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Tibet Das scheue Lächeln der sieben Enkel

 ·  Eine Welt der Gestanksvielfalt, voller Yak und Glück und einer täglich neuen Himalaya-Landschaft: Eine Trekkingtour durch Osttibet.

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Osttibet ist nicht Tibet. Es liegt außerhalb der Autonomen Region, fern der Hauptstadt Lhasa und ihrem Touristengetümmel. Fremde verschlägt es bisher nur selten in die gebirgige Gegend, und die hungrige chinesische Moderne hat sich erst in ihre Ränder hineingefressen. Der Wanderer muß sich das Nichtland zunächst erfahren, muß sich im Geländewagen oder allradgetriebenen Kleinbus hinauftragen lassen, ein paar Tage lang. Osttibet ist noch nicht wie Tibet.

Die Fahrt beginnt in Chengdu, einer im chinesischen Vergleich nur mittelgroßen Millionenstadt. In ihrer abgasgesättigten Treibhausluft, inmitten der Menschenmassen, die auf Elektrorädern zwischen blinkenden Shopping Malls umherreiten, in Restaurants, die ganze Seepferdchen und Chrysanthemenblüten in der Suppe servieren, scheint das Ziel kaum näher als von Deutschland aus. Hinter Chengdu klettern die Autos langsam in die Höhe, vorbei an gewaltigen Wasserkraftwerken und Staudämmen in den braun brodelnden Flüssen der Provinz Sichuan, vorbei an Städten wie Maerkang, die zwar schon zum osttibetischen Kulturraum gehören, in die sich der sozialistische Kapitalismus der chinesischen Volksrepublik aber mit Macht vorgearbeitet hat. In Maerkang gibt es einen tibetischen Gemüsemarkt, die Ramsch-, CD- und Friseurläden hingegen gehören Chinesen. Vor einem Jahrzehnt erst wurde der Ort auf knapp dreitausend Meter Höhe vom Reißbrett hochgezogen - wie so viele Städte in der Gegend.

Erstaunliche Gestanksvielfalt

In diesen Orten, in Maerkang, in Aba, in Rangtang oder Ganzi, herrscht eine erstaunliche Gestanksvielfalt. Es riecht nach Müll, Fäulnis, Kloake. Wer aber nach ruckeligen Tagen im Autositz endlich ankommt und schauen und wandern geht im zauberhaften Land dahinter, im Land des in dünner Luft zerstäubenden Wacholderfeuers, läßt mehr hinter sich als bloß die zivilisatorischen Gerüche. Die Wanderer betreten eine fast jenseitige Welt. Auf ihrer Trekking-Tour durch das Chola-Gebirge treffen sie ausschließlich Tibeter, keine anderen Reisenden.

Tibet: Das scheue Lächeln der sieben Enkel

Sie sehen, begleitet von Yak-Treibern und Köchinnen, jeden Tag eine neue Himalaja-Landschaft, brechen auf am heiligen, milchig-türkisen See Yilhun Lhatso, blicken am nächsten Tag von oben auf ihn herab, marschieren durch ein scheinbar endloses grünes Flußtal mit heißen Quellen, überqueren die Mondlandschaft einiger Pässe, steigen an einem mäandernden Bach entlang wieder in das Herrschaftsgebiet der Blumen hinunter. Sie schlafen bei Minusgraden im Zelt, neben Chörten, den tibetischen Stupas, und Mani-Mauern, geschichteten Steinplatten mit eingemeißelten Sutren. Nachts wollen sie sich der fremden Religion nicht anvertrauen, und so klammert sich der Blick an den Großen Wagen am lieben Firmament. Wer zu zweit im Zelt schläft, rückt dicht aneinander und mag sich nicht ausmalen, wie es wohl wäre, dort allein zu liegen, klamm und kalt. Morgens weicht der dunkle Zauber. Die Trekker taumeln über den Rauhreif der Wiesen zum Zähneputzen an den nahen Bach.

