12.05.2005 · Zehn neue Mitglieder, eine Verfassung, ein europäischer Außenminister, ein gestärktes Parlament - die Europäische Union des Jahres 2004 hat nicht mehr viel gemein mit dem ehemaligen „Europa der Fünfzehn“.
Von Birgitta Fella, F.A.Z.-ArchivDer Oktober 2004 war ein überaus wichtiger Monat für die Europäische Union. Seit dem 29. hat die Union eine eigene Verfassung und nur wenige Tage zuvor zeigte das Europaparlament seine Macht, die von den Exekutivgremien lange Zeit nur zu gern unterschätzt wurde. Der Kommissionspräsident in spe José Manuel Durão Barroso ließ es erst gar nicht zur Abstimmung über seine Mannschaft kommen und stellte ein neues Kommissionsteam ohne den umstrittenen Italiener Buttiglione auf.
Die Europäische Union des Jahres 2004, erweitert um zehn neue, vor allem osteuropäische Mitglieder hat nicht mehr viel gemein mit dem ehemaligen „Europa der Fünfzehn“. Unser Dossier zeichnet den Werdegang der Europäischen Union nach, beleuchtet deren neue Machtzentren und zeigt auf, was für das künftige Leben in der EU wichtig wird.