http://www.faz.net/-gpf-8ebc7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.03.2016, 22:46 Uhr

Sachsen-Anhalt Umfrage: AfD abermals vor SPD

Die Rechtspopulisten wären damit die drittstärkste Kraft im Landtag. CDU und SPD müssen nach den Umfrageergebnissen um die Fortsetzung ihrer Regierungskoalition bangen.

© dpa Strategen der AfD: Bernd Höcke (links) und der Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg

Die rechtspopulistische AfD liegt laut einer neuen Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erneut vor der SPD. In der ARD-Vorwahl-Umfrage kommt die AfD auf 19 Prozent, wie der Westdeutsche Rundfunk am Donnerstag mitteilte. Es ist die zweite Untersuchung, die die AfD damit als drittstärkste Kraft sieht. Die Sozialdemokraten kämen demnach nur noch auf 15 Prozent.

Mehr zum Thema

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff bliebe mit 31 Prozent stärkste Partei. Damit wäre eine Fortsetzung der jetzigen schwarz-roten Koalition nach der Wahl am 13. März äußerst knapp möglich. Die Linke käme auf 21 Prozent, die Grünen wären mit 5,5 Prozent wieder im Landtag, die FDP (4,5 Prozent) dagegen weiterhin nicht.

Mit 46 Prozent liegt der Umfrage zufolge Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei den Sympathiewerten vorne. Nur zwölf Prozent der Befragten wollen demnach den Herausforderer der Linken, Wulf Gallert, als Regierungschef - also auch nicht alle Anhänger seiner Partei. Ebenfalls nur zwölf Prozent sprechen sich für die SPD-Spitzenkandidatin Katrin Budde aus. 54 Prozent der Befragten befürworten, dass die Koalition von CDU und SPD fortgesetzt werden soll.

Quelle: dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Extremismus Die Angst der AfD vor dem Verfassungsschutz

Der AfD-Bundesvorstand ist gegen Kontakte von Parteimitgliedern zu Rechtsextremen – die Angst vor Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist groß. Mitglieder könnten, sollte es dazu kommen, Nachteile im Beruf haben. Mehr

11.07.2016, 17:34 Uhr | Politik
Transplantationen Organspenden dramatisch gesunken

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist so gering, dass viele Patienten auf der Warteliste versterben. Ein Grund dafür ist eine Reihe von Skandalen. Was kann man dagegen tun? Der Beitrag des Bayerischen Rundfunk ist auch in der Sendung mehr/wert am 30.06. um 19 Uhr im BR zu sehen. Mehr

30.06.2016, 17:26 Uhr | Wirtschaft
Willkommenskultur tödlich Wie Rechte den Amoklauf instrumentalisieren

Nachdem die Polizei vor wenigen Tagen in Würzburg einen Attentäter erschoss, löste ein Tweet der Grünen-Politikerin Renate Künast Empörung aus. Diesmal blamieren sich Konservative und Rechtspopulisten. Mehr

23.07.2016, 15:07 Uhr | Politik
Umgang mit der AfD Sie verharmlosen die wahren Feinde unserer Gesellschaft

Eine kämpferische Rede des FDP-Politikers Christian Lindner macht die große Runde in sozialen Netzwerken. Er spricht über den Umgang der etablierten Parteien mit der AfD. Mehr

11.07.2016, 10:56 Uhr | Politik
Bundesarbeitsagentur Zahl der Langzeit-Bezieher von Hartz IV stagniert

Immer noch beziehen 2.576.191 Menschen in Deutschland Hartz IV für vier Jahr oder noch länger. Während die Zahl im Osten zurückging, gab es im Westen sogar mehr Dauerbezieher als noch 2014. Mehr

11.07.2016, 09:32 Uhr | Wirtschaft