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Whistleblower Stuxnet und der General

James Cartwright soll Reportern brisante Informationen gegeben haben. Der Verdacht des Geheimnisverrats steht im Raum. Ob daraus Schaden für Amerikas nationale Sicherheit entstanden ist, lässt sich noch nicht sagen.

Wenn es um Spionage und Geheimdienste geht, schießen nicht nur wüste Phantasien ins Kraut, es wird auch alles mit allem vermengt. Zu den Fällen Wikileaks (Julian Assange) und Prism (Edward Snowden) wird jetzt der Fall Stuxnet addiert, also das Lahmlegen iranischer Zentrifugen zur Urananreicherung durch einen Computervirus. Dazu soll ein pensionierter ranghoher amerikanischer General namens Cartwright Reportern der „New York Times“ Informationen gegeben haben, was den Tatbestand des Geheimnisverrats erfülle.

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Assange und Snowden haben nach eigener Darstellung ihren „Verrat“ als Mission verstanden, als Dienst an der Demokratie - was immer andere davon halten. Was den General dazu bewegt hat, mit Journalisten zu sprechen, weiß man nicht - er hat sich noch nicht geäußert. Vielleicht hat er nur leichtfertig aus der Schule geplaudert oder seine Verdienste als Mitentwickler des Programms aus Eitelkeit ins rechte Licht setzen wollen. Was immer sein Motiv war: Es ist noch nicht einmal klar, ob daraus Schaden für die nationale Sicherheit entstanden ist.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 28.06.2013, 15:16 Uhr

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