18.12.2009 · Totentanz in Dubai? Seit das Emirat seine finanziellen Schwierigkeiten offenbart hat, ist es zum Prügelknaben der Weltöffentlichkeit geworden. Alle reden vom Ende. Also nichts wie hin zum Carpe diem. Doch wo nur ist der Untergang?
Von Jakob Strobel y SerraSalami Mohammed Hyanoon schweigt, lange, bedrohlich. Das war jetzt wohl die falsche Frage. Aber eine bessere gibt es derzeit nicht in Dubai. Dann streicht der mächtige Mann, der wie ein Zerberus den alten Palast der Herrscherfamilie Al Maktoum bewacht, huldvoll seine wallende Dischdascha zurecht, wiegt das von Kufiya und Iqal bekrönte Haupt und seufzt, als sei es sein letzter Seufzer, als denke er gerade an das arabische Sprichwort vom fallenden Schwert, das den Boden noch nicht berührt hat: Ja, die Krise, nein, nein, sie ist nicht schwer, aber auch nicht leicht, keine Sache von Monaten, eher von Jahren, ein, zwei, Inschallah. Ob wir uns zu viel vorgenommen haben, zu viel auf einmal gewollt? Salami Mohammed deutet mit dem Kinn zur gegenüberliegenden Wand auf das Porträt eines ernsten Mannes mit makellos gestutztem Vollbart und sagt: Das weiß nur einer, das muss man Scheich Mohammad fragen.
Scheich Mohammad Bin Rashid al Maktoum, Sohn des Raschid bin Said al Maktoum, Herrscher über das Emirat Dubai, werden seit dem 25.November viele unangenehme Fragen gestellt. An diesem Tag hat die Staatsholding Dubai World bei ihren Gläubigern um ein Schuldenmoratorium gebeten. Seit diesem Tag drischt die ganze Welt auf Dubai ein. All das, was jahrelang in den Himmel der Visionen gehoben wurde, wird jetzt mit einer solchen Häme, einem solchen Furor in den Wüstensand getreten, als habe Dubai die Menschheit arglistig getäuscht, als habe es lauter Potemkinsche Dörfer errichtet und nicht innerhalb einer Generation aus dem Nichts eine ganz und gar erstaunliche Stadt geschaffen. Mitgefühl oder Bedauern ist nicht das Gefühl der Stunde, eher Genugtuung, denn Dubais Erfolg, sein Allmachtsanspruch, der Rausch seiner Superlative, hat immer schon genauso viel Neid und Missgunst wie Bewunderung provoziert.
Die Strafe Gottes
Jetzt wird so getan, als sei die Krise eine Art Gottesurteil, eine Strafe für all die Sünden Dubais - für Hybris und Hochmut, Prahlerei und Prunksucht, Gier und Maßlosigkeit, vor allem aber für die doppelte Ketzerei der Scheichs: Sie haben sich zu Weltenschöpfern aufgeschwungen, nicht nur metaphorisch, sondern auch tiefbautechnisch, indem sie die fünf Kontinente nach dem Vorbild der künstlichen Palme von Jumeirah vor ihrer Küste aufgeschüttet haben, um sie meistbietend zu verkaufen - ein Projekt, das wie so viele andere inzwischen gestoppt worden ist. Und sie haben gegen das zivilisatorische Grundgesetz verstoßen, nach dem Städte langsam, organisch, mit menschlichem Maß wachsen und nicht binnen zweier Dekaden wie Stein gewordene Fata Morganas in die Wüste gerammt werden. Doch die vielleicht größte Sünde Dubais ist es, uns allen die verlockendste aller Illusionen geraubt zu haben: dass es Wunder gibt auf dieser Welt und Träume, die nicht irgendwann an der Wirklichkeit zerschellen.
Das Morgenwunderland ist jetzt ein Schuldnerstaat, einer mehr auf dieser Erde. Und, o Wunder, das Leben geht weiter, ohne Massenselbstmorde und Hungeraufstände, ohne Depression und Selbstzweifel. Es wird immer noch wie von Sinnen gehämmert und geschweißt, vor allem in der Dubai Marina, in der die Wohnwolkenkratzer mit der Geschwindigkeit von Bambus in den Himmel wachsen. Auch die Metro, das jüngste Prestigeobjekt und selbstredend das längste vollautomatische Schienensystem des Planeten, funktioniert tadellos. Wenn man mit diesem fünf Milliarden Euro teuren Luxusnahverkehr unterwegs ist, sehnt man sich ganz gewiss nicht nach der S-Bahn daheim - Stationen wie Foyers von Fünfsternehotels, handverlesene orientalische Schönheiten im Kassenhäuschen statt Schnapsnasen auf der Wartebank, kein Schmuddel und Schimmel, sondern Marmor und gebürsteter Stahl und dazu Loungemusik in den Waggons, dass man am liebsten gleich nach dem Kellner rufen würde. Er kommt aber nicht, stattdessen kommt die Station Mall of the Emirates, in der eine Gedenktafel mit roten Leuchtbuchstaben an die Eröffnung der Metro erinnert. Darauf steht unter der Zeile "In the Name of Allah, the Merciful, the most Compassionate" die rätselhafte Ziffernreihe "9.09.09.09.09.09." Sie ist kein kabbalistischer Hokuspokus, sondern bedeutet schlicht, dass Scheich Mohammad am 9.September dieses Jahres um neun Sekunden und neun Minuten nach neun Uhr das Startsignal für den ersten Zug gegeben hat.
