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Belgien Der Glaubenskampf um Pommes frites

 ·  Ein Jahr lang steht Brüssel im Zeichen seiner kulinarischen Schätze. „Brussellicious 2012“ heißt das Freudenfest, bei dem von der Imbissbude bis zum Sternerestaurant alle mitmachen.

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Lutz von Peter

Armer Herr Gruenbaum, das ist doch Stammtischgerede

Wenn Sie Schönes und Aufregendes in Brüssel auf nicht schlechtes Essen beschränkt sehen, dann haben Sie entweder nicht geguckt, sind blind oder wollen es nicht sehen. Haben Sie schon einmal eine Jugendstilführung durch Brüssel gemacht? Nein? Waren sie schon mal in der Maison Horta? Auch nicht? Haben Sie die unendliche Anzahl der Museen abgeklappert? Und wenn Sie unbedingt vom Essen reden wollen: ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass alle Belgier gut kochen, Männlein wie Weiblein? Gut, wie in 'haute cuisine', nicht wie Spiegeleier mit Speck. Und gut trinken auch, übrigens. Kennen Sie ein paar Belgier, die Ihnen etwas zeigen? Oder sind sie Europäer und leben im internationalen Ghetto der EU? Haben Sie einmal das Umland erforscht mit seinen Hunderten von Herrensitzen in allen Zustanden der Erhaltung? So leichtfertig sollten sie nicht die dummen Vorurteile über Brüssel nachplappern. Wer diese Stadt kennenlernen will kann unglaublich viel entdecken. Sich auf Belgien einzulassen lohnt sich

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Ronald Gruenebaum

Tja

Der Autor beschreibt korrekt, dass man in Bruessel eigentlich nie schlecht isst.

Das ist es dann aber auch mit den Vorzuegen dieser Stadt. Der Rest funktioniert schlecht bis gar nicht. Die Idee mit der Strassenbahn ist typisch belgischer Surrealismus, denn der oeffentliche Nahverkehr ist eine reine Katastrophe in Bezug auf Sauberkeit, Puenktlichkeit und Komfort. Deswegen reist man in Bruessel immer mit dem Auto an, auch an der Fritkot um die Ecke.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 11:55 Uhr
Harry Pastorius
Harry Pastorius (ookk) - 10.03.2012 11:55 Uhr

Mag sein

macht aber auch zum Teil grad den Charme aus, dass es da leicht chaotisch zugeht. Ich habebei den Belgiern das Gefühl, dass sie sich auch etwas absichtlich der Effektivität verweigern - die Wallonen und Brüsseler freilich mehr als die Vlamen. Und es gibt bei belg. Angestellten zB. eine deutliche Neigung zur Aufsässigkeit gegen ihre Chefs...

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Henrique Laitenberger

Einspruch

Ich halte dies um ehrlich zu sein für eine masslos übertriebene und pessimistische Sicht Brüssels. Ich habe 14 Jahre lang in der Stadt gelebt und sie während dieser Zeit auch lieben gelernt. Allein der Grand' Place mit seinen jahrhunderte alten Gildenhäusern ist schon einen Besuch wert und der öffentliche Nahverkehr ist zwar bei Weitem nicht so perfekt, wie man es sich wünschen würde, aber ich ziehe ihn eindeutig den Londoner ÖPNV vor, allein der Bequemlichkeit wegen. Das einzige, was man an der STIB durchaus kritisieren kann, sind die alljährlichen Streiks, die eine der grössten Nuisancen des öffentlichen Lebens in Brüssel darstellen.

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