06.04.2009 · Der Abend in Frankfurt war nasskalt, die Fluggäste für die Condormaschine waren vom Winter zermürbt, keiner war zu spät gekommen, alle hatten sich sehr diszipliniert in eine Schlange gereiht, und alle hatten ein Ziel: die Seychellen.
Von Barbara LiepertDer Abend in Frankfurt war nasskalt, die Fluggäste für die Condormaschine nach Mahé waren vom Winter zermürbt, keiner war zu spät gekommen, und alle hatten sich sehr diszipliniert in eine Schlange gereiht. Und dann, etwa zehn Stunden später, standen sie, blass und blinzelnd wie Tiere, die nach dem Winterschlaf den Ausgang ihrer Höhle verlassen, im grellen Sonnenlicht der Seychellen. Im Flughafengebäude gewöhnten sich die Augen nur langsam an den plötzlichen Hochsommer. Dann fiel der Blick auf ein Werbeplakat: Own it! stand in tafelsilbernen Lettern auf dem Verkaufsprospekt von Eden Island - "Besitz es!"
Es ist ein Befehl, der da auf dem Foto klebt, das Foto zeigt ein paar Granitfelsen, die dramatisch in der abendlichen Äquatorsonne leuchten, Palmen biegen sich hinter den Buchstaben hervor: das ist der Strand, von dem alle träumen, die perfekte Kulisse für Longdrinks, Bademode und Honeymoon. Das Foto macht Werbung für eine Insel, die es so noch gar nicht gibt, sie ist gerade im Bau und heißt "Eden Island". In diesem künstlichen, vor der Hauptinsel Mahé aufgeschütteten Paradies gibt es allerdings keine Granitfelsen, aber die ersten Häuser stehen, an den Marinas baumeln schon die ersten Yachten.
Urlaub in Eden
Eden Island, die neue künstliche Insel, ist so flach wie die Malediven, aufgeschüttet wie die berühmte Palme in Dubai, nur kleiner. Es gibt eine maßgeschneiderte Marina, 16 Hektar private Wasserwege, private Strände und einen Parkplatz für das SUV hinterm Haus. 450 Wohnungen und Villen gibt es auf Eden Island, alle mit Klimaanlage und Einbauküche. Für die Innenausstattung der Villen kann man zwischen Pearl, Granite und Coral wählen, "the Coral Palette welcomes you to a home filled with organic warmth". Die Werbeaufnahmen von Schlafzimmer/Küche/Bad sehen aus wie die Wohnungen von reichen, einfallslosen Menschen, die internationale Fünfsternekettenhotels gewohnt sind und gern Architekturzeitschriften lesen. Kleine sandige Buchten haben die Planer auch eingezeichnet, und wer weiß, vielleicht werden ja noch ein paar dunkle Granitbrocken von den echten Inseln herübergezerrt, dann stimmt das auch wieder mit dem Werbeprospekt überein.
Mit einer Brücke ist Eden Island mit Mahé verbunden. Innerhalb von zehn Minuten ist man am internationalen Flughafen, mit dem eigenen Boot binnen einer Stunde am Strand der nächsten unberührten Insel, auf der man sich seinen Robinsonaden hingeben kann, falls der Nachbar nicht schneller war, denn das ist das Ärgerliche an jedem künstlichen Paradies und der grundlegende Unterschied zum biblischen Original: Im Garten Eden gab es außer Tieren und Gott keine Nachbarn; hier schon. Dafür gibt es auch in diesem Paradies immerhin keine Zyklone, wie der Prospekt zutreffenderweise hervorhebt.
Krieger für den Frieden
Die Seychellen sind die vielleicht schönsten Erhebungen über dem Indischen Ozean - was der Inselgruppe auch ihren rasanten Aufstieg zum weltweit anerkannten Traumurlaubsziel ermöglicht hat. Dafür haben auch Marketingkampagnen gesorgt, die die Inseln als "once-in-a-life-time destination" anpriesen; die Kampagne "As pure as it gets" traf auf Sehnsüchte nach unverdorbener Natur, Einsamkeit und ökologisch vorbildlicher Reinheit. Dummerweise warb die Kampagne auch damit, dass es auf den Seychellen quasi keine Luftverschmutzung, keine Drogen und keine Penner gibt. An diese Kampagne erinnert man sich leider dann auch sofort, wenn man auf dem Markt in Victoria einem offenbar allseits bekannten verwirrten jungen Mann begegnet, der durch die Hauptstraße rennt und "I am a warrior, I am a warrior, I am fighting for peace" skandiert.
