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50 Millionen mehr : Auf der Erde leben jetzt 7,6 Milliarden Menschen

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Unter der Hitze ächzen die Menschen. Und unter den Menschen ächzt die Erde. Bild: AFP

Seit dem heutigen Mittwoch lebt die Menschheit ökologisch auf Pump. Gleichzeitig leben immer mehr Menschen auf dem Planeten, zeigt der Welternährungsticker von FAZ.NET.

          Die natürlichen Ressourcen sind aufgebraucht – zumindest all die, die die Menschheit in diesem Jahr verbrauchen dürfte, ohne Raubbau an der Erde zu betreiben. Das ist so früh wie noch nie.

          Berechnet hat das Datum des Earth Overshoot Day (Erdüberlastungstag) die Forschungsorganisation Global Footprint. Die Wissenschaftler rechnen dafür aus, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung.

          Gleichzeitg dürfte die Zahl der auf der Welt lebenden Menschen erstmals die Marke von 7,6 Milliarden überschritten haben. Das zeigt der „Weltbevölkerungs-Ticker“, den FAZ.NET für das journalistische Langzeitprojekt „Race to feed the World“ programmieren ließ. Der Ticker stellt eine lineare Fortschreibung des historischen Trends dar.

          Race to Feed the World

          Am Jahresbeginn lebten auf der Welt laut den Vereinten Nationen rund 7,55 Milliarden Menschen. Die mittlere Prognose zeigt an, dass im Jahr 2050 9,8 Milliarden Menschen auf der Welt leben sollen, im Jahr 2100 dann mehr als 11 Milliarden.

          Race to Feed the World
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          In Zukunft leben 9 Milliarden Menschen auf der Erde. Wie werden sie satt, ohne dass der Planet kollabiert? Ein Jahr lang suchen wir Antworten.

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          Am 1. August vormittags stand der Weltbevölkerungs-Ticker von FAZ.NET auf 7.600.689.949 Menschen. Davon leben rund 4,5 Milliarden in Asien, 1,3 Milliarden in Afrika, 360 Millionen in Nordamerika und 740 Millionen in Europa. Die jährliche Wachstumsrate der Weltbevölkerung beträgt 1,2 Prozent im Jahr. Vor fünfzig Jahren lag sie noch bei rund 2 Prozent.

          Das journalistische Projekt „Race to Feed the World“ sucht in Analysen, Reportagen und Online-Formaten wie Quizzes und Multimedia-Stories Antworten auf die Frage, wie auf etwa gleich bleibenden Flächen die Produktivität der Landwirtschaft erhöht werden kann. Auch soll dargestellt werden, wie sich überhaupt die gegenwärtige Weltbevölkerung ernährt – nämlich zum überwiegenden Teil durch Kleinbauern in Asien und Afrika.

          Zu diesem Ziel begleitet die F.A.Z. zwei Bauern übers Jahr, einen in Deutschland und einen in Sambia. Laut dem Bevölkerungs-Ticker vom Mittwoch blieb die deutsche Bevölkerung nahezu konstant bei 81,38 Millionen Menschen. Diejenige des Landes Sambia wuchs seit Jahresbeginn von 17,47 auf 17,77 Millionen Menschen. Trotz großer Armut und Mangelernährung leben nun also rund 300.000 Sambier mehr auf der Welt.

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          Race to Feed the World ist ein Projekt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, gefördert durch das European Journalism Centre über dessen Programm „Innovationen im Entwicklungsjournalismus“.faz.net/feedtheworld