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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Japan Das Paradies kann warten

 ·  Nirgendwo auf der Welt werden die Menschen so alt wie in Japan. Das kann kein Zufall sein. Eine Suche nach dem Geheimnis der Lang- lebigkeit in der Heimat der Hundertjährigen, im Schoß von Mutter Erde und in den Tempel des Pilgervaters Kukai.

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Das Ding ist gelaufen, Riesenvorsprung für die Mädels, Mordsblamage für die wilden Kerle, die schmollend am Spielfeldrand stehen, mit ihren Schlägern schlenkern wie Halbstarke und dabei blöde Sprüche machen. Jetzt schlurft die Spielerin mit dem Hexenbuckel zur Kugel, um den Sack zuzumachen, zwei Meter Entfernung zum Tor, todsichere Sache. Sie kichert frech, rückt ihren granitgrauen Haarknoten zurecht, holt aus und - vorbei, versiebt, vergeigt, und die Kugel bleibt auch noch wie zum Elfmeter für den Gegner liegen. Diese Gelegenheit lässt sich der Ledernacken mit dem Weltkriegsveteranengesicht natürlich nicht entgehen. Er johlt, feixt, bückt sich, dass das Kreuz knarzt, und schlägt dann einen millimetergenauen Pass, den sein Mannschaftskamerad mit dem schadhaften Gebiss souverän vollendet. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Tor um Tor trifft er, eine gegnerische Kugel nach der anderen haut er heraus, dann noch diese letzte, und das war's, das Spiel ist aus, was für ein Finale! Wieder einmal hat die Jugend gegen das Alter gewonnen, das Ungestüm gegen die Erfahrung, die Tattergreisentruppe der Achtzigjährigen gegen die Uromaauswahl der Neunzigjährigen. Dann trotten alle davon, die Rüstigen auf ihre Crocket-Schläger als Krücke gestützt, die Fußlahmen humpelnd mit ihren Gehhilfen, und all jene, die es böse an der Bandscheibe haben, mit ihren dreirädrigen Fahrrädern.

Wenn in Ogimi auf Okinawa eine Crocket-Partie steigt, stehen gut und gerne tausend Jahre auf dem Platz. Das ist kein Wunder, denn Ogimi ist das Dorf der Menschen, die sich weigern zu sterben, die Heimat der Hundertjährigen, die Brutstätte der Methusalems, der älteste Ort der Welt. Dreieinhalbtausend Menschen leben in dem schmucklosen Häuserhaufen, fünfzehn sind älter als hundert, hundertacht mindestens neunzig, und das bei zwanzig Geburten pro Jahr - ein Albtraum für jeden Rentenpolitiker, ein Paradiesgarten für alle Jungbrunnensucher und Langlebigkeitsfanatiker. Für sie sind Ogimi und generell die Okinawa-Inseln mit ihren puderzuckerweißen Stränden, die wie Japans subtropischer Schweif ins südchinesische Meer getupft sind, das Gelobte Land. Die Okinawer besitzen die höchste Lebenserwartung der Welt, bekommen viermal seltener Brust- oder Prostatakrebs als etwa die Amerikaner, erleiden fünfmal seltener einen Herzinfarkt und haben eine sechsmal höhere Chance, hundert Jahre alt zu werden. Hundert müsste man auch werden, um die gesamte Ratgeberliteratur zu lesen, die unter dem Titel "The Okinawa Program" Anleitungen zur Unsterblichkeit gibt.

Geht bei Frau Emi essen!