Die Seychellen sind mit neun Flugstunden von Europa aus sehr viel schneller zu erreichen als die Südsee - und wo wäre es sonst so schön wie auf den Seychellen? Es gibt allein im Indischen Ozean mehrere Inseln, die das Prädikat "Trauminsel" beanspruchen, aber: Mauritius wirkt im Vergleich wie ein großer, von Zuckerrohrfeldern eingefasster Golfplatz, dessen grelles Grün von den nur mäßig schönen Stränden ablenken soll. La Réunion ist fest in französischer, mitunter hemdsärmeliger Urlauberhand und vor allen etwas für Wanderfreunde, die keinen Strand brauchen. Die Malediven sind eine Offenbarung für Taucher, aber gleichzeitig schränken die kleinen Hotelinseln die Bewegungsfreiheit auf wenige Quadratmeter ein, Führerschein und Wanderschuhe kann man zu Hause lassen, die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Meerblick. Madagaskar, die größte Insel des Indischen Ozeans, ist zwar eine wahre Schatzkammer für Biologen und Studienreisende, kommt allerdings politisch nicht zur Ruhe: der Machtkampf zwischen Opposition und Regierung hat seit Jahresbeginn über hundert Todesopfer gefordert.
Normalverdiener willkommen
Der große Luxus der Seychellen ist die einzigartige Natur. Die Landschaften und die Strände scheinen nicht von dieser Welt zu sein - die großen, glatten Granitfelsen, die wie von Verner Panton hingegossene biomorphe Murmelverbände aussehen, gibt es nur hier - sie sind entstanden, nachdem sich Südamerika, Afrika und Asien aus dem Urkontinent Gondwana geschält haben. Über 200 Millionen Jahre ist das her, der Granit selbst ist noch mal 400 Millionen Jahre älter: Gebrannte Erdgeschichte, umspült von einem tatsächlich türkisgrün und dunkelblau schimmernden Meer. Solche Schätze müssen verteidigt werden, weswegen der Naturschutz in der Verfassung niedergeschrieben ist und sogar in der Nationalhymne besungen wird. Fast die Hälfte der Landfläche steht unter Naturschutz. Bei relativer Artenarmut - die normal ist für ozeanische Inseln - ist die Zahl der endemischen Arten überproportional hoch, die Wahrscheinlichkeit, auf den Seychellen einen seltenen Vogel zu sehen, ist groß. Der Magpie Robin zum Beispiel, der kurz vor dem Aussterben stand, wurde auf der Privatinsel Frégate von Biologen erfolgreich wieder aufgepäppelt.
Die Regierung der Seychellen förderte bisher sowohl den sehr hochpreisigen, exklusiven Tourismus, weil er wenige Menschen mit viel Geld ins Land brachte, was die Umwelt schont, als auch den Guesthouse-Tourismus, an dem vor allem die lokalen Vermieter direkt verdienen. Die Seychellen waren zwar schon immer ein teures Reiseziel, aber dank der Gästehäuser auch eines, dass sich Normalverdiener leisten können, wenn sie nur lang genug gespart haben. La Digue beispielsweise wird gerne von Gästehaustouristen angesteuert. Sie kommen mit der Fähre und zerren ihr Gepäck selbst über die Schotterpiste bis zur Pension. Die wenigen Hotels, die es gibt, wirken auf Europäer viel zu teuer für das, was sie bieten - aber man ist ja schließlich wegen der Strände da, allen voran wegen der Source d'Argent, dem weltberühmten Traumstrand, der in den achtziger Jahren gerne als Fototapete in deutschen Hobbykellern klebte.
Gedränge am Traumstrand
La Digue wurde jahrzehntelang als verträumtes Inselchen mit Ochsenkarren beschrieben. Seit ein paar Jahren allerdings gibt es auf Druck der Einheimischen, die nachvollziehbarerweise ihren Zementsack lieber fahren als tragen wollen, Autos auf der Insel. 35 sollen es sein, bei dem 15-minütigen Marsch vom Fähranleger zur Pension rumpelten allein 30 Fahrzeuge über die Piste, wobei die Fahrer offensichtlich große Freude an der Beschleunigung und die Dorfpolizisten offenbar keine Zeit haben, die Geschwindigkeitsbegrenzung, die es theoretisch gibt, zu kontrollieren.
