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Wissens-Dossier Weltreligion Islam

20.07.2006 ·  Autoren der F.A.Z. gehen in diesem Dossier der Frage nach, wie aus der Weltreligion, deren Name „friedliche Hingabe“ bedeutet, mit dem Islamismus jene aggressive politische Ideologie entstehen konnte, die zum Mittel der Gewalt und des Terrorismus greift.

Von Birgitta Fella, F.A.Z.-Archiv
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Der Prophet Mohammed hat im siebten Jahrhundert nach Christus die Grundlage einer muslimischen Gemeinde gelegt, die sich im Laufe der Jahrhunderte ausgedehnt hat. Etwa 1,2 Milliarden Muslime leben heute in vielen Ländern der Erde, vor allem in dem Staatengürtel von Marokko über Mittelasien bis Indonesien.

Zu den Besonderheiten der islamischen Welt gehört das Zusammengehörigkeitsgefühl der „Umma“, der muslimischen Gemeinde, das sich über Staats- und Kulturgrenzen hinweg zeigt. Obwohl der Islam nicht als Kirche organisiert ist und kein religiöses Oberhaupt kennt, erscheint er als eine einheitliche Weltreligion. Moscheen und Minarette, der Gebetsruf, das Fasten im Ramadan, das Almosengeben, das Meiden von Schweinefleisch und Alkohol sind Gemeingüter in der muslimischen Welt. Gleichwohl gibt es auch Unterschiede: Sunniten unterscheiden sich von Schiiten, arabische Muslime von Nichtarabern.
Und es gibt den fanatischen, fundamentalistischen Islam, der alles Westliche verteufelt. Vielfach wird der islamische Fundamentalismus als Reaktion auf den vermeintlichen Werteverfall des Westens verstanden. Das in Amerika und Europa als vorbildhaft erachtete Modell einer liberalen Gesellschaftsordnung ist für islamische Sozialgefüge nicht unbedingt übertragbar.

Der schon vor Jahrzehnten von dem amerikanischen Politikwissenschaftler Samuel Huntington vorausgesagte „Kampf der Kulturen“ ist aktueller den je.
"Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod." Mit diesem Kampfruf treiben radikale Islamisten die Diskrepanz zwischen christlicher und der islamischer Welt auf die Spitze.

Autoren der F.A.Z. gehen in diesem Dossier der Frage nach, wie aus der Weltreligion, deren Name „friedliche Hingabe“ bedeutet, mit dem Islamismus jene aggressive politische Ideologie entstehen konnte, die zum Mittel der Gewalt und des Terrorismus greift. Sie beleuchten kulturelle und religiöse Wurzeln der islamischen Welt, hinterfragen die Entwicklung in islamischen Staaten und die Möglichkeiten des Dialogs der verschiedenen Kulturen. In den rund 65 Artikeln aus der F.A.Z. und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kommen neben den Zeitungsredakteuren und -korrespondenten namhafte Kenner des Islams zu Wort.

Vertiefen Sie das Thema mit der CD-ROM des F.A.Z.-Archivs "Die Welt des Islams". Mit über 40.000 Artikeln aus der F.A.Z. und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von 1993 bis Juli 2004 ist die zweite, aktualisierte Neuauflage dieser Länder-CD ein umfassendes Nachschlagewerk über die islamische Welt.

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