Es ist gar nicht so schwer, sagt Sumiko Tairo, die Spitzenspielerin des Damencrocketteams. Quietschfidel steht sie mit ihren neunzig Lenzen auf ihrem Acker, fuchtelt mit der Sichel herum, dass man sich besser duckt, und erklärt das Geheimnis, das keines ist: Jeden Morgen nach dem Aufstehen zehn Minuten Gymnastik, dann von acht bis eins Feldarbeit; anschließend ein leichtes Mittagessen und Erledigungen im Haushalt; um vier Uhr nachmittags eine Partie Crocket und abends manchmal ein Tänzchen, leider nicht mehr mit ihrem Gatten, der sei mit sechsundachtzig gestorben. Halt, eine Sache habe sie noch vergessen, die wichtigste fast: das Gemüse nie im Supermarkt kaufen, sondern beim Bauern seines Vertrauens oder noch besser selber anbauen. Dann lacht Sumiko Tairo ihr wunderbares Greisenmädchenlachen, lässt die Sichel zischen und empfiehlt zum Abschied einen Besuch in Frau Emis Restaurant, denn wer dort esse, sterbe nie.

Frau Emi serviert mikrobiotisches Gesundheitsessen in einem offenen Betonklötzchen, vor dem einer der in Japan epidemisch verbreiteten Getränkeautomaten steht. Ihn schmückt das gleichfalls ubiquitär anzutreffende Konterfei von Tommy Lee Jones, der für Erfrischungsgetränke namens "Boss" Werbung macht - mit einem so stumpfen, leblosen Blick, einer Stirn zerfurcht wie ein Acker und Tränensäcken so groß wie Müllsäcke, dass man ihm dringend einen Besuch bei Frau Emi empfehlen möchte. Im Restaurant wachen Greisenpuppen als japanische Reinkarnationen von Philemon und Baucis über die Gäste und scheinen ihnen zu sagen: Wenn ihr aufesst, werdet ihr auch so alt wie wir. Leichter gesagt als getan. Denn es gibt Tee mit Gelbwurz - das sei gut für die Leber, da könne man mehr Schnaps trinken, sagen die Leute in Ogimi -, gekochte Blätter der Süßkartoffel, kalte Nudeln mit Aloe Vera, Tang und Tofu in vielen Variationen, Schweinefleisch, dem sämtliches Fett ausgetrieben wurde, Tintenfisch, dem Frau Emi aus medizinischen Gründen nicht die kleinste Würze gönnt, und die Wunderzitrusfrucht Siguasa, die Magenkrebs und Schlaganfälle verhindert und wahrscheinlich auch Pest und Cholera verscheucht. Tief beschämt geben wir zu, dass wir in geradezu selbstmörderisch lebensverkürzender Weise eher lustlos in Emis Essen herumgestochert und vor Philemon und Baucis die Augen niedergeschlagen haben. Das Leben ist schön, lang möge es dauern, aber nicht um jeden Preis.

Eine splitternackte Dame im Zuber

Wie leichtfertig war das nur, denken wir uns mit fürchterlich schlechtem Gewissen, als wir gesenkten Hauptes zum Oyamazumi-Schrein auf einer kleinen Insel zwischen Honshu und Shikoku trotten, einer der ältesten und berühmtesten Shinto-Wallfahrtsstätten Japans - und schon wieder an einem Getränkeautomaten mit dem verwitterten Tommy Lee Jones vorbeikommen. So sehen wir auch bald aus, Strafe muss sein. Rings um den Schrein hat sich ein lebhafter Devotionalienhandel etabliert, wobei der letzte Schrei Handtücher sind, auf denen eine Geisha im Kimono dem Bad entsteigt. Kommt das Handtuch mit Wärme in Kontakt - was die Verkäufer kichernd mit einem Fön demonstrieren -, steht die Dame plötzlich splitternackt im Zuber. Die Pilger kichern auch, und wir überlegen kurz, ob das nicht ein schönes Souvenir wäre. Gut, dann eben nicht, schließlich wollen wir Japan als das Land in Erinnerung behalten, das wie kein zweites den Alltag zu ästhetisieren vermag.

