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Weltwirtschaftsforum Schröder fordert mehr globale Gerechtigkeit

01.02.2002 ·  Auf dem Weltwirtschaftsforum in New York hat Bundeskanzler Schröder eine "Agenda für globale Sicherheit und Gerechtigkeit" angeregt.

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Bundeskanzler Gerhard Schröder hat auf dem Weltwirtschaftsforum in New York größere globale Gerechtigkeit gefordert. Nur so könne der Kampf gegen den Terrorismus auf Dauer Erfolg haben, sagte Schröder am Freitag in einer Rede vor den rund 3.000 Teilnehmern aus mehr als hundert Ländern.

Der amerikanische Außenminister Colin Powell sagte, sein Land sei entschlossen, nicht nur Terroristen, sondern auch Armut und Hoffnungslosigkeit zu bekämpfen.

Mehr Partnerschaft

Die Anschläge am 11. September hätten vor allem deutlich gemacht, dass es an globaler Gerechtigkeit fehle, sagte Schröder und regte eine „Agenda für globale Sicherheit und Gerechtigkeit“ an. National wie international sei mehr Partnerschaft nötig. Als positive Beispiele führte der Bundeskanzler die deutsche Vereinigung und die bevorstehende Ost-Erweiterung der Europäischen Union an.

Powell sagte, der Terrorismus müsse mit militärischen, rechtlichen und geheimdienstlichen Mitteln bekämpft werden. „Wir müssen auch die Hoffnung in die Herzen der Menschen zurückbringen“, erklärte der amerikanische Außenminister in seiner Rede. „Wir müssen den Menschen, die sich in Richtung Terrorismus bewegen könnten, zeigen, dass es einen besseren Weg gibt.“

Tagungsort New York

Das Weltwirtschaftsforum findet aus Solidarität mit den Opfern der Anschläge vom 11. September in diesem Jahr nicht in Davos, sondern in New York statt. Der Tagungsort, das Waldorf Astoria Hotel in New York, wird von rund 4.000 Polizisten gesichert. Unter den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums sind 30 Staats- und Regierungschefs. Die Behörden haben Proteste von Globalisierungsgegnern nur in besonders ausgewiesenen Gebieten gestattet. Bis Freitagvormittag wurden acht Personen festgenommen, größere Zwischenfälle gab es jedoch nicht.

Als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum findet in der brasilianischen Stadt Porto Alegre das Weltsozialforum statt. Dessen Teilnehmer haben sich die Überwindung von Armut und Not auf der südlichen Erdhalbkugel zum Ziel gesetzt.

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