An der Rezeption des Guesthouse "Pension Michel" hängt die Dankesmail eines italienischen Pärchens, das im Post Scriptum um Nachricht bittet, "wenn ihr ein schönes Stück Land findet, das wir uns leisten können". Die Zimmer sind weiß gefliest und zweckmäßig eingerichtet, 100 Euro kostet das Zimmer, inklusive Frühstück, 6 Euro das Fahrrad am Tag. In der Sprossenfenstertür zur Terrasse, die eigentlich ein Hinterhof mit Wassertank ist, fehlen zwei Scheiben. Damit keine Mücken reinkommen, sind die Löcher mit DIN-A4-Papier überklebt, was den Krach auch nicht fernhält. La Digues Schönheit hat sich so weit herumgesprochen, dass auf der Insel allerorten geschraubt, gefliest und geflext wird, damit auch alle Schönheitssucher unterkommen können. Der Weg zur Source d'Argent führt durch L'Union Estate, ein eingezäuntes Gelände, auf dem das renovierte "Plantation House" steht, bekannt aus dem Film "Goodbye Emmanuelle", ein paar Riesenschildkröten kriechen in einem Pfuhl herum. Der Eintritt kostet fünf Euro, das Tor schließt um 17 Uhr, wer später oder umsonst zum weltberühmten Strand vordringen will, muss außen am Strand entlanglaufen. Und wer den Strand einsam erleben möchte, so heißt es, soll morgens um acht am Tor stehen. Morgens um halb neun ist eine sehr freundliche und sehr ehrliche Frau an der Pforte: "Sie kommen ein bisschen spät, das erste Kreuzfahrtschiff ist schon drin, eine zweite Ladung kommt in einer Stunde", sagt sie und fächelt sich mit dem Eintrittskartenblock Luft zu. "Kommen Sie morgen früh wieder, da ist es ruhiger." Das anschließende Gedränge am Traumstrand haben sich auch die Kreuzfahrttouristen anders vorgestellt.
Wohlfahrtsstaat vor dem Kollaps
Die Seychellen haben im vergleich zu anderen afrikanischen Ländern einen bemerkenswert hohen Lebensstandard. Im Dienstleistungsgewerbe trifft man auf Menschen, die weit herumgekommen sind, manche von den älteren kennen sich in der DDR gut aus, was an der sozialistischen Vergangenheit der Inselgruppe liegt; von den jungen Leuten war fast jeder schon mal in Singapur, Dubai oder Durban. Warum? Shopping, lautet meist die Antwort. "Von 80 000 Einwohnern fliegen 30 000 jedes Jahr ins Ausland - die sind Reiseweltmeister, nicht die Deutschen!", sagt Wolfgang Därr, Reiseveranstalter und langjähriger Kenner der Tourismuswelt des Indischen Ozeans. Wer auf den Seychellen ein Guesthouse betreibt, könne seine Kinder problemlos im Ausland studieren lassen - die Schlauesten bekommen sowieso ein Stipendium vom Staat. Und wer ernsthaft erkrankt, wird, und sei er noch so mittellos, zur Behandlung nach Indien, Mauritius oder ein anderes Land mit guten Kliniken geflogen, die Gesundheit ihrer Bürger ist der Regierung auch in Zeiten der Krise sehr viel Geld wert. Geld, das die Seychellen eigentlich gar nicht haben. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist enorm, die sozialen Standards, die eine quasi sozialistische Regierung lange Jahre aufrechterhalten hat, sind kaum mehr zu finanzieren; obwohl die Regierung schon etliche hundert Leute entlassen hat, arbeiten noch immer etwa vierzig Prozent der werktätigen Bevölkerung beim Staat, so schätzt Därr. Devisen waren immer ein begehrtes Gut, es gab mal eine Zeit, da konnte man für 25 000 Dollar einen Pass der Inselrepublik bekommen, "das haben wir aber gleich wieder eingestellt, als dieser Pass bei irgendwelchen toten Gangstern in New York gefunden wurde", sagt Roger Mancienne, Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Regar".
