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Wasser, Sonne, Biomasse Eine saubere Sache, die kostet

16.08.2010 ·  Erneuerbare Energien dürften sich bald an Platz drei der Primärenergieträger setzen. Das Problem: Diese Form der Energieerzeugung ist teuer. Ohne Subvention würde niemand investieren.

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Wind, Wasser und Sonne nutzen die Menschen seit Jahrtausenden. Doch erst seit wenigen Jahren werden erneuerbare Energien in großem Maßstab für die Versorgung vor allem mit Strom, zunehmend auch mit Wärme genutzt. Ihr Vorteil ist, dass sie sich - im Wortsinn - nicht erschöpfen, dass sie nicht eingeführt werden müssen und die Klimabilanz, gemessen an fossilen Energieträger kaum belasten, etwa durch die Produktion von Beton, Stahl, Aluminium oder Silizium für Windturbinen, Sonnendächer, Biogasanlagen oder Wasserkraftwerke.

Im vergangen Jahr deckten erneuerbare Energien fast neun Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs. In absehbarer Zeit dürften sie sich vorbei an Steinkohle, Braunkohle und Kernenergie nach Öl und Gas an Platz drei der Primärenergieträger setzen. Auch in der Stromproduktion wächst ihr Anteil. 2009 machte „grüner“ Strom 15,6 Prozent an der Bruttostormerzeugung aus, sechsmal so viel wie 1991. Und die Ausbauziele der Bundesregierung sind groß: In zehn Jahren sollen mindestens 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.

Ohne garantierten Abnahmepreis würde niemand investieren

Problem allein ist: Diese Form der Energieerzeugung ist teuer. Ohne garantierten Abnahmepreis - das Wort Subvention ist hier verpönt - würde niemand investieren. So zahlten die Verbraucher laut Brancheverband BDEW 2009 mehr als zehn Milliarden Euro nur für die auf den Strompreis umgelegte Einspeisegebühr für Strom aus regenerativen Quellen. Davon entfiel knapp ein Drittel auf die Solarenergie, obwohl diese nur neun Prozent des eingespeisten "grünen" Stroms erzeugte. Die hohen, zum 1. Juli aber abgesenkten Fördersätze führten zu rasantem Wachstum.

Ein weiterer Nachteil regenerativer Quellen ist die aus natürlichen Gründen begrenzte Nutzung von Wind- oder Solarstrom, da Strom in großen Mengen kaum speicherbar ist. Ein Ausgleich könnte durch den Bau von Biomassekraftwerken geschaffen werden, die 2009 ein Viertel zur regenerativen Stromerzeugung beitrugen. Fachleute halten die Möglichkeiten der Wasserkraft (ein Viertel der erneuerbaren Stromerzeugung des Jahres 2009) für ausgereizt. Geothermie, die heißes Wasser aus Erdschichten zur Energieumwandlung nutzt, spielt keine Rolle.

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