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Internet-Tipps www.museen

24.03.2008 ·  Die Zahl der Museen ist gigantisch und somit auch die Auswahl: Die meisten Menschen wollen indes einfach nur in ein Museum gehen. Dass sie dazu viel Gelegenheit haben, lernen sie auf unseren Internet-Tipps.

Von Jakob Strobel y Serra
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Niemand weiß, wie viele Museen es auf der Welt gibt. Am ehesten könnte noch der Internationale Museumsrat Icom den Überblick bewahren, der laut eigener Website 21.000 Mitglieder aus 140 Ländern hat (www.icom.org). Man findet dort zwar Grundlegendes über Museumsethik und Kulturgüterschutz, aber leider keine Links zu allen 21.000 Mitgliedern. Auch mit der virtuellen Museumsbibliothek des Icom (www.icom.museum/vlmp) wird man nicht immer glücklich, denn sie ist ein Kraut-und-Rüben-Webkatalog mit ebenso vielen Trouvaillen wie Datenmüll. Wer sich noch intensiver mit museumsspezifischen Themen aller Art befassen will, kann das auf den Seiten www.museumsbund.de und www.h-net.org tun.

Die meisten Menschen wollen indes einfach nur in ein Museum gehen. Dass sie dazu viel Gelegenheit haben, lernen sie auf der Website www.museum.com, die 40.000 Museen und historische Stätten in aller Welt aufführt. Sie sind dank interaktiver Karten und trotz einer manchmal rätselhaften Seitenarchitektur einfach zu finden, selbst wenn sie auf den Salomonen oder in Mauretanien liegen.

Der Oberstleutnant gibt sich die Ehre

Allerdings hat die Seite auch eklatante Lücken - Washington zum Beispiel, dessen Sammlungen das Herz nicht nur der Kunstfreunde höher schlagen lässt, ist mit keinem einzigen Museum vertreten. Zwölftausend Museen, botanische Gärten und Zoos in deutschsprachigen Ländern bis hin zum Glückschweinmuseum in Bad Wimpfen und zur Heimatstube Hänigsen in Uetze stellt die Seite www.webmuseen.de kurz und knapp mit Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Homepage vor. Auch hier fällt die Orientierung dank interaktiver Karten leicht, die aber nicht immer reibungslos funktionieren.

Kaum weniger riesenhaft ist die Auswahl auf der schönen Website www.deutsche-museen.de, die nicht nur real existierende Museen in Deutschland kennt, sondern auch virtuelle, etwa ein Orangenpapierchenmuseum, eine Bananenaufklebersammlung oder ein Todesanzeigenmuseum. Hier kann man lernen, wie man sich aufrecht von den Lebenden verabschiedet: „Oberstleutnant Ferdinand Otto M., Officier de la Légion d'Honneur, gibt sich die Ehre, seinen Abruf in die Ewigkeit mitzuteilen - ohne Blumen, ohne Tränen.“

Quelle: F.A.Z., 20.03.2008, Nr. 68 / Seite R4
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