01.09.2005 · Trotz Merkels Absage für ein zweites Duell mit Schröder, treffen sich beide nun doch ein weiteres Mal vor der Kamera. Anstelle von Parteichef Müntefering nimmt der Kanzler an einer Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten teil.
Sechs Tage vor der Bundestagswahl wird es voraussichtlich doch noch ein zweites Fernseh-Streitgespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) geben, wie Regierungssprecher Béla Anda am Donnerstag mitteilte.
Demnach plant Schröder, anstelle des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering am 12. September an einer Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten der sechs aussichtsreichsten Parteien in der ARD teilzunehmen.
Müntefering ist an diesem Tag verhindert, weil er an der Beerdigung des ehemaligen Bundesgeschäftsführers der SPD, Peter Glotz, teilnimmt.
Merkel hat zweites Duell abgelehnt
Ursprünglich hatte der Kanzler der CDU-Vorsitzenden Merkel zwei Fernseh-Duelle vorgeschlagen. Die Herausforderin hatte allerdings nur für ein Streitgespräch zugesagt, das am Sonntag abend ausgestrahlt werden soll. Ein zweites Duell lehnte Merkel offenbar auf Anraten ihrer Berater ab.
Auch sonst war bislang kein zweites direktes Aufeinandertreffen von Schröder und Merkel im Fernsehen vorgesehen. An der Runde am 12. September dürften nun aber doch beide teilnehmen. Zudem ist nach Angaben der ARD die Teilnahme von Außenminister Joseph Fischer (Grüne), dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber und Linkspartei-Spitzenkandidat Gregor Gysi vorgesehen.