Wir gehen also durch einen großartig schlichten Shinto-Torbogen, der von zwei steinernden Löwen flankiert wird, den Symbolen für Anfang und Ende, kommen zu einem zweitausendsechshundert Jahre alten Kampferbaum, den der Bruder der Sonnengöttin gepflanzt hat und der im langlebigkeitsverrückten Japan selbst wie eine Gottheit verehrt wird, ein Gebirge von Baum mit einer Rinde wie Elefantenhaut. Dann grüßen wir freundlich einen rüstigen Rentner, der uns mit seiner nicht mehr ganz taufrischen Tochter entgegenkommt. Wie alt mag er sein, denken wir uns, zweitausendsechshundert bestimmt nicht, achtzig vielleicht. Hundert sei er, sagt er strahlend und hüpft wie eine Gazelle davon. Wahrscheinlich hat er gerade im Schrein für ein langes Leben gebetet und kauft sich zum Abschied ein Handtuch.

Die große Schicksalstombola

Vor dem Schrein steht eine große hölzerne Spendenkiste, in die man Geldstücke hineinwirft, um sich anschließend etwas zu wünschen. Daneben steht eine zweite Kiste, in der man eine Art Zukunftsschicksalstombola spielen kann: Wer hundert Yen zahlt, darf ein Zettelchen herausfischen mit dem Hinweis darauf, wie es mit einem weitergeht. Wir trauen uns, trotz unserer Schandtat bei Frau Emi, und siehe da, es sieht "sehr gut" aus. Glücklich schlendern wir durch den Tempelbezirk, klopfen auf die bunten Sake-Fässer, die an riesige Trommeln erinnern und den Durst der Götter stillen sollen, betrachten die Fotografien berühmter Besucher des Schreins, meist Männer in Uniform, denn Oyamazumi scheint das Kriegsglück zu beflügeln, sehen einen Reiher seelenruhig vor uns durch einen Lotustümpel stapfen, stehen plötzlich wieder vor der Tombolakiste und haben einen schrecklichen Verdacht. Wir investieren noch einmal hundert Yen, und wieder wird alles gut. Und wieder, und wieder, und wieder, bis alle Münzen gespendet sind, und immer ist alles gut. Liegen etwa nur gute Zettel in der Kiste? Werden wir doch noch hundert?

Ohne Sport, hatte Sumiko Tairo gesagt, wird keiner hundert. Deswegen nehmen wir für die restliche Fahrt von Honshu über die japanische Inlandssee nach Shikoku das Fahrrad, ein Sportgerät, das seinem Benutzer in Japan immer noch den Ruf des Wagemuts, wenn nicht der Verwegenheit einbringt. Zwischen den beiden Hauptinseln liegen wie hingeworfen lauter kleine Eilande, so dass ein Riese trockenen Fußes hinüberkäme. Das tun auch Auto- und Radfahrer dank eines Lindwurms aus spektakulären Brücken. Es ist eine phantastische Tour in fünfundsechzig Meter Höhe durch ein Zwischenreich aus Erde und Wasser, vorbei an Dörfern so pittoresk wie auf einer Kalligrahie, an Häusern mit kunstvollen Bonsaigärtchen und geschwungenen Dächern aus schwarzen Ziegeln, an deren Ende Drachen das Böse abwenden. Wir sehen endlose Mandarinenplantagen, deren Bäume sich mutig wie Gemse an die steilsten Flanken krallen, und Raubvögel, die tief unter uns kreisen, so hoch sind wir. Es ist eigenartig, wie sich hier die Gegensätze in wohlgefälligster Harmonie auflösen: der nüchterne Stahl der Brücken und die fauchenden Drachen aus Ton, das Hämmern auf den Werften und die Stille in den Tempeln, die stoische See und die sich aufbäumenden Inseln, die strenge Farblosigkeit der Hausfassaden und der Fauvismus all der Chrysanthemen, Azaleen, Kamelien und Hibiskusbäume. Und plötzlich fällt uns wieder ein, welches Geheimnis sie uns in Okinawa noch anvertraut hatten: Ohne Harmonie, vor allem der zwischenmenschlichen, wird das nichts mit der Langlebigkeit. Unsere Chancen steigen.

