06.06.2008 · An Tagen wie diesen sieht man, wie es um die zur Schau gestellte Selbstsicherheit des Diktators wirklich bestellt ist. Mugabe ist in Panik. Er ahnt wohl, dass nicht nur die Geschichte ein vernichtendes Urteil über seine Herrschaft sprechen wird.
Von Peter SturmRobert Mugabe lässt nichts aus. Bei der FAO-Konferenz hat er wieder einmal alle Welt - nur nicht sich selbst - verantwortlich gemacht für das Elend seines Landes. Kaum wieder zu Hause, will er denjenigen, die helfen könnten, die Arbeit im Land verbieten. Und seinen Gegner in der Stichwahl um das Präsidentenamt, Tsvangirai, lässt er wieder und wieder von der Polizei festnehmen.
An Tagen wie diesen sieht man, wie es um die zur Schau gestellte Selbstsicherheit des Diktators wirklich bestellt ist. Mugabe ist in Panik. Er kann nicht mehr sicher sein, dass sein Apparat bereit und in der Lage ist, das Ergebnis der Wahl so hinzubiegen, dass er eine weitere Amtszeit erhält. Und ein Leben abseits der Macht kann sich ein Mann wie Mugabe schon gar nicht vorstellen.
Für ihn, der sie einst als „Befreiungskämpfer“ erobert hat, ist sie eine Art Lebensversicherung. Er ahnt wohl, dass nicht nur die Geschichte ein vernichtendes Urteil über seine Herrschaft sprechen wird. Auch der gegenwärtigen Gerichtsbarkeit will er sich durch Festhalten am Amt entziehen.