Dann grüßt plötzlich das erträumte Land

In den ersten zwei, drei Tagen zerreißt dieses jenseitige Tibet dem Wanderer fast das Gehirn. Unaufhörlich ist es dabei zu kategorisieren, Vertrautes in seine Schemata einzuordnen - und beim Fremden an den eigenen Erwartungen und Begriffen zu scheitern. Manche Nadelwälder erinnern an den Schwarzwald, manche Felsen an die Dolomiten, mancher reißende Bach läßt an ein Tal in der Schweiz denken. Das ist beruhigend und enttäuschend zugleich. Dann aber, hinter einem Paß, grüßt plötzlich das erträumte Land. Die Bilder draußen decken sich mit den Tibet-Vorstellungen im Kopf: schwarze Rinder auf sattem Grün in Grün, so weit die Hochebene reicht - und sie reicht weiter als der Blick. Auf einem Hügel leuchten, dreieckig angeordnet, hellblaue, hellrote, hellgelbe, hellgrüne, weiße Gebetsfahnen, wimpelförmig, ordentlich. Welch hübsche Idee, daß der Wind ein Jahr lang am Stoff zerren darf, ihn ausfranst und die Farbe bleicht, bis er alle Gebete mit sich genommen hat, die an die bunten Fähnchen geheftet waren. Während der Kopf sich das alles noch nett zurechtlegt, erreicht ihn neues Wissen: An genau diese Orte in Hanglage, wo besonders viele Fahnen flattern, bringen die Tibeter ihre Toten, lassen sie vom Leichenschneider in Stücke hacken und übergeben sie den Geiern. Die Erde im Hochland ist die meiste Zeit des Jahres gefroren; Brennholz ist kostbar. In der Natur Osttibets spricht alles gegen Erd- und Feuerbestattung und alles für die Himmelsbestattung. Alles anders als gedacht.

Wer über Osttibet und seine Menschen sprechen will, sehnt sich nach einer zweiten Sprache. Den vertrauten Worten müßten fremde helfen, dieses Land zu erfassen, in dem sich das erhoffte Unbekannte mit so viel unverhofft Bekanntem mischt. Der Hund dort oben im Gebirge, der kleine Kläffer, spitzohrig, rauhfellig - er dürfte nicht Hund heißen, zu störrisch ist er und ungezähmt; ihm fehlt der treue Blick der Haus- und Straßenhunde Europas. Die einsamen buddhistischen Klöster im Hochland dürften nicht Klöster heißen, zu bunt sind sie und zu rot die Kutten ihrer Mönche. Zugleich aber ist der Hund hundeartig und das Kloster klösterlich, studiert wird dort und gebetet, auch wenn die Münder der Mönche beim Beten seltsam knarrende Töne von sich geben - oder wenn sie Pepsi schlürfen und Kräcker knabbern. Und so hülfe eine neue Sprache vielleicht doch weniger als die bewährte, wenn sie sich möglichst eng um die Dinge zu legen versucht, in die sie nicht immer einzudringen vcrmag.

Und alles und alle riechen nach Yak

Das Edelweiß im Chola-Gebirge aber, das die Wanderer von den Wiesen herauf silbrig anstrahlt - es muß entschieden Edelweiß heißen und der Enzian Enzian. Und plötzlich erscheinen die vertrauten Begriffe fremd, weil die von ihnen bezeichneten Alpenblumen im Himalaja so unerwartet blühen, so unwirklich wirken in all ihrer heimeligen Lieblichkeit. Die Sprache steht in Osttibet kopf, weil die Dinge dort zu Kopf steigen, trunken machen in ihrem Spiel mit dem Gewohnten und dem Außergewöhnlichen.

Ein Grundgeruch dieses Landes weicht auch auf viertausend Meter Höhe nicht, der Geruch nach Yak, jenem vielseitigen Zotteltier mit den langen spitzen Hörnern, das Fleisch und Milch und damit auch Butter und Käse liefert, Wolle, Fell und Leder. Lasten schleppen kann es außerdem - wenn es will, was sein wilder Instinkt ihm nicht immer erlaubt. Bald haben auch die eigenen Habseligkeiten den Yak-Duft angenommen, die Trekkinghosen, der Rucksack, selbst die Feuchttücher darin. Auch viele Tibeter scheinen für fremde Nasen nach Yak zu riechen: die Nomaden, weil sie die Tiere melken und auf ihnen reiten, die Mönche, weil in ihren Klöstern Kerzen aus Yak-Butter brennen, deren ranziger Geruch sich im bunten, krawattenförmigen Stoff an den Altären und Wänden festkrallt und in ihren groben Gewändern.

Scheues Lächeln angesichts fehlender Worte

Die Menschen laufen erdverbunden, wie es sich für ein Bergvolk gehört. Sie gehen schwer und dabei auf seltsame Weise federnd, das Trippeln der Chinesen ist ihnen fremd. Selbst alte Frauen haben einen Gang, als seien sie gerade vom Pferd gestiegen. Bereitwillig führen sie Fremde durch ihre Häuser aus Stein, Lehm oder Holz, erklären, wenn sie chinesisch können, dem Übersetzer die Gerstenkammern und die Küche, die Schlaflager und die Verwandtschaftsbeziehungen der Bewohner untereinander. Sie lassen sich freundlich fotografieren und halten danach nur selten die Hand auf. Sie bieten selbstgemachte Perlenketten zum Kauf an, lassen aber schnell ab, wenn sie merken, daß ein Fremder sich nicht zum Kunden machen läßt. Nomaden lassen die Gäste durch ihr schwarzes Jurtenzelt stapfen und die Schlaflager zählen - fünf für zwölf Personen, und alle im selben Raum! Sie lassen die Europäer auch gewähren, als sie am köchelnden Yak-Käse schnuppern oder mit den ernsten Kindern zu scherzen versuchen, in deren Wangen die Kälte violette Flecken gebrannt hat. Einer der Männer führt sein blank poliertes Motorrad vor. Er schüttelt das lange schwarze Haar zurück und strahlt. In seinem Gebiß blinken goldene Eckzähne.