Gingko-Bouillon mit Ahornblättchen

So kommen wir nach ein paar Kilometern beschwingt auf Shikoku an, winden uns eine Betonrampe hinunter auf Meeresniveau, geben das Rad unter ständigen Verbeugungen an der Verleihstation ab und machen dann in der nächstbesten Stadt, in diesem Fall Matsuyama, pflichtschuldig das, was Japaner am liebsten machen, und zwar in einer traditionellen Ryokan-Unterkunft: Schlemmen ohne mikrobiotische Selbstkasteiung und Baden mit lebensverlängernder Ausdauer. Beim berühmten Kaiseki-Menü werden wir einmal mehr Zeuge des Mysteriums der japanischen Küche, die es ihren Genießern gestattet, zu essen wie ein Scheunendrescher, ohne sich zu überfressen. Auf den Tisch kommen ein Dutzend Gänge, ein unvergesslicher Edelkastanientofu mit Chrysanthemenblüte, der erste Tofu unseres Lebens, der nach etwas schmeckt, dann gedämpfte Seebrasse und Gingko-Bouillon mit Ahornblättern und trüffelteuren Shimezi-Pilzen, eine Jakobsmuschel in Sesamtempura mit frittierten Reiszweigen, ein Wunder nach dem anderen, das Leben hat einen Sinn, jetzt fehlt nichts mehr zum Glück, doch, eines noch, ein Bad.

Matsuyama liegt etwas ungemütlich genau auf der Bruchkante zweier tektonischer Platten, was manchmal für Unruhe und immer für reichlich heißes Wasser direkt aus dem Bauch der Erde sorgt. Deswegen ist die Stadt weltbekannt für ihr Dogo Onsen, das älteste Badehaus Japans. Vor dreitausend Jahren sollen die örtlichen Steinzeitmenschen die wundertätige Wirkung der Quelle entdeckt haben, als dort ein Reiher seinen kranken Fuß kurierte. Genau an dieser Stelle tunken jetzt fußlahme Hundertjährige, die im Rollstuhl herangefahren werden, ihre müden Glieder unter den Augen einer Reiherstatue in einen Brunnen. Wir warten eine Weile, erleben aber keine biblische Schnellheilung und gehen dann etwas skeptisch weiter zum Badehaus. Es stammt aus dem späten neunzehnten Jahrhundert und sieht so erzjapanisch aus mit seinen Pagodendächern, Drachengiebeln, Reispapierwänden und lackierten Säulen, dass es Pate für den Zeichentrickfilm "Chihiros Reise ins Zauberland" stand.

Allzumenschliches in der Götterquelle

Tag und Nacht summt es wie ein Bienenstock. Aus allen Richtungen strömen Menschenmassen herbei, Prozessionen trippelnder Gestalten jeden Alters, uniformiert mit den identischen Bademänteln ihrer Hotels, ein so typischer wie bizarrer japanischer Kollektivismus, um sich in der "Götterquelle" des Dogo Onsen alles Schlechte aus dem Leib zu spülen. Der individualistisch sozialisierte Westmensch fühlt sich im Götterbassin allerdings eher wie ein armer Teufel, so heiß und nass und voll ist es von splitternackten Kerlen, die wenig Göttergleiches, dafür aber sehr viel Allzumenschliches an sich haben.

Zum Glück gibt es ja das Privatbad des Ryokan, sehr groß, sehr leer, immer geöffnet bis auf zwei Stunden in der Nacht. Es ist die reinste Wonne: Man hockt im heißen Wasser auf warmen Steinen, fühlt sich wie im Mutterschoß der Erde, glaubt zu sehen, wie alle Sünden, die man dem eigenen Körper zugemutet hat, langsam davonschwimmen, und entsteigt diesem kathartischen Jungbrunnen mit der Gewissheit, mindestens zwei Wochen Lebenszeit gewonnen zu haben.

