http://www.faz.net/-gpf-8x135

Nordrhein-Westfalen : Bosbach wird CDU-Sicherheitsexperte im Wahlkampf

  • Aktualisiert am

Wolfgang Bosbach Bild: dpa

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach wird Spitzenkandidat Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen unterstützen. Er soll ein Konzept für die innere Sicherheit entwickeln – Innenminister will Bosbach aber nicht werden.

          Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach wird Sicherheitsfachmann des CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf. Der 64 Jahre alte Bosbach erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, dass er ein Konzept zur Neuaufstellung der inneren Sicherheit in Nordrhein-Westfalen entwickeln soll und bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“.

          Im Fall eines Wahlerfolgs der CDU will Bosbach aber nicht Innenminister von Nordrhein-Westfalen werden. Für diese Amt stehe er nicht zur Verfügung, sagte er. Im Sommer 2016 hatte der langjährige Bundestagsabgeordnete, Rechts- und Innenpolitiker seinen Rückzug aus der Bundespolitik nach der Bundestagswahl 2017 angekündigt. Er werde keine politischen Ämter mehr übernehmen, bekräftigte der Politiker nun. Allerdings: „Die politische Leidenschaft bleibt.“ Die von der NRW-CDU geplante Kommission für mehr Sicherheit im Land werde er daher gerne leiten.

          Bosbach gilt als Querdenker

          Laschet will die CDU im derzeit rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen zur stärksten Kraft machen und Ministerpräsident werden. In den jüngsten Umfragen liegt die CDU aber deutlich hinter der SPD von Regierungschefin Hannelore Kraft. Der neue Landtag wird am 14. Mai gewählt.

          Bosbach hatte im vergangenen August bekanntgegeben, seine „politische Arbeit endgültig zu beenden“ und bei der Bundestagswahl im September 2017 nicht wieder zu kandidieren. In der CDU gilt er als Querdenker; mehrmals wich er von der Parteilinie ab. Scharf kritisierte er die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung und wandte sich gegen die Vergabe von Hilfskrediten an angeschlagene Euro-Staaten. Außerdem stellte sich Bosbach öffentlich gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und zog ihre Aussage „Wir schaffen das“ in Zweifel. Er warnte vor einer Überforderung Deutschlands und forderte eine Kurskorrektur der CDU nach rechts.

          Weitere Themen

          Auf nach vorne, aber alles wie gehabt

          Wechsel bei NRW-SPD : Auf nach vorne, aber alles wie gehabt

          Eine schonungslose Generalinventur hatte Michael Groschek nach der Niederlage bei der Landtagswahl in NRW versprochen. Doch nach einem Jahr tritt er wieder ab, und vieles ist beim Alten in der SPD.

          Weniger erreichte Ziele, mehr Streit Video-Seite öffnen

          100 Tage Groko : Weniger erreichte Ziele, mehr Streit

          Laut einer Forsa-Umfrage müssen nicht nur CDU und CSU einen Dämpfer einstecken, sondern auch der Bündnispartner SPD. Im Asylstreit driftet die Koalition unterdessen immer weiter auseinander.

          Klagen gegen Trump-Regierung Video-Seite öffnen

          Familientrennung an Grenze : Klagen gegen Trump-Regierung

          Die Eltern im Gefängnis, ihre Kinder in Auffanglagern: Tausende Familien wurden an der Grenze der Vereinigten Staaten voneinander getrennt. Mehrere amerikanische Bundesstaaten wollen die Trump-Regierung deswegen verklagen.

          Topmeldungen

          Merkel in Beirut : An der Flüchtlingsfront

          Bei ihrer Reise durch den Libanon erlebt die Kanzlerin eine Gesellschaft, die durch die vielen Vertriebenen im Land verunsichert ist – kommt ihr das bekannt vor?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.