Die Weltwirtschaftskrise trifft die Seychellois nun sehr unsanft. Aus dieser Krise muss der Tourismus führen. Die Regierung verhält sich seit Beginn des neuen Jahrtausends deutlich investorenfreundlicher, diverse Hotel- und Immobilienprojekte sind genehmigt worden, für die "einige Prinzipien über Bord geworfen werden mussten", wie Roger Mancienne sagt. Um mehr Touristen unterzubringen und den Bebauungsdruck aus den Bergen zu nehmen, ist ihm grundsätzlich auch Landaufschüttung recht, wobei auch für ihn außer Frage steht, dass so große Eingriffe in die Natur zumindest die Unterwasserwelt durcheinanderbringen.
Die Insel der gepflegten Diskurskultur
Das Zugeständnis der Regierung an die Luxushotellerie, in bestimmten Bereichen qualifiziertes Personal aus dem Ausland holen zu dürfen, hat den Seychellen einen Hotelbauboom am oberen Ende beschert. Für Gäste, für die es normal ist, 20 000 Dollar in einer Urlaubswoche auszugeben, ist es selbstverständlich, dass die Massage ein begnadeter Therapeut aus Bali, Indien oder Thailand vornimmt. Auf Praslin thront schon seit einigen Jahren ein spektakulärer Golfplatz über dem Hotel "Lemuria" der mauritischen Constance-Hotelgruppe, ein Schwesterhotel, das "Efelia" auf Mahé, wird wohl in wenigen Monaten fertig sein. Bautafeln auf Mahé verkünden ein Projekt aus Qatar; die Emiratis planen angeblich ein Hotel, das teilweise auf Stelzen ruht. Beide Projekte liegen aber offenbar auf Eis.
Der jüngste Stern am Fünfsternehimmel der Seychellen wurde vor wenigen Wochen von Four Seasons in einer einsamen Bucht an der Südwestküste von Mahé eröffnet. 67 Villen und Suiten und 26 private Residenzen, von denen noch etwa ein Dutzend zu haben sind, sind entstanden. Die sehr geräumigen Pool-Villen schweben teilweise wie Baumhäuser im Hang, das Spa hat einen spektakulären Ausblick über die Bucht, und die Angestellten sind von ausgesuchter Höflichkeit. Schon vor der Anreise erkundigen sie sich danach, was der Gast gerne in seiner Minibar entdecken möchte. "We look for attitude, we train skills", sagt Markus Iseli, der General Manager des Ressort, und blickt zufrieden auf die Kellnerin, die sich angelegentlich erkundigt, ob alles zum besten steht. Unzufrieden hingegen war er mit einem Bericht des "Regar", der dem Hotel unterstellte, den Strandzugang für die Öffentlichkeit zu unterbinden. "Dem Kollegen habe ich einen Brief geschrieben, dass dies Blödsinn ist, jetzt muss ich ihm mal schnell den Weg zum Strand zeigen", sagt er und verschwindet. Auf den Seychellen herrscht eine sehr gepflegte Diskurskultur.
Angst vor dem Ausverkauf
Ein paar Wochen später treffen wir in Berlin Joseph Belmont. In seiner Heimat sind es jetzt 28 Grad, in Berlin drei, er sieht nicht gerade so aus, als würde er sich freuen, hier zu sein. Joseph Belmont ist Vizepräsident der Seychellen, Tourismusminister und Mitglied der Regierungspartei; mit ihm gekommen ist Alain St. Ange, er kommt aus der Hotellerie. Beide hatten zur Tourismusmesse ITB Erstaunliches zu verkünden: "Die Seychellen werden erschwinglich!" Die "Affordable Seychelles Campaign" verspricht: "So günstig kommen Sie vielleicht nie wieder auf die Seychellen." Droht jetzt der Ausverkauf? Auf die Frage, wie nachhaltig denn Kreuzfahrttouristen sind, die für wenige Stunden auf eine verschlafene Insel einbrechen, um - nach einem kühlen Getränk und einem Gang zur Toilette - genauso schnell wieder zu verschwinden, wirkt St. Ange nachdenklich. Ja, ja, da müsse man sich etwas überlegen, vielleicht die Ströme ein bisschen besser auf die großen Inseln lenken. "Doch der Kreuzfahrttourismus ist wichtig - die Leute sollen kommen und sehen, wie schön das alles ist, um dann wiederzukommen."
Am besten für die Natur der Seychellen wäre es, wenn alle Menschen mitsamt ihren eingeschleppten Haustieren abreisten und die Inseln wieder den Vögeln überließen. Weil aber der Mensch immer noch ins Paradies will und Vögel nichts zahlen, wird man einen Weg finden müssen, der die Natur nicht bedroht - denn sollten das entlegene Aldabra-Atoll mit einer Gesamtfläche von 365 Quadratkilometern und das Vallée de Mai auf Praslin ihren Weltnaturerbe-Status verlieren, wäre das nicht nur für die Natur, sondern auch für das Image und damit den Tourismus fatal. Aldabra wird also ein kostbarer Luxus bleiben, den sich nur wenige werden leisten können, so die Einschätzung von Seychellenkennern, und für die Seychellen gilt weiter das alte Dilemma aller Trauminseln und Paradiese: Das Bild vom leeren Strand, vom einsamen Glück zieht so viele an, dass es von den Massen, die es anlockt, zerstört zu werden droht.
Einreise: Es wird kein Visum für die Einreise verlangt, ein gültiger Reisepass und ein Nachweis über eine Unterkunft genügen für eine Besuchserlaubnis (maximale Gültigkeit: vier Wochen). Für europäische Besucher sind die Seychellen deutlich erschwinglicher geworden, nachdem die Rupie (im Oktober war der Euro 11 Rupies wert, Anfang des Jahres 22 Rupies) abgewertet und tauschbar gemacht wurde.
Anreise: Um dem neuem Marketingkurs „affordable Seychelles“, der mehr Touristen ins Land bringen soll, Rechnung zu tragen, erhöht die lokale Airline Air Seychelles (www.airseychelles.com) ihre Flugfrequenzen. Ab April gibt es einmal wöchentlich einen Direktflug nach Mahé von Frankfurt und Zürich. Immer freitags fliegt die Condor (www.condor.com) auf die Seychellen, man reist gewissermaßen im Schlaf an (und auch wieder zurück), vorausgesetzt, man kann das in der Economyclass; leichter fällt es in der Premium Economyclass, mit deutlich mehr Beinfreiheit und einem aufgewerteten Service (Schlafpuschen und Essen ohne Zuzahlung); noch an Bord besteht die Möglichkeit des Upgrades (150 Euro). Der einfache Flug kostet etwa 299 (Economy) bzw. etwa ab 449 Euro (Premium Economy).
Neues Hotel: Das „Four Seasons Seychelles“ hat Ende Januar an der Südwestküste Mahés eröffnet. Der Großteil der über sechzig Villen und 28 Privatresidenzen ist bereits fertig, die geräumigen Villen haben alle einen eigenen Pool, je höher am Hang sie liegen, desto uneinsichtiger sind sie - aber dafür auch weiter weg vom Strand. Aber es gibt genug Buggies und Hotelpersonal, die einen durch das steile Wegenetz der Anlage chauffieren. Die Villen verteilen sich großzügig in der Bucht von Petite Anse, es gibt ein Spa, zwei Restaurants, einen Kidsclub und ein Fitnesscenter; Zimmerpreis ab 550 Euro (Gardenview-Villa in der Nebensaison); mehr unter Telefon 0 08 00/64 88 64 88 oder www.fourseasons.com/seychelles.
Tauchen: Obwohl die meisten Tauchbasen von Europäern geführt werden, sind die Standards durchaus unterschiedlich. Eine sehr gepflegte Adresse ist das „Dive Resort Seychelles“ (www.seychellesdiving.net) mit sehr umsichtigem und freundlichem Personal und gut gewarteter Ausrüstung.
Weitere Informationen über die Seychellen und das Hotel- und Guesthouse-Verzeichnis gibt es auf der Website www.seychelles.travel des Fremdenverkehrsamtes oder beim Seychelles Tourist Office (Hochstraße 17, 60313 Frankfurt, Telefon 0 69/29 72 07 89). Viele Hotels bieten derzeit Sonderangebote an, zum Beispiel mit sieben Nächten für den Preis von fünf.
Literatur: Den kenntnisreichen Reiseführer von Wolfgang Därr aus dem Dumont-Verlag kann man als Standardwerk für Urlauber bezeichnen (“Richtig Reisen Seychellen“, Dumont-Verlag 2007, 22,95 Euro).
Barbara Liepert Jahrgang 1973, verantwortlich für das Ressort „Reise“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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