Eisbär im Weihnachtsmannkostüm
Nicht nur Scheich Mohammad liebt solche Spielereien. Auch die Mall of the Emirates, unglücklicherweise nur noch die drittgrößte der Erde, weil ein paar Kilometer weiter gerade die zweitgrößte aufgemacht hat, spielt munter mit Lebens- und Architekturstilen. Sie ist eine Mischung aus Palladio und Topkapi, hat Platz für die Dependancen sämtlicher existierender Luxusmarken und eine gigantische Skihalle mit Vierhundertmeterpiste, wird friedlich bevölkert von Touristen aus Orient und Okzident, von Männern in Fußballtrikots und Jesuslatschen, Frauen in allen Abstufungen islamischer Orthodoxie von vollverschleiert bis schulterfrei und stark verhaltensauffälligen arabischen Kindern, die ihre philippinischen Dienstmädchen tyrannisieren, was den Eltern der Bälger vollkommen gleichgültig ist.
Nicht nur die gelebte Geschmacksglobalisierung kann man in der Mall of the Emirates bestaunen, sondern auch den Archetypus eines kosmopolitischen Konsumkosmos, der bis zur Schmerzgrenze tolerant ist: Weder Allah noch Scheich Mohammad haben etwas dagegen, dass im Zentrum der Mall ein haushoher Plastikweihnachtsbaum steht, behängt mit schätzungsweise einer Milliarde Christbaumkugeln, umzingelt von lebensgroßen Stoffeisbären in rosafarbenen Weihnachtsmannkostümen und Paraden schlittschuhlaufender Plüschpinguine.
Ein paar Milliarden von der reichen Verwandtschaft
Spätestens vor dieser süßlichen Weihnachtsscheußlichkeit - derzeit übrigens das beliebteste Fotomotiv weit und breit unabhängig von Rasse und Religion, Status und Einkommen - wird einem klar, dass Dubai alles andere als eine sinnlose Prahlerei verrückt gewordener Scheichs ist. Es hat eine Funktion, einen Daseinszweck: Es ist der Beweis dafür, dass die arabische und die globalisierte Welt keine Gegensätze, sondern kompatibel sind, dass islamische Länder zugleich konservativ und visionär sein können. Dubai versöhnt das Abendland mit dem Morgenland und geht dabei so weit, in den Supermärkten "Pork Shops for Non-Muslims" mit Schinken und Schnitzel einzurichten. Und en passant hat das Emirat noch etwas ganz anderes geschafft: Es hat der arabischen Welt ein Gesicht gegeben. Von Kairo oder Damaskus, Teheran oder Riad hat man kein Bild, keinen Eiffelturm, keine Freiheitsstatue im Kopf. Dubais künstliche Palme oder das Hotel Burj al Arab mit seinem stilisierten Segel kennt die ganze Welt. Das dürfte doch ein paar Milliarden Euro Schulden wert sein und sollte jene kleinlaut werden lassen, die eher Experten für den Niedergang als das Erblühen sind - Milliarden haben wir in den vergangenen zwanzig Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern gepumpt, das jetzt auch Milliardenschulden hat, aber immer noch wüst und leer aussieht, viel wüster und leerer als die Wüste Dubais.
Dubai lebt. Niemand hat hier das Gefühl, gerade das Drama von Aufstieg und Fall einer Stadt mitzuerleben. Redet man mit Ausländern, die seit Jahren am Golf leben, hört man die immer selben Antworten, die auch von Salami Mohammed Hyanoon stammen könnten, verschanzte er sich nicht hinter Scheich Mohammad: Die Krise ist ernst, aber nicht existentiell, es ist keine Systemkrise, sondern eine notwendige Korrektur und Konsolidierung; Dubai hat sein Geld nicht verschleudert, sondern ein solides Fundament gegossen, die Infrastruktur ist ausgezeichnet, die Rolle als Handelszentrum und Verkehrsknotenpunkt unbestritten. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja immer noch die reichen Cousins aus Abu Dhabi, die auf knapp zehn Prozent der Welterdölreserven sitzen und vor drei Tagen freundlicherweise zehn Milliarden Dollar für die klamme Verwandtschaft lockergemacht haben.
