14.01.2008 · Wer auch immer den Vorwurf erhebt und weiterträgt, ein Thema - diesmal die Jugendkriminalität - werde allein wegen des Wahlkampfes aufgetischt: er hat ein merkwürdiges Verständnis von Politikern wie von Wählern und überhaupt von einer Wahl.
Von Georg Paul HeftyEs ist Vorwahlzeit. Da grassiert regelmäßig der Vorwurf, ein Thema - diesmal die Jugendkriminalität - werde allein wegen des Wahlkampfes aufgetischt. Wer auch immer den Vorwurf erhebt und weiterträgt: er hat ein merkwürdiges Verständnis von Politikern wie von Wählern und überhaupt von einer Wahl. Politiker (zumal mehrfache Wahlsieger) sind nicht so dumm, ein Thema in den Wahlkampf hineinzuziehen, von dem anzunehmen ist, dass es niemanden berührt.
Denn mit jedem selbst erfundenen Thema geht der Erfinder das Risiko ein, entweder auf das falsche Pferd zu setzen oder aber von den Bürgern für ungeeignet gehalten zu werden, die Lösung herbeizuführen. Die Wähler sind ihrerseits klug genug, auch lange Zeit nicht erörterte Wahlkampfthemen zu gewichten und deren Erfinder ins politische Aus oder ins Parlament und gar an die Regierung zu befördern. Die Wähler brauchen vor neuen Themen nicht bewahrt zu werden. Schließlich ist es der Sinn einer Wahl, sowohl bei den Bewerbern als auch bei den Themen die Spreu vom Weizen zu trennen.
Merkwürdiger Beitrag
Kai Tonath (ktony)
- 14.01.2008, 10:38 Uhr
Ich kann mich nur wundern
Stefan Löser (RatHead)
- 14.01.2008, 11:19 Uhr
Darum geht es doch gar nicht
carsten jung (cjung)
- 14.01.2008, 11:48 Uhr
Kochs Verdienst
Guido Koch (guko)
- 14.01.2008, 12:45 Uhr
Eiskalte Kalkulation!
Werner Schmidt (banker-schmidt)
- 14.01.2008, 12:52 Uhr
Georg Paul Hefty Jahrgang 1947, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“.
Jüngste Beiträge