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Zeitungsbericht Festgenommener Türke sollte 1999 ausgewiesen werden

10.09.2002 ·  Der in Heidelberg unter Terrorverdacht festgenommene Türke sollte laut einem Zeitungsbericht bereits 1999 wegen Drogenhandels ausgewiesen werden.

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Für den in Heidelberg unter Terrorverdacht festgenommenen Türken ist nach einem Pressebericht bereits 1999 die Ausweisung wegen Rauschgifthandels verfügt worden. Die Abschiebung des 24-jährigen Osman P. sei im Juni 2001 „an einem formalen Fehler“ des Regierungspräsidiums Karlsruhe gescheitert, berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“.

Das Verfahren sei wenige Wochen später eingestellt worden. Der in Deutschland geborene türkische Staatsbürger habe zuvor gegen die Verfügung aus Karlsruhe Rechtsmittel eingelegt und vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim Recht bekommen. Das Gericht bestätigte dies nach Angaben der Zeitung.

Unter Bewährung

Wie die Zeitung weiter berichtete, war der Türke zuvor bereits wegen anderer Straftaten verurteilt worden. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung habe er nach Auskunft des baden-württembergischen Justizministeriums unter Bewährungsauflagen gestanden.

Osman P. war am Donnerstag zusammen mit seiner 23-jährigen amerikanischen Freundin Astrid E. in Walldorf bei Heidelberg festgenommen worden. In der gemeinsamen Wohnung wurden Chemikalien zur Herstellung von 20 Kilogramm Schwarzpulver, fünf vorbereitete Rohrbomben sowie elektronische Bauteile sicher gestellt. Vermutet wurde, dass das Paar am 11. September einen Anschlag in Heidelberg verüben wollte.

Schäuble: Probleme bei der Kommunikation

Am Montag hatte der baden-württembergische Innenminister Thomas Schäuble Probleme bei den Ermittlungen eingeräumt. Von Pannen zu sprechen, sei aber ungerecht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg waren zwischen den ersten Hinweisen auf Osman P. und dem Zugriff eineinhalb Monate vergangen. Schäuble betonte: „Polizei und Staatsanwaltschaft haben keine klein karierte Kritik verdient.“ Richtig sei allerdings, dass es bei der Justiz gewisse Schwierigkeiten mit der Kommunikation gegeben habe. Die Verzögerungen seien für den weiteren Verlauf aber nicht kausal gewesen, sagte der CDU-Politiker.

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