten Bewegung: das auf- und abtaktige Schlagen doppelzylindrischer Kraft. Kartoffel, Kartoffel und siebzig PS, mehr braucht kein Mensch. Wenn man den ersten Gang reintritt, klingt das, wie wenn eine Werkzeugkiste umfällt, und jeder Wechsel in den nächsten Gang wie eine zufallende Gefängnistür.
Man kann uns hören, wenn wir kommen. Und das ist auch gut so, sagt Pete aus Denver, der uns für ein paar Meilen begleitet. Ich erzähle ihm vom TÜV, von Dezibel-Verordnungen und schallgedämpften Brülltüten bei uns in Germany. Pete ist entsetzt. "Aber man muss dich doch hören können", sagt er. "Sehen tun einen die Autofahrer sowieso nicht."
Mit vierzig durch die Pampa
Tempo ist Zeit mal Geschwindigkeit. Da man alle Zeit der Welt hat, muss die Geschwindigkeit nicht hoch sein. Es dauert eine Weile, bis man das richtige Fahrtempo gefunden hat. Irgendwas zwischen dreißig und fünfzig Meilen pro Stunde. Dennis Hopper und Peter Fonda knattern in "Easy Rider" auch höchstens mit vierzig durch die Pampa. Nur langsam kann man richtig cruisen, das knuffige Tuckern des fetten Jungen hören. Wenn man in einer Aufwärtskurve am Gas dreht und ein obszönes Röhren durch den Canyon dröhnt, wenn man die Wiesen riechen kann und den frischgepressten Teer, dann reist man richtig.
Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet im größten Straßenland der Welt am langsamsten gefahren wird. Seit der Energiekrise Anfang der Siebziger waren landesweit nur 55 Meilen pro Stunde erlaubt, das sind knapp 90 Stundenkilometer, heute darf man nur an manchen Stellen ein bisschen schneller sein. Die weißen Siedler in ihren Planwagen kamen ja auch nur langsam voran. Dennoch leisteten sie ganze Arbeit. Sie befreiten das Land von Büffeln und Indianern, um ungestört und ungestraft in der Erde wühlen zu können: nach Gold und Silber und was das neue Eldorado hinter Kansas sonst noch so hergab.
Der intellektuellste Mann der Welt
Als 1858 im South Platte River Gold gefunden und dort eine Holzbarackensiedlung gegründet wurde, die heute Denver heißt, füllte sich das leere Land auf einen Schlag mit Desperados und Glücksrittern. Ihre Nachfahren regieren heute die Welt. Städtenamen wie Golden City, Aurora, Silverton oder Telluride, wo Butch Cassidy seine erste Bank überfallen hat, künden von Schätzen und Suchern. Im ehemaligen Minendorf Cripple Creek, vor hundert Jahren noch die größte Goldgräberstadt der Welt, wurden die Goldminen durch ein Heer einarmiger Banditen ersetzt. Sie locken mit Gold in Form von "Ass kickin' jackpots". Beim Schürfen, Saufen und Schießen wollte man keine Zeugen, schon gar keine, denen das Land auch noch gehörte. Die Ute-Indianer wurden in staubige Reservate gepfercht, da half es dem legendären Häuptling Ouray wenig, dass er im Gegensatz zum amerikanischen Präsidenten, mit dem er verhandelte, vier Sprachen beherrschte. Der sagte auf Englisch "Chief Ouray ist der intellektuellste Mann, der mir jemals begegnet ist" - und knöpfte dem Intellektuellen auch noch die letzten lukrativen Landstriche ab.
Wer hungrig ist, muss viel fahren. In fünf Tagen fraßen wir fast zweitausend Kilometer in uns hinein, wir waren echte freie Männer, nur verfolgt vom "heavy metal thunder", den wir selbst produzierten. Und obwohl wir abends den Hintern kaum noch spürten, freuten wir uns aufs Losfahren am nächsten Morgen. Stundenlang schwitzten wir in unseren zentnerschweren Lederklamotten vor unpassierbaren Wanderbaustellen, wir aßen Staub und Wüstensand, dass die Zähne knirschten, zum Nachtisch gab es Fliegen, Mücken und Käfer. Doch wir Harley-Fahrer fürchten nichts, so stand es auch auf dem beschrifteten HD-Halstuch, das uns vor Moskitos schützen sollte: "Hundertfünf Jahre im Sattel, und wir haben Kriege, Auseinandersetzungen, Depressionen, Rezessionen, Widerstandskämpfe und Revolutionen erlebt. Doch Chrom und Asphalt halten dir die Welt da draußen vom Halse. Freiheit und Fahrtwind überdauern auch härteste Zeiten."