Der Versuch aber, den völkerkundlich interessierten Blick zu überwinden, gelingt beiden Seiten nur selten. Neugierig und verständnislos schaut die Großmutter mit den sieben frisch frisierten Enkeln auf einem Gebirgspaß die Wandernden an, und ebenso schauen sie zurück. Die eine Seite lächelt scheu, die andere lächelt scheu zurück. Das kann sich bis zu einem beiderseitigen Strahlen steigern, und wie gerne sagte man jetzt etwas und verstünde die Antwort. Wenn Tibeter gut chinesisch sprechen und ein chinesischer Übersetzer ihre Worte ins Deutsche überträgt, ist es ein wenig wie im Kinderspiel "Stille Post": Das, was ankommt, ist mehrfach verfremdet. Der da gesprochen hat, rückt mit seinen Worten in eine weitere Ferne als zuvor, da man sich einfach hilflos anlächelte.

Bunte Wimpel von Tür zu Tür

Chinesische Touristen begrüßen westliche Gäste mit einem nach Gemeinsamkeit heischenden "Hi". Auch von ihnen verirren sich erst wenige in diesen abgelegenen Teil des von ihrer Regierung besetzten Landes. Wenn Chinesen doch nach Osttibet reisen, gehen sie nicht Bergwandern wie die Europäer, sondern besichtigen Dörfer wie Zhuokeji. Selten läßt sich auf der fast vollständig erschlossenen Erde noch ein touristischer Take-off beobachten; in Osttibet vollzieht sich derzeit einer. An Orten wie Zhuokeji läßt sich das ablesen.

Die Häuser sitzen weiß im Hang, bunt spannen sich Schnüre mit Gebetsfahnen und Wimpeln von Tür zu Tür. Eine junge Frau vermietet Betten an Touristen, dreißig Yuan zahlt der Gast für einen Tag mit Vollpension, drei Euro. Mütter fordern ihre Kinder auf, hübsch "Hello" zu sagen. Die Mädchen und Jungen folgen der Aufforderung ein wenig schüchtern, aber souverän. In ein paar Jahren werden sie wohl ganz flüssig Englisch sprechen.

Mao: zu siebzig Prozent göttlich

Auf dem gegenüberliegenden Hügel irritiert ein hohes Holzhaus. Es sieht künstlich aus, nicht traditionell, sondern traditionalistisch. Das Museum des tibetischen Land- und Dorflebens wurde Anfang des Jahres eröffnet. Der Lehm im Erdgeschoß ist noch nicht getrocknet, in manchen Räumen sind chinesische Arbeiter mit Pinseln zugange. Den Nachbauten von Römerburgen und keltischen Dörfern ähnlich, zeigt das Museum Raum für Raum, Stockwerk für Stockwerk jene Kultur- und Gebrauchsgüter, die doch - anders als die Überbleibsel der Römer oder der Gallier - gleich außerhalb der Museumsmauern tatsächlich noch verwendet werden, und zwar nicht in Form einer bewußt gepflegten Tradition, sondern als notwendige Bestandteile des alltäglichen Lebens. Das könnte sich bald ändern. Die Musealisierung des Lebendigen hat in Osttibet erst vor kurzem begonnen, doch seitdem schreitet sie schnell und unaufhaltsam voran.

Über jeder Tür des Museums verlautbaren dreisprachige Schilder in chinesischen und tibetischen Schriftzeichen sowie auf Englisch, was sich im Innern präsentiert. Hier scheinen künstliche Tibeter zu sprechen: So brauen wir unser Bier, so flechten wir unsere Körbe, so weben wir unsere Gürtel, damit pflügen wir unsere Felder, das ist unsere Ernte - Erbsen, Mais, Bohnen, Gerste, Sonnenblumenkerne. Eine Führerin trägt überbordende Tracht. Andere Räume bieten nicht eine Imitatio des wirklichen Lebens, sondern verzerrte Geschichte. Maos langer Marsch führte Mitte der dreißiger Jahre durch das nahe Gebirge, und so liegen in dem Museum, das Tibet auf ein so niedliches Folkloremaß zurechtstutzt, auch Schriftstücke der Roten Armee auf rotem Samt, eine Pistole und Abzeichen mit geballten Fäusten. "Heute hat man erkannt, daß Mao auch Schlechtes getan hat", erklärt ein chinesischer Reiseführer. "Deshalb sagt man inzwischen, er sei nur zu siebzig Prozent göttlich gewesen und zu dreißig Prozent menschlich." Von Mord spricht er nicht, und auch im Museum kommen die Toten des Ereignisses, das sich Kulturrevolution nennt, nicht vor.