Die Vertreibung der Stille aus der Wüste
Dass Dubai leidet, steht außer Frage. Der Flugverkehr ist um ein Viertel eingebrochen, der Hotelsektor um fünfzehn Prozent, wobei die Auslastung immer noch bei achtzig Prozent liegt, ein Wert, nach dem man sich anderswo die Finger leckt. Der Tourismus wächst nicht mehr so stürmisch wie bisher, er muss sich aber auch nicht den Vorwurf gefallen lassen, falsche Versprechungen gemacht zu haben. Dubai hat sich nie als der Traum von 1001 Nacht mit krummdolchschwingenden Wüstenreitern angepriesen, sondern immer als Großbaustelle menschlicher Kühnheit, klimatisierte Einkaufszentren inklusive.
Manchmal hat man den Eindruck, dass viele Menschen in Dubai gar nicht so unglücklich über die Krise sind. Sie hat ja auch ganz praktische Vorteile. Der Verkehr fließt jetzt viel reibungsloser, der rituelle Dauerstau während der Rushhour auf der zwölfspurigen Scheich-Zayed-Straße, die das Emirat durchschneidet und mit ihrem permanenten Rauschen wie eine Austreibung der Stille aus der Wüste wirkt, ist wie von Geisterhand verschwunden. Die Mieten sind jetzt wieder erträglich, die Lebenshaltungskosten treiben niemanden mehr aus dem Land, die Touristen als klassische Krisengewinnler können sich über niedrige Preise freuen. Auch die aberwitzige Immobilienzockerei des „Flipping“, bei der Häuser schon dreimal den Besitzer gewechselt hatten, bevor sie überhaupt gebaut waren, ist jetzt Geschichte. Und mit der Gelassenheit des Wüstensohns sieht das Ganze der Herrscher höchstselbst. Er lässt sich mit den weisen Worten zitieren, dass die Krise nach so vielen anstrengenden Jahren eine gute Gelegenheit zum Nachdenken und Atemschöpfen sei - aber nur bis zum 4.Januar, denn dann wird das nächste riesengroße Superlativ-Fass aufgemacht.
Eine 818 Meter hohe Provokation
Der Burj Dubai, der an diesem Tag mit Allahs Segen von Scheich Mohammad eröffnet wird, ist eine Provokation, eine Infamie, die nächste Ketzerei, ein Turmbau zu Babel, errichtet in einem Land, in dem Menschen aus zweihundertzwei Staaten arbeiten. Seit es Hochhäuser gibt, haben sich die jeweiligen Weltrekordhalter immer um zehn, zwanzig, höchstens fünfzig Meter übertroffen, das war eine Art Gentlemen's Agreement. So hat man sich vom Empire State Building bis zum aktuellen Rekordinhaber Taipei101 in dreiundsiebzig Jahren maßvoll von 381 auf 509 Meter gesteigert. Und jetzt kommt dieser magersüchtige Gigant daher, der aussieht wie ein Teleskopstab, den man so lange in die Länge gezogen hat, bis er unfassbare 818 Meter maß, dreihundert Meter mehr als der Gartenzwerg aus Taipeh. Kopfschüttelnd steht man vor dem klapperdürren Koloss und schwankt zwischen Empörung und Bewunderung. Denn trotz seiner absurden Höhe hat der Burj Dubai eine seltsame Zartheit, eine Zerbrechlichkeit fast, eine stille, in sich gekehrte Schönheit bar jeder Protzerei und Präpotenz. Er ist ein scheuer Riese, von dem man die Augen nicht wenden kann und von dem man sich beim letzten, langen Blick aus dem Flugzeug mit Wehmut verabschiedet.
Zu Füßen des Burj Dubai breitet sich die Dubai Mall wie ein Versailles des Konsumismus aus, die zweitgrößte Mall der Welt, die superlativistischste von allen, das Wort muss jetzt für Dubai erfunden werden. Von allem gibt es hier noch mehr - noch mehr Luxus und Prunk, noch mehr Gucci und Armani, noch mehr Ferraris und Lamborghinis auf den Valet Parkings, noch mehr Mobiltelefone für zehntausend Euro und Armbanduhren für hunderttausend Euro, noch mehr Eislaufbahnen in der Wüste und Palmen im Weihnachtsglitzerkleid, noch mehr Burkaschönheiten wie aus dem Serail Suleimans des Prächtigen und platinblonde Töchter Slawiens, einsachtzig Meter hoch, davon einsvierzig Beine, mit Absatz zwanzig Zentimeter mehr, noch mehr und noch mehr, bis aus dem Überfluss Überdruss wird und man stehenbleibt und sich plötzlich ganz leicht fühlt, weil man sich fragt, was man zum Glücklichsein braucht und was nicht.
