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Zeitungsbericht Washington bereitet Programme für Flüchtlinge im Irak vor

 ·  Die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge nichtstaatliche Hilfsprojekte in Irak vor einer möglichen militärischen Intervention mit einem Millionenbetrag unterstützen.

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Die USA bereiten einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen ihrer Überlegungen für einen Angriff auf Irak Hilfsprogramme für Flüchtlinge vor. Die Tageszeitung „Financial Times“ berichtete am Donnerstag, ihr liege ein Schreiben des amerikanischen Außenministeriums vor, mit dem im vergangenen Monat Nicht-Regierungsorganisationen um Vorschläge für Hilfsprogramme ersucht worden seien.

Die Projekte sollten Flüchtlingen im Irak und den Nachbarländern zu Gute kommen. Die amerikanischen Vorschläge umfassen dem Bericht zufolge Regierungsmittel in Höhe von 6,6 Millionen Dollar. Neben einer Hilfe für Flüchtlinge werde auch an langfristigere Programme wie die Beseitigung von Landminen gedacht.

Hilfsorganisationen zögern

Einige Nicht-Regierungsorganisationen zögerten, sich um die Mittel zu bemühen, da sie einem Krieg gegen Irak nicht Vorschub leisten wollten, hieß es in dem Blatt. Ranghohe Vertreter von Organisationen hätten berichtet, das Zentrale Kommando der amerikanischen Armee für den von den USA ausgerufenen Krieg gegen den Terrorismus habe eine Liste von Hilfsorganisationen angefragt. Dabei gehe es um in den USA ansässige internationale Hilfsorganisationen, die im Irak und in der Region tätig seien.

Unterdessen haben amerikanische und britische Flugzeuge abermals im Süden Iraks zwei Stützpunkte zur Verteidigung des irakischen Luftraums bombardiert. Wie das amerikanische Generalkommando in Tampa im Staat Florida in der Nacht zum Donnerstag mitteilte, ging es bei dem Angriff darum, das in dieser Region geltende Flugverbot für irakische Maschinen durchzusetzen. Dieses war nach dem Golfkrieg von 1991 verhängt worden, um eine Pufferzone zum Schutz der südirakischen Opposition zu schaffen.

Mehrere Angriffe

Zur Verteidigung dieser Zone hat die amerikanisch-britische Koalition nach eigenen Worten in letzter Zeit wieder mehrfach Angriffe geflogen, den letzten am 5. August. Der irakische Staatschef Saddam Hussein macht geltend, dass die Einrichtung der Flugverbotszone seine Souveränität verletze, und hat mehrfach versucht, die Patrouillienmaschinen der Koalition abzuschießen.

Der amerikanische Geheimdienst hatte zuvor nach einem Bericht der Zeitung „Washington Post“ Aktivitäten auf dem Gelände einer irakischen Fabrik ausgemacht, die biologische Waffen produzieren soll. „Ein Konvoy von rund 60 Lastwagen wurde von einem Spionagesatelliten auf dem Gelände einer Fabrik fotografiert, die als Fabrik für biologische Waffen bekannt ist", zitierte die Zeitung Geheimdienstkreise. Die Fabrik liege bei Tadschi knapp zehn Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bagdad. Präsident George W. Bush wirft Irak vor, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen zu wollen und hat einen Militärangriff auf das Land nicht ausgeschlossen.

CIA schweigt

„Sie (die Iraker) bringen Material hinein oder heraus", hieß es der Zeitung zufolge in Kreisen, die mit dem Bericht des Geheimdienstes vertraut sind. Allerdings seien Geheimdienstinformationen über das irakische Waffenprogramm begrenzt. Der Geheimdienst CIA kommentierte den Zeitungsbericht zunächst nicht.

Anfang des Monats hatte die „Washington Post“ berichtet, der Geheimdienst suche nach einem nördlich von Bagdad gelegenen Labor, in dem vermutlich biologische Waffen entwickelt würden. Der irakische Botschafter bei den Vereinten Nationen (UNO), Mohammed Alduri, hatte am Dienstag dagegen erklärt, sein Land sei frei von Massenvernichtungswaffen. „Es ist nichts versteckt im Irak. Es gibt überhaupt keine Massenvernichtungswaffen", sagte Alduri.

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