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Zuwanderung : Hecheln auf dem Gipfel

Die deutsche Politik hat den demographischen Wandel verschlafen. Jetzt fordern Politiker und Wirtschaftsführer mehr „Zuwanderung“. Ob Deutschland aus seiner Einwanderungsgeschichte etwas gelernt hat?

          Die deutsche Politik hat die Gefahren, die vom demographischen Wandel ausgehen, viel zu spät entdeckt und ernst genommen; jetzt hechelt sie ihnen von Demographiegipfel zu Demographiegipfel hinterher, ohne die verlorene Zeit jemals aufholen zu können. Weil die Wirtschaft aber schon das Horrorbild von stillstehenden Fabriken an die Wand malt, ruft nun auch die Politik nach „Zuwanderung“ (und meint doch Einwanderung).

          Deutschland, das nie ein Einwanderungsland sein wollte, deshalb die Einwanderung nicht regelte und dadurch zu einem Einwanderungsland mit ungeregeltem Zuzug wurde, müsste aber doch wenigstens gelernt haben, dass das Anwerben ausländischer Arbeitskräfte vielfältige gesellschaftliche Folgen hat, mit denen die Republik bis heute ringt.

          Es spricht daher viel für den Vorschlag von Innenminister Friedrich, vorrangig qualifizierten Einwanderern aus den Krisenländern der EU einen Neuanfang in Deutschland zu ermöglichen. Das würde der hiesigen Wirtschaft und den EU-Partnern helfen, die unter einer dramatisch hohen Arbeitslosigkeit leiden.

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