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Wanddekoration : „Dieses Mal machen wir die Quadrate ganz bunt“

  • -Aktualisiert am

Geschäftsführer Rafael Horzon in den Verkaufsräumen von Horzons Wanddekorationsobjekten Bild: VerenaEidel/Emons

Der Berliner Autor, Unternehmer und Designer Rafael Horzon spricht über seine Wanddekorationsobjekte und Messe-Erfahrungen in Aserbaidschan.

          Herr Horzon, Sie sind ein vielbeschäftigter Mann. Ihr Ikea-Konkurrent Moebel Horzon feiert 2099 hundertjähriges Bestehen. Wie laufen die Vorbereitungen?

          Ich kann seit Wochen an nichts anderes mehr denken, aber das Programm steht bereits. 19 Uhr: Eintreffen der Gäste im Vestibül, Begrüßungsgetränk. 19.30 Uhr: Grußwort der Bundeskanzlerin Dr. h.c. Angela Merkel. 20 Uhr: Szenische Aufführung der Mondscheinsonate durch 7000 Moebel-Horzon-Fließbandarbeiterinnen. 20.30 Uhr: Kleiner Imbiss. Gegen 21 Uhr ist dann der Höhepunkt der Veranstaltung vorgesehen, die Sprengung des Berliner Stadtschlosses.

          Sollte das Stadtschloss nicht schon viel früher gesprengt werden? Sie planen doch an der Stelle ...

          ... ja, an der Stelle soll der Horzon-Tower errichtet werden, mit 3500 Stockwerken das größte Gebäude Berlins. Vielleicht müssen wir das hundertjährige Moebel-Horzon-Jubiläum auch etwas vorverlegen, zum Beispiel auf nächstes Jahr. Die Zeit drängt!

          Neben der Planung Ihres Horzon-Towers und Ihrem schlauchenden Alltag als Bestsellerautor sind Sie auch mit Wanddekorationsobjekten gut im Geschäft.

          Das kann man leider nicht behaupten. Wir haben „Horzons Wanddekorationsobjekte“ im Januar 2014 eröffnet. Seitdem haben wir kein einziges Wanddekorationsobjekt verkauft.

          Vielleicht liegt das auch am recht hohen Stückpreis von 600.000 Euro. Was rechtfertigt eigentlich diesen Preis?

          Es gibt bei der Preisgestaltung zwei unterschiedliche Strategien: Man kann versuchen, viele tausend Einheiten zu einem niedrigen Stückpreis abzusetzen. Denselben Umsatz kann man erzielen, wenn man nur wenige Einheiten zu einem sehr hohen Stückpreis absetzt ...

          Man merkt, dass Sie sich mit der Materie eingehend beschäftigt haben.

          Ich habe vor meinem Bestseller „Das Weisse Buch“ ja bereits drei andere, weniger erfolgreiche Bücher geschrieben, Bücher über Wirtschaftslehre, davon profitiere ich noch heute.

          Es handelt sich bei Ihren Objekten um Quadrate aus transparent-farbigem Plexiglas, die farbliche Akzente setzen. Steckt da auch eine Message dahinter?

          Eine Message? Sehen Sie mal, im Grunde genommen sind diese Objekte ja nur die Neu-Auflage der „Wanddekor“-Objekte, die wir bereits 2002 auf den Markt gebracht haben, das waren schwarze und weiße Quadrate. Davon haben wir damals genau EIN Stück verkauft. Ein schwarzes Quadrat. Zum Preis von 50 Euro! Deshalb haben wir gesagt: Dieses Mal machen wir die Quadrate ganz bunt. Und viel teurer.

          Ihre Wanddekorationsobjekte ähneln Anselm Reyles Streifenbildern. Führen Sie sein Erbe fort?

          Anselm Reyle ist ein Freund, dessen Arbeit ich sehr schätze. Möglicherweise ähneln die Wanddekorationsobjekte daher auch seinen Streifenbildern. Aber sie unterscheiden sich in einem zentralen Punkt: Die Streifenbilder sind Kunst. Die Wanddekorationsobjekte sind keine Kunst.

          Kann, was keine Kunst ist, auch nicht kritisiert werden?

          Gute Frage! Aber: Ja, ich bin wirklich völlig unangreifbar, weil ich ja wirklich der Einzige bin, der das tut, was ich tue. Und ich habe mir das noch nicht einmal selber ausgedacht, sondern einfach nur den Rat einer Wahrsagerin befolgt!

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