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Winterspiele in Sotschi : Liebesgrüße für Putin

Der russische Präsident Wladimir Putin im August 2009 Bild: dpa

Wen schickt man einem Präsidenten, der sich mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd fotografieren lässt? Obama hat eine bewundernswerte Lösung für den Umgang mit Putins lupenreiner Homophobie gefunden.

          Am härtesten muss den russischen Präsidenten der Satz des Hip-Hop-Sängers Smudo treffen: „Herr Putin, sagen Sie mir nicht, dass jemand, der sich mit nacktem, muskulösem Oberkörper auf einem Pferd fotografieren lässt, etwas gegen schwule Propaganda hat.“ Konzerte in Russland könnten nach diesem Kommentar für den Sänger schwierig werden, es sei denn, er wollte sie ein paar Jahre lang nur noch in Sibirien geben.

          Doch zieht es die westliche Künstlerszene derzeit ohnehin nicht mit Macht in Putins lupenreine Demokratie. Auch in der Politik folgt eine Absage der anderen. Gauck fährt nicht nach Sotschi und Hollande auch nicht. Die Kanzlerin, die nirgends zur Übertreibung neigt, überlegt noch. Schließlich soll Putin verstehen, dass es so nicht geht, aber ganz verderben will man es sich mit ihm auch nicht, schon gar nicht im Winter.

          Obama hat für dieses Problem eine bewundernswerte Lösung gefunden. Er berief zwei offen lesbische Sportlerinnen in die amerikanische Delegation für Sotschi, die Putin Liebesgrüße aus Washington überbringen soll. Nun kann man wirklich sagen, dass der Kalte Krieg vorbei ist.

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