Champagner in der brandneuen Altstadt
Zum Glück gibt es die Altstadt. Sie liegt genau neben der Dubai Mall, ist natürlich brandneu, kaschiert das aber meisterhaft. „The Old Town“ sieht aus wie Medina, Souk und Kasbah in einem, ein Labyrinth aus ockerfarbenen Häusern mit Zinnen und Erkern, Springbrunnen und Kaskaden, Hufeisenböden und Pergolen, gefüllt mit den üblichen Dubai-Zutaten, Luxushotels, Luxusapartments, Luxusläden, Restaurants, Cafés, Wasserpfeifenkneipen. In den Lokalen mit Alkohollizenz tobt das Leben, der Champagner fließt nicht in Magnumflaschen, sondern gleich im Nebukadnezar - die Krise ist hier entweder nicht der Rede wert oder sehr, sehr groß, ein Prosit auf das Carpe diem! Und in den Pseudoantiquitätengeschäften gehen mannshohe Vasen und kleinlastergroße Intarsientruhen weg wie warme Semmeln, Raritäten im allerbesten Zustand, was kein Wunder ist, denn das mit Abstand Älteste in diesen Läden sind die Verkäuferinnen, eine schöner als die andere und jede einzelne so jung und frisch wie eine Rosenknospe.
Dubai wird immer wieder der Vorwurf gemacht, so künstlich, klinisch und aseptisch wie ein Disney-Themenpark zu sein. Das ist absurd, denn was anderes kann eine Stadt denn sein, die aus dem Nichts geschaffen wird? Wer keine Geschichte hat, muss sie simulieren wie in der „Old Town“ oder besser noch gleich selbst schreiben wie mit dem Bau des Burj Dubai. Das macht Dubai radikaler, rücksichtsloser als jeder andere Ort auf Erden, immer dem ketzerischen, jeden Abendländer brüskierenden Credo folgend, dass Abwesenheit von Geschichte kein Manko, sondern die Chance der Ballastfreiheit ist.
Der Kapitän mit der Kinderschrift
Um seine bescheidene historische Erbschaft macht das Emirat kein Aufheben. Die echte Altstadt mit ihrem Goldsouk überlässt es den Touristen, meist Dubai-Neulingen von den Kreuzfahrtschiffen, die Thrombosestrümpfe statt High Heels tragen und auch noch siebzigjährig mit Schmerbauch im Muscleshirt herumlaufen. Einen Anflug von Pittoreske erlaubt sich die Stadt nur am Creek, dem Meeresarm, der sich tief in die Wüste schneidet. An seinem Ufer sind wie seit Generationen die Dhaus festgemacht, hölzerne Frachtschiffe mit verwegenen Besatzungen und stolzen Kapitänen - einer hat mit ungelenker Kinderschrift „Captan Mohammad Kalifa“ auf ein Holzschild an seiner Brücke geschrieben -, während sich am Kai ihre Fracht stapelt, Kühlschränke und Waschmaschinen Wassertanks und Abflussrohre, Linsen und Reis, solide Realwirtschaft seit den fernen Zeiten, als Dubai noch an der Piratenküste lag.
An der Mündung des Creek stehen die Reste des alten Palastes der Al Maktoums, eher ein geduckter Gutshof mit lehmverputzten Wänden, farblos wie die Wüste, bescheiden wie das Leben in ihr, aber so perfekt restauriert und blankgefegt, dass man schon wieder zweifelt, ob das alles echt ist oder wieder nur simuliert, manchmal traut man Dubai doch nicht über den Weg. Als Scheich Mohammad ein Junge war, haben die Al Maktoums diese Häuser verlassen, um in richtigen Palästen zu leben. Wohnten sie noch immer hier, sähen sie von ihrer Dachterrasse aus die Wolkenkratzer mit Rolex-Reklame und die Minarette mit Halbmond links und rechts des Creek, am Horizont den gertenschlanken Burj Dubai, der wie eine Schimäre im Wüstensand schimmert, so unwirklich hoch, so phantastisch leicht. Und über sich hörten sie das Donnern der startenden Dreiachtziger-Airbusse, die ganz langsam im Dunst verschwinden. Die Staatslinie Emirates hat mehr Exemplare von ihnen bestellt als jede andere Fluggesellschaft auf Erden, dreiundfünfzig Stück für siebzehn Milliarden, zahlbar in Dollar, nicht in Illusionen.
Vergleich Dubay mit ex. DDR
Horst Trummler (Vandale6906)
- 18.12.2009, 11:49 Uhr
Großmäuler
Markus Teuber (arathorn)
- 18.12.2009, 12:05 Uhr
@Trummler
Rene Meyer (matrix1329)
- 18.12.2009, 12:09 Uhr
Ich machs kurz!
Uwe Benkert (uwebenkert)
- 18.12.2009, 15:13 Uhr