Ein Pilger wie ein Champignon

Irgendwann ist auch das längste Leben zu Ende. Darauf sollte man vorbereitet sein und sich gut mit den Göttern stellen. Am besten macht man das gleich hier auf Shikoku, denn dort gibt es den geschichtsträchtigsten und längsten Pilgerweg der Welt: den Hachiju Hakkasho, zwölfhundert Jahre alt, dreizehnhundert Kilometer lang, achtundachtzig Tempel miteinander verbindend, gestiftet vom wundertätigen Eremiten Kukai, der bis heute auf der Insel omnipräsent ist und mit seinem riesigen, halbkugelförmigen Pilgerhut wie ein menschlicher Champignon aussieht. Eine halbe Million Japaner gehen Jahr für Jahr auf Wallfahrt, vor allem Ältere, denen der Besuch aller achtundachtzig Tempel einen reibungslosen Eintritt ins Paradies verheißt. Da bei vielen trotz exzessiver Onsen-Bäder die Knochen morsch sind, absolvieren sie ihre Pilgerschaft im Autobus oder gehen gleich zur Nummer 51, einer lärmenden Touristenstätte mit turmhohen Pagoden und einem wuchernden Andenkenhandel. Dort hängen in einer Reihe Säckchen mit Sand aus allen Tempeln, und sie zu berühren ist fast so viel wert, wie überall gewesen zu sein, aber nur fast.

Wer sich das Leben so leichtmacht, verpasst wundervoll unprätentiöse Tempel wie Bekkusan Nankobo, die Nummer 55 im unscheinbaren Städtchen Imabari. Er liegt mitten in einem Wohngebiet und ist selbstredend mit den obligatorischen Getränkeautomaten samt Tommy Lee Jones ausgestattet, verzichtet auf jeden sakralen Pomp und zeigt sich vielmehr als ein Ort der stillen Inbrunst. Immer wieder tauchen Wallfahrer in der Pilgereinheitstracht auf, Stock, Champignonhut, Gamaschen mit Glöckchen, wallendes weißes Gewand, auf dem steht: „Wir sind zwei“, nämlich Kukai und man selbst. Sie psalmodieren vor dem hölzernen Haupttempel mit seinem dicken Balken, in den Bambus, Kiefern und Pflaumenbäume geschnitzt sind, die Symbole für Kraft, Ewigkeit und das aufblühende Leben, werfen Geld in die erste Spendenkiste und ein Zettelchen mit ihrem Namen in die zweite, damit die Götter wissen, dass sie da gewesen sind. Und sie verneigen sich vor einer Reihe puppenkleiner, mit einer Schärpe geschmückter Buddhastatuen, von denen einige ein Kindergesicht haben, kahlköpfig, sanftmütig, mit geschlossenen Augen, als schliefen sie, ganz zart und zerbrechlich, obwohl sie aus Stein sind - und schwer wie Granit wird uns das Herz, als wir erfahren, dass die Schärpe den Namen eines toten Kindes trägt, von seinen Eltern dem kleinen Buddha auf die Brust gelegt, damit er sich der Seele des Kleinen annehme. Ganz vorsichtig streichen wir dem Buddha über den winzigen Kopf und verlassen den Tempel, sehr still, sehr demütig, grüßen ein letztes Mal den verknautschten Tommy Lee Jones, der jetzt unendlich traurig dreinzublicken scheint, ach, Tommy. Vielleicht ist hundert anmaßend, vielleicht sollten wir froh um achtzig schöne Jahre sein. Vielleicht auch nicht.

Anreise: Die japanischen Fluggesellschaften ANA und JAL fliegen täglich von Frankfurt nach Tokio und unterhalten ein dichtes Netz an Inlandsflügen, unter anderem nach Okinama und Shikoku. Für die Einreise genügt ein Reisepass.

Reisen im Land: Japan ist ein hervorragend organisiertes Land. Die touristische Infrastruktur ist überall gut ausgebaut. Reisen auf eigene Faust sind, abgesehen von gelegentlichen Sprachschwierigkeiten, problemlos möglich, die Kosten liegen unwesentlich über denen in Deutschland. Empfehlenswert sind Übernachtungen in Ryokans, den traditionellen japanischen Hotels, die oft über ein Onsen-Bad verfügen.

Informationen: Japanische Fremdenverkehrszentrale JNTO, Kaiserstraße 11, 60311 Frankfurt, Telefon: 069/20353, Internet: www.jnto.de.

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Jahrgang 1966, Redakteur im „Reiseblatt“.

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