Ein nie zuvor gespürtes Ziehen in der Brust

Nicht nur der Kopf ist in Osttibet stark gebeutelt, auch die Lunge muß mehr leisten als sonst. Zwar streift die Höhenkrankheit den Körper beim Trekking nur als Hauch, die zarte Ahnung aber reicht aus, um zu verstehen, wie dünne Luft im Extremfall tötet. In der ersten Nacht im Zelt machen die Lungenflügel auf viertausenddreihundert Meter Höhe mit jedem Atemzug auf sich aufmerksam und lenken vom Vorhaben ab, schnell einzuschlafen. Ein bißchen Einbildung mag dabeisein, es war soviel die Rede von der Höhenkrankheit in den Tagen, bevor das Trekking begann. Vielleicht haben sich auch die Schulterblätter auf der Isomatte verspannt und verstärken von hinten das nie zuvor gespürte Ziehen in der Brust. Ohne Zweifel aber meldet sich zum ersten Mal ein Organ, das sonst reibungslos im stillen arbeitet.

Morgens spannen die Lungenflügel noch immer. Der vom Atmen müde Körper will Koffein. Milchpulver und Instantkaffee lösen sich in Blechtassen im heißen Wasser aus den Kesseln der Yak-Treiber auf. Die harte Erdnußbutter zerreißt die feuchten Toastscheiben, stärkt aber für den Marsch auf den Dzen-Paß. Die chinesischen Schokoriegel schmecken nach Planwirtschaft. Die Tischnachbarn im Frühstückszelt träumen von geschäumtem Latte Macchiato. Inzwischen haben die Yak-Treiber die gelben Zelte zusammengelegt und die Tiere beladen. Die Lunge muß jetzt auf fünftausend Meter.

Glück im Körper, Glück im Kopf

Die schneebedeckten Berge in der Ferne sehen gigantisch aus, doch der Blick haftet fest am schottrigen Boden oder an den Wanderschuhen des Vordermanns. Tapp, tapp, tapp. Tapp, tapp, tapp. Hundertfach. Tausendfach? Nicht nachdenken. Gehen. Schritt halten. Den Beinen macht es ja gar nichts aus, Bergpfade sind ihnen schließlich nicht unbekannt. Aber dieses erst vorige Nacht entdeckte Organ kennt die dünne Luft noch nicht. Einatmen und Ausatmen sind hier keinerlei Gnaden. Kurze Verschnaufpause? Unpassende Bezeichnung. Die Nase saugt das, was die sauerstoffarme Luft bietet, in einer Mischung aus Gier und Widerwillen ein, still und schmerzensreich. Tapp, tapp, tapp. Tapp, tapp, tapp.

Dann, recht plötzlich: oben. Geröll, Schneefelder, strahlender Himmel, vollkommene Natur. Zu den Wanderschuhen gehören wieder Menschen. Die Lunge zieht sich ohne Abschied in vorbewußte Gefilde zurück. Lachen, Quietschen, Seligkeit. Das Gehirn staunt über Küsse auf den Wangen, über fremde Körper, die sich an den eigenen pressen. Es denkt "Hyperventilation" und verwirft den Begriff. Glück ist das Wort des Augenblicks. Glück im Körper, Glück im Kopf.

Informationen: Individuelles Trekking ist im Chola-Gebirge nicht möglich. Als einziger deutscher Veranstalter bietet derzeit Hauser Exkursionen (Spiegelstraße 9, 81241 München, Telefon: 089/2350060, E-Mail: hauser§hauser-exkursionen.de, Internet: www.hauser-exkursionen.de) Trekkingtouren durch Osttibet an. Im kommenden Jahr stehen unter anderem diese Reisen auf dem Programm: „Amdo/Kham - verborgene Täler und einsame Klöster“ (12. Juli bis 1. August und 23. September bis 13. Oktober; ab 2990 Euro), „Kham: Trekking vom Yilhun Lhatso nach Dege“ (5. bis 29. August und 2. bis 26. September, ab 3690 Euro). Für das Trekking ist körperliche Grundfitness erforderlich. Die Wanderer werden in teils sehr einfachen Hotels, beim Trekking im Zelt untergebracht. Die Anreise erfolgt mit dem Flugzeug über Peking nach Chengdu. Das Visum gibt es bei den chinesischen Konsulaten in Deutschland, die erforderlichen Unterlagen versendet der Veranstalter.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Reiseblatt, R.1, 17. November 2005
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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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