Der Wind nimmt sich alles
Egal wie hart die Zeiten waren, unsere Gang hielt zusammen wie Teer und Schwefel. Konnte einer beim Einparken seine tonnenschwere Maschine nicht rangieren, packten die anderen mit an. Fuhr einer los, ohne vorher den Ständer einzuklappen, fingen die anderen sofort an, wild zu hupen. Und wenn einer unterwegs seine neuerstandene Harley-Davidson-Jacke verlor, weil der Wind sie aus dem unverschlossenen Seitenkoffer geblasen hatte, dann fuhr der fette Junge auf dem Highway-Standstreifen zurück, um sie von der Fahrbahn zu ziehen.
Doch es gab noch schlimmere Pannen: Der Cowboy war eines Abends völlig niedergeschlagen, weil er aus Versehen einen Rollerfahrer gegrüßt hatte. Wir trösteten ihn, das könne jedem passieren. Auch ich war einmal, bei der Abfahrt vom Pike's Peak, so gut gelaunt, dass ich versehentlich anfing, Autofahrer zu grüßen. Obwohl man so was natürlich nicht macht. Autofahrer sind Weicheier und Verräter an der Sache. Nur wir Harley-Fahrer sind die legitimen Nachkommen der Cowboys, die dieses Land erschlossen und zugeritten hatten.
Irgendwann wurden die Klamotten knapp. Also fuhren wir eine riesige Shopping Mall an, um uns mit dem Nötigsten zu versorgen. Meine Jungs kauften aufregend geschnittene Hosen, todschicke Leibchen und feinste Unterwäsche in verwegenen Farben. Freilich nicht für die Ehefrauen zu Hause, deren Größen kannte man nicht, sondern für sich selbst, wie sich das für echte Männer gehört. Da war mir klar, dass ich allein weiterfahren muss.
Die Antwort steht fest
Dass ein Mann manchmal tun muss, was ein Mann tun muss, wusste schon John Wayne. Der Techniker und der Cowboy brachen auf, den todgefähr lichen „Million Dollar Highway“ freihändig und mit verbundenen Augen zu fahren und dabei Fotos zu machen, der Lebemann war auf der Suche nach einer weiteren beschrifteten Jacke, und ich ritt, die untergehende Sonne im Rücken, auf irgendeines dieser bezaubernden Hoch täler zu. Der fette Junge tuckerte treu und brav hinauf nach Ouray, einem kleinen Westernstädtchen, das den Namen des großen Häuptlings tragen darf, rechts, unter steil aufragenden blauen Bergen mit weißen Zipfelmützen, eine saftig grüne Weide, auf der die Tourismusbehörde von Colorado pechschwarze Kühe drapiert hatte. Und vor mir majestätische Steilwände. Der Kopfhörer brachte meine Lieblingsmusik. Auf den breiten Trittbrettern konnte ich den Rhythmus gut mitstampfen. Warum mein MP3-Player jetzt ausgerechnet „Should I Stay Or Should I Go“ von „The Clash“ in die Kopfhörer geshuffelt hatte, wusste ich auch nicht. Die Antwort war aber klar.
Anreise: Lufthansa bietet täglich Direktflüge nach Denver; ab 570 Euro.
Harley-Touren: Amerikas größter Harley-Verleiher „Eaglerider“ hat alle Modelle in vielen Städten der Vereinigten Staaten im Angebot, sechs Tage kosten ab 500 Euro. Information: www.eaglerider.com. Touren können in den verschiedensten Variationen (Selbstfahrertour mit gebuchten Hotels oder mit deutschsprachiger Reiseleitung und Begleitfahrzeug) ebenfalls bei Eaglerider gebucht werden oder über Reisestudio Nürnberg, Tel. 0911/363600, www.reisestudio.com
Information über Colorado im Internet unter www.colorado.com.
Cliche
Horst Schmier (holly7)
- 09.10.2008, 00:16 Uhr
DANKE
Udo claes-hellmich (petergabriel)
- 09.10.2008, 12:56 Uhr
Colorado-Kick
Hans-Helge Hansen (Nordmensch)
- 09.10.2008, 17:57 Uhr
Eingebildetes Abenteuer
Robert Klemme (rklemme)
- 09.10.2008, 18:46 Uhr
Pirsig ...
Horst Schmier (holly7)
- 12.10.2008, 18:58 Uhr