Das kleine Land, eingeklemmt zwischen Pazifik und Karibik, ist mit dem Auto mühelos an einem Tag zu durchqueren. Doch die Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen dazwischen erstaunt jeden Besucher. Die Ticos, wie sich die Einheimischen selbst nennen, haben sich darauf eingestellt, ihren naturverbundenen Gästen ihr Land sportlich nahe zu bringen. Sie eröffnen den aktive Reisenden unzählige Varianten, die landschaftlichen Reize auf die etwas andere Art zu erkunden.
Zur Einstimmung kann man ja noch ganz gemächlich mit der Regenwald-Tram beginnen, einer ausrangierten Bergbahn aus den USA, der heute quer durch den Regenwald gespannt ist, und Besucher in kleinen Gondeln durch die Dächer der Baumriesen schweben lässt. Die aktivere Variante ist Canopy, wobei man im Klettergurt am Stahlseil baumelt.
Entspannung bietet ein Bad in den heissen Thermalbecken von Tabacón, eisgekühlten Guavensaft schlürfend, und von dort aus zu beobachten, wie der Vulkan Arenal in unregelmäßigen Abständen glühende Magma speit. Doch so richtig unter die Haut geht das Rumoren des aktivsten Vulkans Costa Ricas, wenn man sich ihm vorsichtig zu Fuß nähert. Wenn man das Grummeln und Räuspern, das mit dem das vielstimmigen Gezwitscher aus dem Regenwald unterlegt ist, nicht nur hört, sondern spürt.
Ob geruhsam im Kajak durch fast stehende Gewässer oder mit Vollgas im Raftingboot auf dem Río Reventazón, wo bereits mehrfach die Weltelite paddelte; ob bequem im Sattel eines geduldigen Pferdes oder etwas strapaziöser auf dem Sattel des Mountainbikes: Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie das Land.