Home
http://www.faz.net/-hny-75iq7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück rechtfertigt Aussage zu Kanzlergehalt

Nach seinen Äußerungen über das Gehalt des Bundeskanzlers sieht sich Peer Steinbrück zu Unrecht in der Kritik. Der SPD-Kanzlerkandidat verteidigt seine umstrittene Äußerung. Politiker müssten aussprechen, was sie denken.

© dpa Vergrößern Peer Steinbrück (links) mit dem niedersächsischen SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieht sich nach seinen Äußerungen über das Gehalt des Bundeskanzlers in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu Unrecht in der Kritik. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt nach der Weihnachtspause verteidigte er seine umstrittene Äußerung, ohne im Detail darauf einzugehen. „Ich glaube, dass Politiker das aussprechen müssen, was sie denken“, sagte Steinbrück am Freitag über seine Äußerung in einem Interview zum Jahreswechsel.

„Die Menschen haben einen Anspruch darauf, dass Politiker nicht nach opportunen Gesichtspunkten sich äußern, sondern dass sie sagen, was sie denken. Ansonsten habe ich zu diesem Thema alles gesagt.“ Er sah sich bei einem Firmenbesuch in Emden mehrfach Journalisten-Fragen zu dem Thema ausgesetzt.

Mehr zum Thema

In der ostfriesischen Stadt wollte Steinbrück am Abend mit dem SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil die heiße Phase im Wahlkampf zur Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar einläuten. „Ich fühle mich von Peer Steinbrück unterstützt in meinem Wahlkampf“, sagte Weil auf Fragen, ob ein in der Kritik stehender Kanzlerkandidat eine Hilfe im Wahlkampf sei.

„Ich freue mich, dass er da ist.“ In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zur Wahl habe die SPD nochmal dazugewonnen. „Danach perlt diese Debatte, die im Bund geführt wird, an uns Niedersachsen erkennbar vorbei“, sagte Weil. „Finde ich gut.“

Steinbrück hatte seinen Start als Kanzlerkandidat im Herbst mit einer Debatte über sein Millionenhonorar für Vorträge verstolpert. Über den Jahreswechsel bezeichnete er nun das Gehalt der Kanzlerin von etwa 220.000 Euro im Jahr als zu niedrig. Die meisten Sparkassendirektoren verdienten mehr. Auch aus der SPD war Steinbrück für die Äußerung kritisiert worden.

Quelle: FAZ.NET/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mollath-Prozess Das Urteil steht schon fest

Morgen wird im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath das Urteil gesprochen. Der Freispruch ist sicher. Fraglich bleibt nur, welche Erklärung das Gericht liefert. Mehr

13.08.2014, 15:09 Uhr | Politik
BND-Spionage Ankara gekränkt

In der Türkei sorgen die Enthüllungen über die Spionage des BND für Wirbel. Ein Treffen der Geheimdienstchefs beider Länder soll zur Aufarbeitung beitragen. Doch die türkischen Medien führen längst eine Schlammschlacht. Mehr

19.08.2014, 21:31 Uhr | Politik
Rentenreform Berlin verweigert Beamten abschlagsfreie Rente mit 63

Die meisten Beamten können nicht auf eine abschlagsfreie Rente mit 63 hoffen. Die Bundesregierung hat keine entsprechenden Pläne – und auch die meisten Bundesländer äußern sich skeptisch. Mehr

12.08.2014, 17:22 Uhr | Wirtschaft

Ein großer Einschnitt

Von Jasper von Altenbockum

De Maizières „Digitale Agenda“ ist ein großer Einschnitt. Der Zeitpunkt für ein IT-Sicherheitsgesetz ist günstig gewählt: Was vor Jahren noch verdammt worden wäre, wird unter dem Eindruck ernüchternder Erfahrungen mit den „Göttern“ im Netz nun geradezu herbeigesehnt. Mehr 3 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden